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30. Juli 2020 | Soziales
Kaiserswerther Diakonie mit 10.000 Euro vom LVR ausgezeichnet
LVR prämierte vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement

Düsseldorf, 30. Juli 2020. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat heute die Kaiserswerther Diakonie mit einer Prämie in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet. Das im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen tätige Unternehmen erhält diese für sein vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM). So besteht für Mitarbeitende im Zuge von beruflichen Umbruchphasen nach längerer Erkrankung die Möglichkeit einer Hospitation in anderen Bereichen, um alternative Arbeitsplätze kennenzulernen. Auch bei der Beschäftigungsquote der schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten Menschen liegt die Kaiserswerther Diakonie mit 5,21 Prozent über der gesetzlichen Vorgabe. In der dazugehörigen Altenhilfe der Kaiserswerther Diakonie gGmbH liegt sie sogar bei 9,28 Prozent.

Prof. Dr. Angela Faber, LVR-Dezernentin Schulen, Inklusionsamt, Soziale Entschädigung, übergab die Auszeichnung an Pfarrer Klaus Riesenbeck, Vorstand der Kaiserswerther Diakonie, Cordula Jäger, Leiterin der Personalabteilung, und Anja Fiegl, BEM-Beauftragte der Kaiserswerther Diakonie: „Das BEM ist in Ihrer Dienstvereinbarung als klares Unterstützungs- und Präventionsangebot formuliert. Die hohe Rücklaufquote Ihrer Mitarbeitenden beweist, dass das Verfahren sehr gut angenommen wird. Diesem Erfolg liegt zugrunde, dass Sie sich mit Bedacht und System an das Thema heranwagen – und damit für Ihre Beschäftigten, aber auch für sich selbst, zukunftsorientiert und verantwortlich handeln. Ihre Bewerbung hat die Jury des LVR daher voll und ganz überzeugt. Ihr Engagement – von dem alle profitieren – zeichnet der LVR gerne aus“.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung unserer Arbeit im Betrieblichen Eingliederungsmanagement durch den LVR. Uns als Arbeitgeber ist es ein wichtiges Anliegen, Mitarbeitende nach einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit sowohl im Genesungsprozess als auch bei der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit umfassend zu unterstützen. Deswegen ist das BEM ein zentraler Baustein unserer vielseitigen Angebote zur Gesundheitsförderung und hat sich über die vergangenen Jahre als wertvolles Instrument im Unternehmen etabliert. Darauf sind wir sehr stolz“, sagte Riesenbeck zur Auszeichnung.

Die Kaiserswerther Diakonie wurde 1836 gegründet und beschäftigt rund 2.600 Mitarbeitende. Zum Unternehmen gehören das Florence-Nightingale-Krankenhaus, die Altenhilfe, die Sozialen Dienste, der Bereich Bildung und Erziehung mit verschiedenen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, die Fliedner Fachhochschule, die Fliedner-Kulturstiftung, die Kaiserswerther Schwesternschaft sowie mehrere Wirtschaftsbetriebe. 2016 wurde eine Stabsstelle für das Betriebliche Eingliederungsmanagement eingerichtet.

Der LVR vergibt seit 2007 Prämien für die beispielhafte Einführung und Umsetzung des BEM. Das BEM ist Bestandteil der Prävention. Alle Arbeitgeber sind seit 2004 gesetzlich verpflichtet, sich aktiv um die Vermeidung von betriebsbedingten Erkrankungen sowie die Wiedereingliederung von längerfristig oder häufig erkrankten Mitarbeitenden zu kümmern. Behinderungen und frühzeitige Verrentungen sollen so vermieden werden.

Das LVR-Inklusionsamt unterstützt Arbeitgeber bei der BEM-Umsetzung mit Fortbildungen und Beratung und vergibt für die vorbildliche Praxis jährlich Prämien. Weitere Prämien im Jahr 2020 gehen an das Diakoniewerk Duisburg GmbH, die Eisenwerk Brühl GmbH, die Stadtverwaltung Bergisch Gladbach und die SPIE GmbH in Ratingen.

Zahlen aus dem Jahresbericht 2018/19 des LVR-Inklusionsamtes

  • Ende 2019 lebten im Rheinland etwa 1.005.000 Menschen mit einer Schwerbehinderung.
  • Im Rheinland gibt es circa 17.705 beschäftigungspflichtige Arbeitgeber mit einer durchschnittlichen Beschäftigungsquote von fast 5,4 Prozent.
  • In 2018 haben Arbeitgeber, Inklusionsprojekte und schwerbehinderte Menschen rund 48,3 Millionen Euro als finanzielle Förderung erhalten.
  • Bislang hat das LVR-Inklusionsamt 63 Arbeitgeber der Privatwirtschaft und des Öffentlichen Dienstes mit der BEM-Prämie ausgezeichnet.

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Prof. Dr. Angela Faber (2.v.r.), LVR-Dezernentin Schulen, Inklusionsamt, Soziale Entschädigung, zeichnete die Kaiserswerther Diakonie für ihr vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement aus: Cordula Jäger, Leiterin der Personalabteilung, Anja Fiegl, BEM-Beauftragte, und Pfarrer Klaus Riesenbeck, Vorstand der Kaiserswerther Diakonie (v.l.n.r.). Foto: Guido Schiefer / LVR
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Pressekontakt:

Michael Sturmberg
Landschaftsverband Rheinland
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel 0221 809-7084
Mail michael.sturmberg@lvr.de

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Aktuelle Informationen des LVR zum Coronavirus finden Sie auf unserer Sonderseite www.lvr.de/corona
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Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 20.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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