Öffentliche Tagung am 13. und 14. November zur Geschichte des LVR nach 1953 und zum Wandel seiner Aufgaben
 
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04. November 2025 | Kultur

Demokratie und Selbstverwaltung

Öffentliche Tagung am 13. und 14. November zur Geschichte des LVR nach 1953 und zum Wandel seiner Aufgaben
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Köln / Bonn. 4. November 2025. Mit der Gründung der Landschaftsverbände 1953 begann in Nordrhein-Westfalen ein neues Kapitel kommunaler Selbstverwaltung. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist seitdem zuständig für zentrale Aufgaben in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Kultur und Bildung. Der LVR ist Ergebnis einer demokratischen Dezentralisierung, die den Kommunen nach 1945 neue Gestaltungsspielräume eröffnete.

Eine öffentliche Tagung am 13. und 14. November 2025 im Universitätsclub Bonn widmet sich der Rolle des LVR im Demokratisierungsprozess nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Fokus steht, wie sich der Verband aus seinen provinzialverbandlichen Wurzeln heraus neu formierte und in Nordrhein-Westfalen zu einem prägenden Akteur in Politik, Kultur und Sozialwesen wurde.

Anhand von Fallbeispielen aus Kulturpolitik, Jugend- und Schwerbeschädigtenfürsorge, Förderschulen, Psychiatrie sowie Corporate Design werden Kontinuitäten und Brüche sichtbar. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der LVR durch Institutionen, Entscheidungen und Praktiken nicht nur Verwaltungshandeln prägte, sondern auch gesellschaftliche Teilhabe, Selbstverwaltung und demokratische Kultur mitgestaltete.

Die Vorträge eröffnen multiperspektivische Einblicke in die Entwicklung eines Regionalverbandes, der zugleich Spiegel und Motor gesellschaftlicher Transformation war und ist. Weitere Beiträge verorten die Geschichte des LVR im größeren Zusammenhang von Selbstverwaltung und Demokratie und der Rolle Höherer Kommunalverbände.

Den Abendvortrag am 13. November 2025 um 18 Uhr hält Prof. Dr. Christian Waldhoff (Humboldt-Universität zu Berlin). Unter dem Titel „Selbstverwaltung und Demokratie“ beleuchtet er eine historisch wie aktuell bedeutsame Wechselbeziehung.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei, um vorherige Anmeldung wird gebeten. Interessierte können an einzelnen Vorträgen oder ausschließlich am Abendvortrag teilnehmen.

Anmeldung und Kontakt:

Dr. Alexander Olenik
0228 9834-231
alexander.olenik@lvr.de

Weiterführende Informationen

 

Bilder zum Download

Eine Abstimmung in der Landschaftsversammlung Rheinland.
Foto: Heike Fischer / LVR
Bild herunterladen (JPG, 45 KB)

Ballspielende Jungen vor einer LVR-Einrichtung.
Foto: Archiv des Landschaftsverbandes Rheinland
Bild herunterladen (JPG, 255 KB)
 

Ihr Pressekontakt

Ebru Turan

LVR-Dezernat Kultur

 

Über den LVR

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 22.000 Beschäftigten für die 9,8 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund WohnenPlusLeben erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.