Welterbeinformationszentrums vor dem LVR-Landeshaus in Köln
 
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19. Januar 2026 | Kultur

Welterbe on tour: Neues Infozentrum zum Niedergermanischen Limes

Welterbeinformationszentrums vor dem LVR-Landeshaus in Köln
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Köln. 19. Januar 2026. Seit vergangenem Freitag steht am Rheinboulevard ein rot lackierter Container mit großen Glasfronten vor dem Landeshaus des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). Noch lässt es sich nicht erkennen, aber bei der begehbaren Box handelt es sich um ein Welterbeinformationszentrum. Darin erfahren Interessierte bald einiges über die UNESCO-Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes“.

Das Besondere: Künftig wird das barrierefreie Infozentrum entlang der Fundplätze in Deutschland „touren“. Vor Ort werden für alle Besucher*innen nicht nur die Kernbotschaften der Welterbestätte vermittelt, sondern über digitale Medien und ausgestellte Objekte ebenso Infos zu den Welterbeplätzen – und zwar zum gesamten Niedergermanischen Limes von Katwijk aan Zee (Niederlande) bis Bad Breisig (Rheinland-Pfalz). Das Ganze auf Deutsch, Englisch, Niederländisch und in Leichter Sprache. Der Zugang ist kostenlos.

Als erste Station steht das Welterbeinformationszentrum nun in Köln-Deutz, direkt beim Kastell Divitia, wo er zunächst ausgestattet wird und nach der Eröffnung auch über die drei Kölner Limes-Fundplätze informiert. Nächster Halt ist dann ab April die Landesgartenschau in Neuss.

Rhein als Grenze des Römischen Reiches

Der Niedergermanische Limes markierte rund 450 Jahre lang die Grenze des Römischen Reiches entlang des Rheins. Zahlreiche Fundplätze bezeugen seine Bedeutung von der Frühzeit bis in die Spätantike. 2021 wurde er mit 44 Fundorten in den Niederlanden, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz als UNESCO-Welterbe anerkannt. In NRW betreut der Landschaftsverband Rheinland als Welterbebeauftragter mit seinem Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland die 24 Fundplätze, gemeinsam mit den „Limeskommunen“, den Kreisen und dem Land NRW. Ziel sind Schutz, Weiterentwicklung und Vermittlung der Welterbestätte, um ihre Geschichte für die Öffentlichkeit erfahrbar zu machen.

Die Realisierung des Welterbeinformationszentrums ist durch die Förderung des LVR möglich.

Weitere Informationen zum Niedergermanischen Limes finden Sie hier.

 

Birgit Ströter

Pressearbeit Kultur

 

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Noch ohne Inhalt: Am Rheinboulevard in Köln-Deutz steht seit Freitag der gläserne Container, der künftig ein Welterbeinformationszentrum zum Niedergermanischen Limes beherbergen wird.
Foto: Ramona Rütt, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
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Über den LVR

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 22.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 21 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund WohnenPlusLeben erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.