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07. Dezember 2017 | Kultur
Kunsthistorikerin sieht Pfarrkirchen in neuem Licht
Paul-Clemen-Preis an Manuela Klauser verliehen, die in Düsseldorf studiert hat / 10.000 Euro Preisgeld

Köln/Düsseldorf, 7. Dezember 2017. Die aus Mülheim an der Ruhr stammende Manuela Klauser hat nun im LVR-LandesMuseum in Bonn den mit 10.000 Euro dotierten Paul-Clemen-Preis des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) erhalten. Prämiert wurde ihre herausragende kunsthistorische Dissertation mit dem Titel: „Ikonische Kirchen – Zeichen lebendigen Glaubens. Geschichte und Theorie des Pfarrkirchenbaus an Rhein und Ruhr zwischen Historismus und Moderne“.

Manuela Klauser hat die bislang für architektonisch konservativ geltenden, zwischen 1905 und 1935 entstandenen Pfarrkirchen im Rheinland neu bewertet. So war es laut Klauser gar nicht das Anliegen der Kirchen, durch innovative Formen zu glänzen oder modischen Strömungen zu folgen. Stattdessen bauten sie, was sie glaubten, und machten so ihren Glauben zunehmend zum Gegenstand öffentlicher Diskussion. Das sei ein Erfolgsrezept in einer Zeit gewesen, als Glauben und Kirche in der Gesellschaft deutlich fester verankert waren als heute.

In seiner Laudatio zitierte der Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, aus einem Gutachten der an der Universität zu Düsseldorf eingereichten Doktorarbeit: „Es handelt sich um eine überzeugend entwickelte, in ihrem methodischen Ansatz innovative, für die Forschungen zu den Anfängen des modernen Kirchenbaues einen großen Fortschritt bezeichnende, in toto herausragende Dissertation.“

Er freue sich, so Wilhelm weiter, über die Wahl der Auswahlkommission unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Kanz von der Uni Bonn, die mit Manuela Klauser eine überaus würdige Preisträgerin gefunden hat. Die Arbeit, die katholische und evangelische Pfarrkirchen gleichermaßen beleuchtet, sei „ausgerechnet im Lutherjahr durch und durch ökumenisch“, so Wilhelm.

Der Preis ist Paul Clemen gewidmet, dem 1947 verstorbenen ersten Provinzialkonservator der Rheinprovinz, der als Kunsthistoriker an der Universität in Bonn gelehrt hat.

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Prof. Dr. Roland Kanz, Vorsitzender der Auswahlkommission (li.) und Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland (re.) freuten sich, Manuela Klauser den Paul-Clemen-Preis des LVR zu überreichen. Foto: Guido Schiefer / LVR
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Pressekontakt:

Birgit Ströter
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel 0221 809-7711
Mail birgit.stroeter@lvr.de

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Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 21.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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