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29. August 2018 | Schulen
„Hand in Hand“ für einen erfolgreichen Start in den Beruf
LVR, Integrationsfachdienste und Bundesagentur für Arbeit unterstützen junge Erwachsene beim Übergang Schule-Beruf / Kubilay Degirmenci hat erfolgreich seine Ausbildung begonnen

Rheinland/Kreis Düren, 30. August 2018. Kubilay Degirmenci ist hochmotiviert bei der Arbeit – seine Ausbildung zum Fachpraktiker Verkauf macht ihm großen Spaß. Im EDEKA Rosenzweig Niederzier übernimmt er eigene Aufgabenbereiche. Darauf ist der 19-Jährige stolz, denn bis er seinen Ausbildungsvertrag im letzten Jahr in der Tasche hatte, musste er viel Geduld und Durchhaltevermögen beweisen. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR), der zuständige Integrationsfachdienst und die Bundesagentur für Arbeit haben ihn auf seinem Weg intensiv unterstützt.

Vor seiner Ausbildung war Degirmenci Schüler einer Förderschule. Nach mehreren Praktika in unterschiedlichen Berufsfeldern stand für ihn schnell fest: Einzelhandel, das ist es! „Mir gefällt es, wenn ich Kunden beraten und dafür sorgen kann, dass sie zufrieden sind und wiederkommen“, erklärt der junge Mann. Zuerst sah es für ihn auch sehr gut aus. Ein Einzelhandelsbetrieb stellte ihm eine Fachpraktikerausbildung in Aussicht. Doch dann kam die herbe Enttäuschung: Der Betrieb zog das Angebot nur zwei Monate vor Schulabschluss zurück.

Eine schnelle Alternative war erforderlich, weshalb Jasmin Schneider vom Integrationsfachdienst (IFD) in Düren kurzfristig den Kontakt zu EDEKA Rosenzweig herstellte. Sie kannte Degirmenci bereits aus der schulischen Berufsorientierungsphase durch KAoA-STAR*, mit dem das LVR-Inklusionsamt junge Erwachsene mit Behinderung beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Arbeit unterstützt. Schneider vermittelte ein dreiwöchiges Kennenlernpraktikum mit dem Geschäftsführer Patrick Engelbert und führte diesen durch die Antragstellung für die Förderleistungen der Agentur für Arbeit und des LVR-Inklusionsamtes. Engelbert ist heute sehr froh, dass er Degirmenci nach seinem erfolgreichen Praktikum eine Ausbildung zum Fachpraktiker Verkauf ermöglicht hat: „Klar, am Anfang mussten wir in seine Betreuung mehr Zeit als üblich investieren, aber jetzt schmeißt er die Getränkeabteilung praktisch alleine und ist absolut pünktlich und zuverlässig. Wirklich beeindruckend, welche Entwicklung er gemacht hat.“

Im Fall von Degirmenci ist erkennbar: Der erfolgreiche Übergang von der Schule in den Beruf ist für Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung nicht immer leicht. Wesentlich ist, dass eine frühzeitige berufliche Unterstützung erfolgt. Das LVR-Inklusionsamt, die Integrationsfachdienste und die Bundesagentur für Arbeit haben dazu ihre Angebote aufeinander abgestimmt und eng verzahnt.

„Nur, weil alle Beteiligten – Kubilay Degirmenci selbst, seine Lehrkräfte, die Agentur für Arbeit, der LVR, sein künftiger Arbeitgeber und wir – Hand in Hand gearbeitet haben, konnte Kubilay Degirmenci bereits in seiner letzten Schulwoche seinen Ausbildungsvertrag zum Fachpraktiker Verkauf bei EDEKA Rosenzweig unterzeichnen“, erklärt Schneider. „Das ist ein wirklich gutes Beispiel dafür, wie maßgeblich eine kooperative Zusammenarbeit zwischen den unterstützenden Institutionen ist, um eine erfolgreiche Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt möglich zu machen“, ergänzt Frauke Borchers vom LVR-Inklusionsamt in Köln.

* KAoA-STAR

Das LVR-Inklusionsamt unterstützt mit „KAoA-STAR – Schule trifft Arbeitswelt“ den Übergang junger Erwachsener mit Behinderung von der Schule in Ausbildung und Arbeit. In enger Kooperation mit dem Land NRW und der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit ist der Berufsorientierungsprozess durch den IFD eingebettet in die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule – Beruf in NRW“. Der IFD berät und vernetzt die Beteiligten im Auftrag des LVR-Inklusionsamtes. Ergänzend zu den Leistungen der Arbeitsagentur hält das LVR-Inklusionsamt auch noch weitere Förderbausteine für neue Ausbildungs- oder Arbeitsverträge bereit, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind: Das kann zum Beispiel eine Ausbildungsprämie oder ein gezieltes Jobcoaching sein.

Fotos zum Download
Kubilay Degirmenci hat den Übergang von der Schule in den Beruf mit Hilfe des LVR, des zuständigen Integrationsfachdienstes und der Bundesagentur für Arbeit geschafft. Foto: Geza Aschoff / LVR
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Geschäftsführer Patrick Engelbert (r.) ist froh, dass er Kubilay Degirmenci als Mitarbeiter gewinnen konnte. Foto: Geza Aschoff / LVR
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Kubilay Degirmenci kann sich bei allen Fragen rund um seine Ausbildung an EDEKA-Marktleiter Thomas Baumann (l.) wenden. Foto: Geza Aschoff / LVR
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Pressekontakt:

Michael Sturmberg
Landschaftsverband Rheinland
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel 0221 809-7084
Mail michael.sturmberg@lvr.de

Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 21.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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