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29. November 2018 | Kultur
"bauhaus in deiner nähe": Oskar Schlemmer
Reihe zeigt, wie Bauhaus-Ideen NRW bis heute prägen / Diesmal: Ausstellungen und Veranstaltungen zum weltberühmten Maler, Bildhauer und Bühnenbildner in NRW entdecken

Köln. / 29. November 2018. Am 16. Januar 2019 eröffnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Berliner Akademie der Künste die Feierlichkeiten zum einhundertjährigen Jubiläum des Bauhauses – ein bundesweites Kulturereignis mit internationaler Strahlkraft. Für Nordrhein-Westfalen hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft gemeinsam mit den Landschaftsverbänden Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) die Projektkoordination für „100 jahre bauhaus im westen“ übernommen. Schirmherrin des Projekts ist Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.


Die Reihe „bauhaus in deiner nähe“ in diesem Projekt zeigt, wie die Bauhaus-Idee auch NRW prägte und welche vielfältigen und lebendigen Spuren und Zeugnisse dieser weltberühmten Schule für Architektur und Design in Nordrhein-Westfalen zu finden sind. Diesmal geht es um den Maler, Bildhauer und Bühnenbildner Oskar Schlemmer.

Oskar Schlemmer (1888 – 1943) war einer der einflussreichsten und vielseitigsten Künstler des Bauhauses: Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Choreograf, Wandgestalter und Bildhauer.1920 wurde er von Walter Gropius an das Bauhaus in Weimar als Leiter der Werkstatt für Wandbildmalerei berufen, später als Formmeister für Holz- und Steinbildhauerei.Vor allem Schlemmers Bühneninszenierungen wie das „Triadisches Ballett“, für das er die Choreografie und die Kostüme entwarf, haben das Bild des Bauhauses geprägt. 1929 verließ Schlemmer das Bauhaus und wurde an die Staatliche Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau berufen.

Trotz dieser Ausrichtung waren Schlemmers Verbindungen ins Rheinland vielfältig: Seine Werke wurden in vielbeachteten Ausstellungen in Köln oder Essen gezeigt, 1931 veranstaltete die Galerie Flechtheim eine Einzelausstellung, die auch in Krefeld zu sehen war. Bereits 1930 stellte Schlemmer einen Auftrag zur Wandgestaltung des Brunnenraumes im Museum Folkwang in Essen fertig, vier Jahre später fielen diese Bilder den Nationalsozialisten zum Opfer.

Als „entarteter Künstler“ denunziert, fasste Oskar Schlemmer bis zu seinem Tod beruflich und künstlerisch nicht mehr Fuß. Der Wuppertaler Lackfabrikant Dr. Kurt Herberts bot ihm und anderen Künstlern wie Georg Muche oder Willi Baumeister ab 1940 die Möglichkeit, die künstlerische Verwendung von Lackfarben zu erproben. 1942 entstanden in der Wuppertaler Wohnung des Malers am Döppersberg 24 die „Wuppertaler Fensterbilder“, heute in der Sammlung des Basler Kunstmuseums.

„Oskar Schlemmer: 100 Jahre Bauhaus“ im Lehmbruck Museum
Das Lehmbruck Museum Duisburg zeigt vom 10. November 2018 bis 17. Februar 2019 die Kabinettausstellung „Oskar Schlemmer: 100 Jahre Bauhaus“, in deren Mittelpunkt mit dem Gemälde „Fünfzehnergruppe“ (1929) ein Schlüsselwerk Schlemmers im Zentrum steht. Das Gemälde entsteht in dem Jahr, als er das Bauhaus in Dessau verlässt. Das Bild zeigt Aktfiguren in unterschiedlichen gymnastisch-tänzerischen Bewegungen und zeichnet sich durch eine besondere Dynamik im Zusammenspiel von Figur und Raum aus. Schlemmer setzt seine idealisierende Gestaltung gegen die Zerstörungen der Körper und Gesichter im Ersten Weltkrieg ins Bild und in Szene – wohl auch, um zukünftigen Gefahren zu begegnen. Mit weiteren hochkarätigen Leihgaben aus einer Privatsammlung stellt das Lehmbruck Museum Schlemmers malerisches und plastisches Œuvre so beispielhaft vor.
www.lehmbruckmuseum.de

„Lackballett“ des Theaters der Klänge
Als sein letztes Bühnenwerk entwarf Oskar Schlemmer in den frühen 1940er Jahren nicht öffentlich ein „Lackballett“. Das Düsseldorfer „Theater der Klänge“ führt diese „rheinische“ Arbeit von Oskar Schlemmer zeitgenössisch in neuer Gestalt wieder auf. Eingebettet in eine interaktive Live-Video-Szenografie und interaktive live-elektronische Musik werden die fünf von Schlemmer entworfenen Figurinen in einer zeitgenössischen Farb- und Formperformance, mit immer wieder neuen, sich übermalenden Lichtmalereien und durch eine Tanz-Performance und Musik neu interpretiert.

Termine
10. Januar 2019 – Premiere im Forum Freies Theater (Juta) Düsseldorf; 11. bis 13.Januar 2019 im FFT-Juta; 31. Januar bis 1. Februar .2019 im Theater im Depot in Dortmund
www.theater-der-klaenge.de

Weitere Infos unter www.bauhaus100-im-westen.de

Pressekontakt:

Hermann Lamberty
Presseteam Ministerium für Kultur und Wissenschaft
Tel.: 0211/ 896-4790

Birgit Ströter
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel: 0221 – 809 – 77 11

Frank Tafertshofer
LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel 0251 591-235

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Lackballett nach Oskar Schlemmer, Inszenierung des Theaters der Klänge. Foto: Thomas von der Heiden
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Oskar Schlemmer, Fünfzehnergruppe, 1929, Lehmbruck Museum Quelle: gemeinfrei
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Logos der Projektbeteiligten

Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 21.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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