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11. Dezember 2018 | Kultur
Provenienzforschung in Museen
LVR informiert über die Möglichkeiten in der Recherche

Pulheim-Brauweiler. 11. Dezember 2018. Woher stammen die Objekte in unseren Museumssammlungen? Wie wurden sie hergestellt, wann, wo und von wem auf welche Art genutzt? Solche Fragen stellen Museumsmitarbeitende an die Objekte in ihren Sammlungen. Die Provenienzforschung, also die Herkunftsforschung – insbesondere zu Besitzerwechseln im Zeitraum von 1933 bis 1945 und die Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgütern - ist eine Kernaufgabe in Museen. In Nordrhein-Westfalen beschäftigen sich von den insgesamt rund 1.100 Museen jedoch nur einige wenige dauerhaft mit der proaktiven Forschung.

Mit einer Veranstaltung zum Thema „Provenienzforschung im Archiv – Grundlagen und Herangehensweisen für Museumsmitarbeitende“ hat die LVR-Museumsberatung in Zusammenarbeit mit dem LVR-Archiv und ExpertInnen auf dem Gebiet der Archivwissenschaften und Provenienzforschung nun 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Museen über die möglichen Recherchewege informiert.

Um Fragen nach der Herkunft beantworten zu können, werden die Objekte genauestens untersucht, die Eingangsbücher der Museen, aber auch Verwaltungsakten sowie hauseigene Archive gesichtet. Hier können Objekteingänge in die Sammlung anhand von Hinweisen auf Einlieferer, Händlerbeziehungen sowie Korrespondenzen nachvollzogen werden. Weitere Recherchen führen darüber hinaus in städtische und kommunale Archive oder auch zum Landesarchiv sowie darüber hinaus. Die Museumsbeschäftigten informierten sich über die Archivlandschaft in NRW, die gäängigen Recherchemöglichkeiten sowie vorliegenden Bestände, die für ihre eigenen Provenienzrecherchen von Interesse sein könnten.

Die Veranstaltung ist eine von mehreren, die von der LVR-Museumsberatung im Rahmen eines zweijährigen Projektes (2017-2019) zur Provenienzforschung in Nordrhein-Westfalen durchgeführt wird. Ziel des Projektes ist die Ermittlung von Bedarfen der Museen aller Sparten und Größen, für die Forschung sowie daraus abgeleitet, die Erstellung eines Konzeptes zur Etablierung einer flächendeckenden, systematischen und nachhaltigen Provenienzforschung in NRW. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen durchgeführt.

Informationen zum Projekt sowie Ansprechpartnerinnen hier.

Pressekontakt:
Birgit Ströter
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel 0221 809-7711

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Aktuelle Informationen des LVR zum Coronavirus finden Sie auf unserer Sonderseite www.lvr.de/corona
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Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 21.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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