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16. April 2019 | Kliniken + Verbund für WohnenPlusLeben (WPL)
Schutz und Therapie: Ein Blick hinter die Mauern des LVR-Maßregelvollzugs
Kurzfilm gibt Einblick in das Leben im Maßregelvollzug / Film wurde im Forensischen Dorf der LVR-Klinik Düren gedreht / Ehemaliger Patient führt durch den Film und die Klinik

Köln, 15.04.2019. Mirko H. ist vierzig Jahre alt. Er wohnt allein in einer kleinen Wohnung in der Nähe von Bonn und arbeitet als Hausmeister. Ein ruhiges, durchschnittliches Leben. Für Mirko ist diese Normalität eine enorme Errungenschaft, denn vorher war er mehr als zehn Jahre lang im Forensischen Dorf der LVR-Klinik Düren untergebracht.

Als junger Mann hatte er schwere Gewalttaten begangen. Da er zu dem Zeitpunkt unter einer schweren Psychose-Erkrankung litt, verurteilte ihn das Gericht nicht zu einer Freiheitsstrafe im Gefängnis, sondern ordnete die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik an.

Für den Film kehrt Mirko H. als Besucher in die Maßregelvollzugsklinik zurück und zeigt den Zuschauerinnen und Zuschauern das Leben hinter den Mauern: Die Stationen mit ihren Wohngruppen und Bezugspflegerinnen und -pflegern, die Arbeitstherapie, die therapeutischen Gespräche mit den ärztlichen und psychologischen Fachkräften, Sportangebote, das Außengelände mit seinen zahlreichen Kameras und Sicherheitsvorkehrungen.

Hier geht es zum Film: Schutz und Therapie im Maßregelvollzug Schutz und Therapie im Maßregelvollzug

So beschreibt der Film, wie er mithilfe des Behandlungsteams gelernt hat, mit seiner Krankheit umzugehen und wie er Schritt für Schritt den Weg zurück in die Gesellschaft jenseits der Mauern geschafft hat – in ein ganz normales Leben ohne Gewalttaten.

Forensische Patientinnen und Patienten sind Menschen, die in speziellen Kliniken untergebracht werden, weil sie aufgrund einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung straffällig geworden, jedoch nur eingeschränkt oder gar nicht schuldfähig sind. Der Landschaftsverband Rheinland verfügt über ein Netzwerk von Spezialeinrichtungen für den Maßregelvollzug. An sieben Standorten mit unterschiedlichen Behandlungsschwerpunkten werden rund 1500 psychisch kranke Straftäterinnen und Straftäter therapiert.



Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Karin Knöbelspies
LVR-Fachbereich Kommunikation
Landschaftsverband Rheinland
Telefon: 0221 809-7714
E-Mail: karin.knoebelspies@lvr.de

Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 22.000 Beschäftigten für die 9,8 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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