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13. August 2019 | Jugend
Städtepartnerschaft gegen das Vergessen
Stadt Moers und Sant Anna di Stazzema schließen Städtepartnerschaft / Anlass ist 75-Jährige Gedenkfeier an Massaker von 1944 in St. Anna / Jugendbegegnungen fördern Freundschaft bereits seit 2008

Moers/St. Anna di Stazzema (Italien). 13. August 2019. 75 Jahre nach dem schrecklichen Massaker in Sant Anna di Stazzema, das von SS-Soldaten verübt wurde, schlossen die italienische Kleinstadt und die Stadt Moers gestern offiziell eine Partnerschaft. Eine Gedenkfeier am Montag, 12. August 2019, erinnerte an die Opfer des NS-Regimes von 1944. Daran nahmen unter anderem der Außenminister Italiens, Enzo Moavero Milanesi, der Bürgermeister der Stadt Moers, Christoph Fleischhauer, Astrid Natus-Can, Vorsitzende des Landesjugendhilfeausschusses Rheinland, und Lorenz Bahr, LVR-Jugenddezernent, teil.

Geburtsstunde der Städtefreundschaft ist die 2008 erstmalig stattgefundene Austauschfahrt mit deutschen und italienischen Jugendlichen, für die sich der gemeinnützige Verein sci:moers zusammen mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) seitdem einsetzt. Durch die jährlichen Jugendbegegnungen entstand die Städtefreundschaft in den vergangenen elf Jahren. Ziel des Programms: Bildungsbenachteiligte Jugendliche sollen mit anderen jungen Menschen aus europäischen Ländern in Kontakt kommen und Erinnerungsorte bewahren, an denen in der NS-Zeit Verbrechen begangen wurden. Während ihres Aufenthaltes arbeiten die Jugendlichen ganz konkret daran mit, dass die Verbrechen des Dritten Reiches nicht in Vergessenheit geraten.

„Ich freue mich, dass die gemeinsame Jugendarbeit des LVR und der Stadt St. Anna zu solch‘ einem deutlichen Signal gegen die Verbrechen des NS-Regimes und für einen toleranten, lebendigen Austausch zweier Kulturen geworden ist. Die offizielle Städtepartnerschaft ist ein großer Gewinn für alle Beteiligten und zeigt, wie wichtig der Austausch und der Dialog sind“, so Astrid Natus-Can, Vorsitzende des Landesjugendhilfeausschusses Rheinland.

„Die Städtepartnerschaft ist eine ganz besondere, an der man erkennen kann, dass aus einem furchtbaren Ereignis nach Jahren etwas Gutes entstehen kann. Die Jugendarbeit zwischen den Städten hat grundlegend dazu beigetragen, dass so eine enge Beziehung zwischen den Gemeinden entstehen konnte“, ergänzte Christoph Fleischhauer, Bürgermeister der Stadt Moers.

Ihre Ansprechpersonen für redaktionelle Fragen:

Beim LVR:
Mariessa Radermacher
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel. 0221 809-7764
mariessa.radermacher@lvr.de

Bei der Stadt Moers:
Klaus Janczyk
Pressesprecher der Stadt Moers
Tel. 0 28 41 / 201-336
klaus.janczyk@moers.de

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Fünf Personen stehen draußen nebeneinander. Die Beteiligten bei der offiziellen Schließung der Städtepartnerschaft zwischen St. Anna und der Stadt Moers (v.l.): Lorenz Bahr (LVR-Jugenddezernent), Christoph Fleischhauer (Bürgermeister Moers), Maurizio Verona (Bürgermeister Stazzema), Astrid Natus-Can (Vorsitzende des Landesjugendhilfeausschusses Rheinland) und Viktor Elbling (Deutscher Botschafter in Italien). Foto: Landschaftsverband Rheinland
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Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 22.000 Beschäftigten für die 9,8 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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