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28. August 2019 | Jugend
75 Jahre nach dem Massaker: Fahrt nach Maillé gegen das Vergessen
Gedenkfeier zum Massaker im französischen Maillé vor 75 Jahren / LVR unterstützt seit 2010 Jugendfahrten nach Frankreich

Köln/Maillé (Frankreich). 28. August 2019. Am 25. August 1944 verübten deutsche SS-Truppen ein Massaker im französischen Dorf Maillé. 124 Bewohner und Bewohnerinnen wurden ermordet, sämtliche Häuser der Ortschaft zerstört. Anlässlich des 75. Jahrestages dieser schrecklichen Tat reiste Detlef Busch vom Jugendhilfeträger alpha e.V. und Klaus Nörtershäuser vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) am vergangenen Wochenende nach Frankreich, um dort im Beisein des Bürgermeisters von Maillé, Bernard Eliaume, und Serge Martin, einem Überlebendem und Vorsitzender des Opferverbandes, den Opfern des Massakers zu gedenken.

Um die Erinnerung an die Gräuel der nationalsozialistischen Herrschaft in der jungen Generation aufrecht zu erhalten, unterstützt der LVR seit 2008 Jugendfahrten zu verschiedenen Orten von besonders grausamen NS-Verbrechen. Die Fahrten nach Maillé organisiert der LVR zusammen mit der Jugendwerkstatt alpha e.V. seit 2010. Dort haben seitdem französische und deutsche Jugendliche viel bewegt: Die Verschönerung eines Erinnerungsweges zur Geschichte der Demarkationslinie zwischen dem besetzten Frankreich und Vichy-Frankreich, das Erstellen von Picknickbänken mit Tischen für die Gedenkstätte sowie Wanderwegmarkierungen, die Pilger auf dem Jakobsweg dazu animieren sollen, das „Haus der Erinnerung“ in Maillé zu besuchen.

Ziel des Programms ist es, bildungsbenachteiligte Jugendliche mit anderen jungen Menschen aus europäischen Ländern in Kontakt zu bringen und Erinnerungsorte zu bewahren, an denen in der NS-Zeit Verbrechen begangen wurden. Während ihres Aufenthaltes arbeiten die Jugendlichen ganz konkret daran mit, dass die Verbrechen des Dritten Reiches nicht in Vergessenheit geraten.

„Es ist wichtig, die Erinnerung an diese Verbrechen aufrecht zu erhalten, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Dass Jugendliche aus verschiedenen Kulturen die Chance bekommen, konkret zusammen daran mitzuwirken, freut mich sehr“, so Klaus Nörtershäuser, Teamleitung der Fachberatung Jugendförderung im LVR.

Ihre Ansprechpartnerin für redaktionelle Fragen:
Mariessa Radermacher
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel. 0221 809-7764
Mariessa.radermacher@lvr.de

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vier Männer stehen vor einer Glastür v.l.n.r.: Detlef Busch (Jugendhilfeträger alpha e.V.), Serge Martin (Überlebender und Vorsitzender des Opferverbandes), Bernard Eliaume (Bürgermeister von Maillé) und Klaus Nörtershäuser (LVR). Foto: LVR
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Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 21.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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