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27. September 2019 | Kultur
Gemeinsamer Nutzungsvertrag für das MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln
Rat und Landschaftsausschuss beschließen Nutzungsvertrag

Köln. 27. September 2019. Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 26. September 2019, den gemeinsamen Nutzungsvertrag für das MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln beschlossen. Der Vertrag unterstreicht die seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Stadt Köln mit ihren jeweiligen Fachdisziplinen. Das ergänzende Vertragswerk entspricht dem beiderseitigen Wunsch, die Verantwortungen beim späteren Betrieb frühzeitig vertraglich zu konkretisieren; dies war bereits im ursprünglichen Rahmenvertrag aus 2013 mit Weitblick so festgelegt worden.

Mehrere Regelungen, etwa hinsichtlich der Bewachung und der Übergabe des Gebäudes, wurden juristisch nachjustiert. Es handelte sich hierbei konkret um die Personalkosten des besonders ausgebildeten Sicherheitspersonals an den Museumseingängen und in der Sicherheitszentrale, das durch gestiegene Sicherheitsanforderungen notwendig wurde. Hier konnten die Verwaltungsspitzen von Stadt und LVR, Oberbürgermeisterin Henriette Reker und LVR-Direktorin Ulrike Lubek, in mehreren persönlichen Gesprächen eine Einigung und damit den Durchbruch bei den Verhandlungen herbeiführen.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Ich finde gut, dass wir bei den juristischen Detailfragen Konsens erzielen konnten. Nun freue ich mich auf das Museumsgebäude, das mit seiner besonderen Architektur ein weiteres Highlight in der Kölner Innenstadt sein wird. Das MiQua wird ein weiterer Magnet entlang der Via Culturalis sein und uns allen noch viel Freude bereiten.“

„Mit dem gemeinsamen Nutzungsvertrag ist ein wichtiger Meilenstein gesetzt, um das Projekt MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier in Köln mit verbindlichen Rahmenbedingungen erfolgreich zu realisieren“, unterstrich LVR-Direktorin Ulrike Lubek. „Ein eindrucksvolles Zeugnis dessen, was die Menschen künftig im neuen MiQua erwartet, ist derzeit in der gerade eröffneten Ausstellung ‚Amsterdam Machsor – Ein Schatz kehrt heim‘ im Wallraf-Richartz-Museum zu sehen. Es zeigt das erste Exponat unseres LVR-Museums und ist das Ergebnis einer gelungenen Kooperation.“

Ebenfalls abschließend geklärt wurde die Frage, ob der Nutzungsbeginn durch den LVR vor oder nach dem sechsmonatigen Testbetrieb erfolgt. Hier einigten sich die Verhandlungspartner darauf, dass die Nutzung des Museumsneubaus durch den LVR mit dem Tag der Übergabe beginnt. Nach der Übergabe schließt sich ein sechsmonatiger Testbetrieb an. Zweck dieser Testphase ist die Einregulierung der klimatischen Verhältnisse innerhalb des Museums mit seinen großflächigen archäologischen Bodendenkmälern, das Einstudieren von Arbeitsabläufen und die Überprüfung sämtlicher Funktionalitäten von der Haus- bis zur Ausstellungstechnik.

Nachdem der Landschaftsausschuss bereits im Mai den Nutzungsvertrag bestätigt hatte, gab nun auch der Rat der Stadt Köln seine Zustimmung. Die jetzt erfolgte Vertragsunterzeichnung zeigt den hohen kooperativen Geist dieses gemeinsamen Museumsprojektes zwischen der Stadt Köln und dem LVR.

Mit der Anlieferung und Montage der ersten Rautentragwerke für die Fassade wächst das MiQua seit September 2019 auch in der Höhe. Nach diesen Stahlbauarbeiten, die bis ins Jahr 2020 dauern werden, folgen die Zimmermann- und Dachabdichtungsarbeiten sowie die abschließende Montage der Natursteinfassade. Die noch offenen Stahlelemente der Fassade werden abschließend mit Glaspaneelen sowie Bruch- und Natursteinen verschlossen. Nach der langen Zeit der Grabungen und Gründungsarbeiten für das Baufeld des MiQua werden zudem weiter die den Stahlbau umgebenden Deckenfelder betoniert. Parallel werden darüber hinaus, aber nur unterirdisch sichtbar, in einem aufwändigen Sandabsaugungsverfahren 14.000 Tonnen Sand und Schotter wieder entfernt, die die Bodendenkmäler vor dem schweren Baugerät geschützt haben. Nach und nach werden die archäologischen Bodendenkmäler wieder freigelegt und zur Betrachtung entlang des Ausstellungsparcours vorbereitet.

Zum MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln

Vor dem Historischen Rathaus entsteht das MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln gleichsam als Hülle über einigen der bedeutendsten Funde der Kölner Stadtgeschichte, die Teil der Ausstellung werden. Nach einem Entwurf des Büros Wandel Lorch Architekten aus Saarbrücken entsteht der oberirdische Bau als hallenartiger Schutzbau über dem Grabungsfeld der städtischen Archäologinnen und Archäologen, um dieses so weit wie möglich zu schonen. Das Rautentragwerk aus Stahl ist eine besondere Konstruktion, die es ermöglicht, dass das Gebäude auf wenigen Stützen an den Gebäudeaußenkanten sowie einem vertikalen Erschließungskern lagern kann. Die Statik sichern 393 Bohrpfähle, die zuvor in das Erdreich getrieben wurden und die als Stützen für das Museum, die Deckenplatte der Ausstellung und das betonierte Haupttragwerk, den sogenannten Ringbalken, dienen.

Nach seiner Eröffnung wird das MiQua mit dem Praetorium und dem mittelalterlichen jüdischen Viertel sowie dem Goldschmiedeviertel in einem 600 Meter langen Parcours mehr als 2.000 Jahre Kölner Geschichte barrierefrei erlebbar machen. Bauherrin des rund 77 Millionen Euro teuren Museums ist die Stadt Köln, betreiben wird es der LVR.

Weitere Informationen zum MiQua gibt es unter:

http://www.stadt-koeln.de/service/adressen/archaeologische-zone-museumsneubau-miqua-lvr-juedisches-museum-im-archaeologischen-quartier-koeln und

https://miqua.blog/

Pressekontakt:

Birgit Ströter
LVR-Fachbereich Kommunikation
Telefon: 02 21 - 809 - 77 11
birgit.stroeter@lvr.de

Simone Winkelhog
Presseamt Stadt Köln
Telefon: 0221/221-25942
simone.winkelhog@stadt-koeln.de

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Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 21.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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