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10. November 2015 | Kliniken+HPH
Gute stationäre Versorgung für junge psychisch kranke Menschen ist unverzichtbar
Neues Stationsgebäude des LVR-Klinikums Düsseldorf eröffnet / 52 Betten verbessern Versorgung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen in Düsseldorf und Kreis Mettmann

Düsseldorf. 10. November 2015. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat heute am LVR-Klinikum Düsseldorf ein neues Stationsgebäude für den Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie eröffnet. 52 Betten auf fünf Stationen stehen nun in dem neuen Gebäudekomplex auf 5.390 Quadratmetern Grundfläche, verteilt auf drei Geschosse, zur Verfügung. Die hell und großzügig angelegten Räumlichkeiten stellen einen bedeutenden Fortschritt hinsichtlich der Versorgung von jungen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen dar. Das Einzugsgebiet (Pflichtversorgung) der Abteilung umfasst das Stadtgebiet Düsseldorf und den Kreis Mettmann. Für das Projekt hat der LVR in einem Investitionsprogramm rund 12,4 Millionen Euro eingeplant.

Gruppe von Menschen
Eröffneten den Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am LVR-Klinikum Düsseldorf (v.l.n.r.):
Detlef Althoff (LVR-Fachbereichsleiter Gebäude- und Liegenschaftsmanagement), Reiner Limbach (Erster Landesrat des LVR), Prof. Dr. Wolfgang Gaebel (Ärztlicher Direktor), Norbert Nowak (Pflegedienstleiter), Thomas Geisel (Oberbürgermeister Stadt Düsseldorf), Ilona Schäfer (Stellvertretende Vorsitzende des Krankenhausausschusses 2 der Landschaftsversammlung) sowie Chefärztin Dr. Gudrun Strauer. Foto: Rainer Hotz / LVR

Martina Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer Hilfen, erklärte anlässlich der Eröffnung: „Je nach Region müssen junge Menschen bis zu sechs Monate auf einen Behandlungsplatz warten. Das ist eine zu lange Zeit im Leben eines jungen Menschen!“ Bei einer hohen Auslastung von nahezu 100 Prozent stünden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Psychiatrien unter einem großen Leistungs- und Erfolgsdruck und bräuchten bestmögliche Rahmenbedingungen, so Wenzel-Jankowski. Der LVR habe in den letzten Jahren acht Neubauprojekte im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie (Bonn, Essen, Heinsberg, Hilden, Moers, Mülheim, Oberhausen und Viersen) geplant oder bereits umgesetzt. „Wir nehmen unsere Aufgabe bei der Weiterentwicklung der Hilfen für junge psychisch kranke Menschen sehr ernst. Nur so können jetzt und in Zukunft Behandlung und Therapie in bestmöglicher Qualität angeboten werden“, unterstrich die LVR-Dezernentin.

Wie wichtig eine gute stationäre Versorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist, stellte auch Ilona Schäfer, stellvertretende Vorsitzende des zuständigen Krankenhausausschusses 2, heraus: „Die tagesklinische Therapie ist ein hilfreiches Angebot für bestimmte Zielgruppen, aber sie stellt keinen Ersatz für eine wohnortnahe vollstationäre Versorgung dar. Das zeigen uns die Fallzahlen der hiesigen Kinder- und Jugendpsychiatrie eindrücklich. Eine gute stationäre Versorgung ist daher auch weiterhin unverzichtbar.“

Prof. Dr. med. Wolfgang Gaebel, Ärztlicher Direktor des LVR-Klinikums Düsseldorf betonte, dass der Neubau dem LVR-Klinikum die dringend benötigte Kapazitätserweiterung bieten würde, um den steigenden Bedarf im Kinder-und Jugendpsychiatrischen Bereich abdecken zu können. „Die bisherige Unterbringung der Kinder- und Jugendpsychiatrie entsprach nicht mehr den Anforderungen an ein zeitgemäßes vollstationäres Angebot“, ergänzte Gaebel. „Der Neubau bietet den Therapeutinnen und Therapeuten die notwendigen räumlichen Bedingungen für die individuelle psychiatrisch-psychotherapeutische Arbeit und die für Kinder und Jugendliche erforderlichen Schutz- und Schonräume.“

Das neue dreigeschossige Stationsgebäude wird auch architektonisch einer modernen Psychiatrie gerecht: Das Gebäude ist als winkelförmiger Baukörper, der einen gärtnerisch angelegten Außenbereich umschließt, konzipiert und bietet großzügige Flurzonen als Wohn- und Aufenthaltsbereiche. Helligkeit und Transparenz sollen die Therapieerfolge der jungen Menschen bestmöglich unterstützen. Die Planung und Ausführung des Neubaus verantworte das Architekturbüro hks aus Aachen. Der Neubau ist ein erster Schritt in der weiteren Entwicklung des LVR-Klinikums Düsseldorf. Gerade begonnen haben die Arbeiten am Bau des DTFZ, des neuen Diagnose-, Therapie- und Forschungszentrums des LVR-Klinikums. Die Neustrukturierung des Klinikums, die 2018 abgeschlossen sein soll, wird zu einer Optimierung in Diagnostik, Behandlung und Unterbringung der Patientinnen und Patienten auf modernstem Niveau führen.

Fakten zum psychiatrischen Neubaukomplex:

Planungsbüro: hks Aachen
Baubeginn: 19.08.2013
Eröffnung: 10. November 2015
Energetischer Standard: Passivhausstandard
Gesamtkosten: 12,4 Millionen Euro
Nutzfläche: 2630 Quadratmeter

Ansprechpartnerin für redaktionelle Rückfragen:

Landschaftsverband Rheinland
LVR-Fachbereich Kommunikation
Katharina Landorff
Tel 0221 - 809-2527
E-Mail: katharina.landorff@lvr.de

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Gruppe von Menschen Eröffnung des Neubaus der Kinder- und Jugendpsychiatrie Düsseldorf. Foto: Rainer Hotz / LVR
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klatschende Menschen Ein Teil des Publikums bei der Eröffnung der Kinder- und Jugendpsychiatrie Düsseldorf. Foto: Rainer Hotz / LVR
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Foto von Gebäude Der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Düsseldorf. Foto: LVR
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Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 20.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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