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25. Februar 2016 | Kultur
Gedenk- und Erinnerungsort nimmt Form an
Vorstellung des Jury-Entwurfs im heutigen Kulturausschuss / Einbeziehung der örtlichen Schulen

Köln./Kreis Viersen. 25. Februar 2016. Mit einem empfehlenden Beschluss hat sich der Kulturausschuss in seiner Sitzung über das Wettbewerbsergebnis zur Gestaltung des Gedenk- und Erinnerungsortes Waldniel-Hostert informiert. Der Entwurf des Duos Katharina Struber und Klaus Gruber aus Wien hat sich im Rahmen eines Wettbewerbes gegen sieben andere Entwürfe durchgesetzt.

Auf dem Gelände der Provinzial Heil und Pflegeanstalt Süchteln-Johannistal, dessen Eigentümerin die Rheinprovinz war, soll künftig durch den neu gestalteten Ort der Kinder gedacht werden, die in der dortigen „Kinderfachabteilung Waldniel“ während der NS-Zeit aufgrund ihrer körperlichen oder geistigen Behinderung umgebracht wurden.

Der Entwurf sieht vor, dass zwei Elemente den Ort strukturieren und von der Straße abschirmen. Drei bunte Alugusskugeln, die mit Jugendlichen der Europaschule gestaltet werden, verteilen sich auf dem Gelände und sollen an das freie Spiel der Kinder erinnern und so die Grausamkeit des Geschehens deutlich machen. Auf dem zweiten Element werden rund 600 Messingplättchen mit den Namen der Menschen angebracht, die hier ermordet wurden.

„Ausschlaggebend für den prämierten Entwurf war das architektonisch-künstlerische Konzept, dass zudem die Zusammenarbeit mit den Schulen der Umgebung mit berücksichtigt. Er fügt sich einfühlsam und behutsam in die wechselvolle Geschichte des Ortes“, so Milena Karabaic, LVR-Dezernentin Kultur und Landschaftliche Kulturpflege. Der Entwurf durchläuft nun zunächst diverse LVR-Gremien; den endgültigen Beschluss trifft der Landschaftsausschuss spätestens im Juli.

Mit den vor Ort engagierten Menschen in der Gedenkarbeit steht der LVR im engen Austausch und bezieht sie in die Planungen mit ein. So haben auch einige als Jurymitglieder die Entwürfe begutachtet.

„Mit diesem Vorhaben setzt der LVR einen weiteren Meilenstein in dem bereits seit vielen Jahren andauernden Bemühen um die Aufarbeitung seiner eigenen Geschichte“, unterstrich Prof. Dr. Jürgen Rolle (SPD/Rhein-Erft-Kreis), Vorsitzender des Kulturausschusses.

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Pressekontakt:
Birgit Ströter
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel: 02 21 – 809 – 77 11

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Über den LVR:

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