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29. August 2016 | Soziales
LVR unterstützte mit mehr als 820.000 Euro die Beschäftigung behinderter Menschen in Solingen
LVR-Integrationsamt veröffentlicht Jahresbericht 2015/2016 / Finanzielle Unterstützung an Arbeitgeber und schwerbehinderte Menschen in 259 Fällen / Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze im Fokus

Solingen, 29. August 2016. Das Integrationsamt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und die rheinische Fachstelle für behinderte Menschen im Arbeitsleben haben im Jahr 2015 in Solingen mit mehr als 820.000 Euro (Vorjahr: 550.000) Menschen mit Behinderung und ihre Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber unterstützt. Damit hat die finanzielle Förderung in 259 Fällen Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap geschaffen oder gesichert. Der Arbeitsagenturbezirk Solingen-Wuppertal erreichte im Erhebungsjahr 2014 eine Beschäftigungsquote von 5,3 Prozent und liegt damit über dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert von fünf Prozent. 2015 lebten in Solingen 17.543 Menschen mit einer Schwerbehinderung. Dies geht aus dem Jahresbericht 2015/2016 hervor, den das LVR-Integrationsamt nun veröffentlicht hat.

Rheinlandweit hat der LVR mit 49,7 Millionen Euro (Vorjahr: 47,6) die Beschäftigung schwerbehinderter und gleichgestellter Menschen unterstützt. 1.348 Menschen mit Behinderung (Vorjahr: 1.156) ist die Tätigkeit auf einem sozialversicherungspflichtigen und tarif- bzw. branchenüblich entlohnten Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht worden. In 12.425 Fällen (Vorjahr: 11.575) leisteten das LVR-Integrationsamt und die rheinischen Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben finanzielle Leistungen an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen.

„2015 war ein positives Jahr, wenn man den Bericht des LVR-Integrationsamtes und seine Zahlen betrachtet“, stellt Prof. Dr. Angela Faber, LVR-Dezernentin für Schulen und Integration, fest. „Die Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung ist im Rheinland auf 5,4 Prozent gestiegen; es wurden rund 6.000 schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen mehr als im Vorjahr bei beschäftigungspflichtigen Arbeitgebern beschäftigt. Die steigende Akzeptanz der Arbeitgeber wirkt sich hier positiv aus. Fast 26 Prozent der Arbeitgeber im Rheinland erfüllen ihre Beschäftigungsquote“, so Faber weiter.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des LVR-Integrationsamtes war in 2015 die Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze. Private und öffentliche Arbeitgeber haben Zuschüsse zu den Investitionskosten von über 300 neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen in Höhe von fast drei Millionen Euro erhalten. Insgesamt 130 neue Arbeitsplätze sind in Integrationsprojekten entstanden, zehn Projekte wurden neu gegründet. Zudem sind rund 1,4 Millionen Euro für rein investive Maßnahmen zur Schaffung von behinderungsgerechten Arbeitsplätzen an Integrationsprojekte geflossen.

Die künftigen Herausforderungen sieht Christoph Beyer, Leiter des LVR-Integrationsamtes, vor allem durch die kommenden Arbeitsplatzanforderungen in der Industrie 4.0: „In ein paar Jahren werden mehr Maschinen miteinander kommunizieren als Menschen. Für Menschen mit und ohne Behinderung kann die technische Entwicklung Vorteile wie Nachteile bringen. Fest steht, dass sich neue Möglichkeiten zur individuellen Unterstützung für Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben eröffnen. Das LVR-Integrationsamt begleitet diesen Wandel in der Arbeitswelt sehr eng und mit dem erforderlichen Fachwissen. Es steht sowohl den Menschen mit Behinderung als auch ihren Arbeitgebern als verlässlicher Ansprechpartner zur Verfügung.“

Im Rheinland leben fast 926.000 Personen mit einer Schwerbehinderung – rund 7.000 mehr als bei der letzten Erhebung im Jahr 2013. Rund 90 Prozent der schwerbehinderten Menschen im Rheinland sind älter als 45 Jahre. Den höchsten Anteil der schwerbehinderten Menschen an der erwerbstätigen Bevölkerung hat die Altersgruppe der 45- bis 55-Jährigen mit fast zwölf Prozent.

Der Jahresbericht 2015/2016 des LVR-Integrationsamtes ist als Broschüre oder als PDF-Datei im Internet kostenlos erhältlich: www.publikationen.lvr.de

Das LVR-Integrationsamt…

…ist für einen Großteil der Aufgaben der beruflichen Teilhabe schwerbehinderter und gleichgestellter Männer und Frauen zuständig und führt diese in enger Zusammenarbeit mit den 38 rheinischen Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben durch. Schwerpunkte sind die Beratung von Arbeitgebern und schwerbehinderten Menschen bei der richtigen Arbeitsplatzauswahl sowie die behindertengerechte Gestaltung von bestehenden Arbeitsplätzen sowie deren finanzielle Förderung. Darüber hinaus initiiert das LVR-Integrationsamt auch regionale Arbeitsmarktprogramme. Alle Leistungen werden ausschließlich aus den Mitteln der Ausgleichsabgabe finanziert. Diese wird von Arbeitgebern erhoben, die der Beschäftigungspflicht nicht oder nicht vollständig nachkommen.


Ihr Ansprechpartner:

Landschaftsverband Rheinland
LVR-Fachbereich Kommunikation
Michael Sturmberg
Tel 0221 809-7084
Fax 0221 8284-4598
Mail michael.sturmberg@lvr.de

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Aktuelle Informationen des LVR zum Coronavirus finden Sie auf unserer Sonderseite www.lvr.de/corona
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Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 20.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, vier Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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