Sollte diese E-Mail nicht richtig dargestellt werden, klicken Sie bitte hier.
Bildtext
 
 
 
01. Januar 2017
Winterzeit schöne Zeit
Der Winter bringt uns nicht nur Matsch und Erkältungen, sondern verwandelt unsere rheinische Kulturlandschaft mit etwas Glück in ein Wintermärchen aus Schnee und Eis. Bei trockenem und sonnigem Winterwetter lohnt es sich dann auch, den Fuß mal wieder vor die Tür zu setzen und die Umgebung in ihrem Winterkleid mit Hilfe der neuen LVR-KuLaDig-App zu erkunden. Denen, die lieber drinnen bleiben, sei ebenfalls LVR-KuLaDig ans Herz gelegt – mit dem Informationsportal lässt sich das Rheinland ganz einfach vom warmen Wohnzimmer aus erleben. Wer dazu noch etwas Aufregung sucht, kann sich zum Beispiel auf eine digitale Reise zu Schauplätzen der Krimireihe "Tatort" im Rheinland begeben.
Alles auf einen Blick
LVR-KuLaDig jetzt auch als App für Android und iOS verfügbar!
Publikation Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln
Tagungsbericht: „Historische Kulturlandschaft im Kontext der Landes- und Regionalplanung – Standort und Perspektiven“
KuLaCaching – Digitale Schatzsuche im Bergischen
Der Europäische Gartenpreis 2016 geht an…
KuLaDig – Tatorte in der Kulturlandschaft
Terminankündigung: 10. Forum für Naturschutz und Kulturlandschaft am 15.03.2017
LVR-KuLaDig jetzt auch als App für Android und iOS verfügbar!
Eine Vorschau der KuLaDig-App. Eine Karte auf der mehrere, kulturlandschaftlich interessante Objekte verzeichnet sind.
Die LVR-KuLaDig-App (Bild: Landschaftsverband Rheinland, 2016).

LVR-KuLaDig, das bewährte Informationssystem für alle, die sich über das landschaftliche kulturelle Erbe informieren wollen, ist jetzt auch als App für mobile Endgeräte verfügbar. Damit können Sie jetzt vor Ort kulturhistorische Informationen abrufen und sich die präsentierten Objekte direkt anschauen. Neben der App steht KuLaDig natürlich auch weiterhin als Web-Anwendung zur Verfügung. Der Datenbestand wird ständig erweitert, sodass es sich immer wieder aufs Neue lohnt, hineinzuschauen. Zurzeit liegt der Schwerpunkt der Daten im Rheinland.

Einige Kernfunktionen der App:

  • Standortabfrage über GPS
  • Verortung der Objekte durch eine Geometrie
  • Vorschau auf viele Objekte durch Fotos
  • Erläuterungen zur Geschichte der Objekte
  • Verweise auf ähnliche oder in Zusammenhang stehende Objekte
  • Objektsuche über Karte oder Suchmaske
  • Übernahme von Suchergebnissen in eine Favoritenliste
  • Themenspezifische Suchergebnisanzeige (Filter)
  • Listenansicht mit Entfernungsangabe von Objekten zum Standort
  • Übergabe der Objektkoordinaten an eine auf Ihrem Endgerät vorinstallierte Navigationsapp

Hier können Sie die App herunterladen:

Für Android

Für iOS

Publikation Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln
Übergabe des Fachbeitrags Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln von LVR-Direktorin Ulrike Lubek (rechts) an die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken (links) im Oktober 2016 (Foto: Freia Johannsen, 2016).

Am 24.10.2016 überreichte LVR-Direktorin Ulrike Lubek der Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken den Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Dieser stellt neben den Fachbeiträgen Ruhr und Düsseldorf eine wichtige Planungsgrundlage für die Neuaufstellung der Regionalpläne auf Ebene der Bezirksregierungen innerhalb des Zuständigkeitsbereiches des LVR dar. Das Gutachten wurde von mehreren Kolleginnen und Kollegen der LVR-Ämter für Denkmalpflege und Bodendenkmalpflege im Rheinland und der LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege mit Unterstützung durch die Archäologische Bodendenkmalpflege der Stadt Köln erarbeitet.

Diese nahmen die historische Kulturlandschaft sowie die Bau- und Bodendenkmäler im Regierungsbezirk Köln in den Fokus und grenzten die für die Region historisch bedeutsamen Kulturlandschaftsbereiche ab. Mit dem Konzept der Erhaltenden Kulturlandschaftsentwicklung verfolgt das Land NRW das Ziel, die Vielfalt seiner Kulturlandschaften und das kulturlandschaftliche Erbe zu schützen und weiterzuentwickeln. Dieser Fachbeitrag bildet nun die Basis für das neu zu konzipierende Thema der Kulturlandschaftsentwicklung im Regionalplan und stellt eine wertvolle Grundlage für andere raumwirksame Planungs- und Genehmigungsverfahren dar. Die Herausforderung für die Planung besteht nun darin, die Bedürfnisse der Gegenwart mit dem wertvollen landschaftlichen Kulturerbe abzuwägen.

Tagungsbericht: „Historische Kulturlandschaft im Kontext der Landes- und Regionalplanung – Standort und Perspektiven“

Rund 90 Interessierte folgten der Einladung des Landschaftsverbandes Rheinland zur Tagung „Historische Kulturlandschaft im Kontext der Landes- und Regionalplanung – Standort und Perspektiven“ am 22.11.2016 nach Köln. Mit dem Grundlagenvortrag zum Landschaftsbegriff erfolgte gleichzeitig der Appell, den vielfach negativ konnotierten urbanen und suburbanen Raum nicht als kulturlandschaftsfrei abzustempeln und zu vernachlässigen.

Anschließend gab es einen Überblick über die Fachbeiträge Kulturlandschaft zum Landesentwicklungsplan NRW sowie die Regionalpläne Düsseldorf und Ruhr, die teilweise in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Regionalverband Ruhr entstanden. Es folgte ein vertiefender Einblick in die Arbeitsmethodik des jüngst publizierten Fachbeitrags Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln anhand ausgewählter Beispiele. In den weiteren Vorträgen wurden Fallbeispiele aus der Raumplanung vorgestellt, die den Umgang mit Kulturlandschaftselementen im Rahmen von Flächennutzungsplanungen, bei Planungen für Windkraftanlagen sowie Planungen im Bereich von UNESCO-Welterbestätten aufzeigten. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit Planungsbeispielen aus Bayern und der Schweiz.

Die abschließende Diskussion machte deutlich, dass Kulturlandschaft als wertvolle Ressource unseres Lebensumfeldes auf allen Planungsebenen berücksichtigt werden muss, um sie umfassend erhalten und in Wert setzen zu können. Erste Ansätze hierzu sind zwar mit den Fachbeiträgen zur Landesentwicklungsplanung und Regionalplanung vorhanden; jedoch ist die konkrete Berücksichtigung kulturlandschaftlicher Belange und Ziele auf den verschiedenen Ebenen der Raumordnung noch ungewiss. Die Ratifizierung der Europäischen Landschaftskonvention durch Deutschland wäre jedenfalls ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

KuLaCaching – Digitale Schatzsuche im Bergischen

Das vom LVR geförderte und von der Biologischen Station Rhein-Berg durchgeführte Projekt "KuLaCaching - Digitale Schatzsuche im Bergischen" hat das Ziel, mit Hilfe von Geocaching Naturerleben sowie Wissen über Natur- und Kulturlandschaft im Bergischen Land zu vermitteln. Außerdem sollen auf regionaler Ebene Konflikte ausfindig gemacht und Lösungsansätze zusammen mit den Akteuren gefunden werden.

Im Projektzeitraum 01/2016 - 12/2016 wurden im Rahmen des Projekts Geocaches, sogenannte "KuLaCaches", im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis erstellt, die Informationen über kulturlandschaftlich interessante Objekte bieten. Diese KuLaCaches sind mit dem digitalen Informationssystem LVR-KuLaDig (Kultur. Landschaft. Digital) verknüpft. Durch die Einbindung des Portals werden Geocacher und Geocacherinnen nicht nur zu interessanten Orten geführt, sondern bekommen über QR-Codes, die mit einem Smartphone gescannt werden können, weiterführende Informationen über kulturlandschaftliche Objekte in der Nähe der Caches.

Die KuLaCaches sind im Dezember auf der weltweit größten Geocaching-Plattform geocaching.com veröffentlicht worden. Um die Geocache-Beschreibung einsehen zu können, ist vorher eine kostenlose Registrierung notwendig.

Die KuLaChaches finden Sie hier.

Der Europäische Gartenpreis 2016 geht an…
Von einer Mauer umfasster Bereich eines Parks. In der Mitte befinden sich wellenförmige Hecken. Im Hintergrund Parklandschaft. Innerhalb des eingegrenzten Bereichs sitzt ein Mann auf einer Bank.
Sinter-Gärten im Emscher Landschaftspark (Foto: Ingelore Pohl/ Christian Grüßen, 2016).

Am 9. September 2016 wurde in Schloss Dyck (Jüchen) der Europäische Gartenpreis des EGHN und der Stiftung Schloss Dyck mit Unterstützung der Baumschule Lorenz von Ehren verliehen, nachdem eine international besetzte Jury aus England, Schweden, Italien und Deutschland nunmehr zum siebten Mal aus einer Vielzahl von Nominierungen die Gewinner in vier Kategorien benannte. In der Kategorie „Großräumiges Grünkonzept“ konnte der Emscher Landschaftspark im Ruhrgebiet überzeugen:

Der Emscher Landschaftspark, mit dem „Vorgänger“ IBA Emscher-Park, hat Landschaftsarchitektur und Städtebau in herausragender Qualität möglich gemacht und ist auf dem Weg zu einem erfolgreichen ökonomischen, ökologischen und sozialen Strukturwandel der Region von ausschlaggebender Bedeutung.

Es ist insbesondere die Mischung verschiedenster Maßnahmen, die von spektakulären Projekten wie dem Landschaftspark Duisburg Nord, über die Erhaltung und Erschließung von Ruderalflächen der Industrienatur bis hin zu den vielen Projekten im Arbeits- und Wohnumfeld reicht und sich zu einem überzeugenden und höchst attraktiven sowie wirkungsvollen Gesamtkonzept zusammenfügt.

Anders als an vielen Orten in Europa ging es beim Emscher Landschaftspark nie um die Beseitigung aller Spuren der industriellen Geschichte, sondern um die gezielte Inwertsetzung ihrer Leistungen und den Erhalt ausgewählter baulicher Strukturen. An vielen Standorten sind so Parkanlagen entstanden, die in dieser Form einzigartig sind und bleiben werden. Der Landschaftsarchitektur, Stadt- und Regionalplanung ist es gelungen, Halden zu erschließen und mit Haldenkunst zu adeln, grüne Wegeverbindungen mit oft extravaganten Brückenbauwerken zu entwickeln, rund um Relikte neue Parkanlagen zu schaffen oder eine zwar große, aber dennoch vergessene Insel zum Zentrum des nächsten angedachten Großprojektes (IGA 2027) werden zu lassen.

Möchten Sie mehr wissen? Alle Preisträger und Gewinner in den vier Kategorien sind auf der Website des Europäischen Gartennetzwerkes unter „Europäischer Gartenpreis“ vorgestellt.

KuLaDig – Tatorte in der Kulturlandschaft
Vier Kommisare der Krimiserie Tatort stehen an einem Tisch neben einer Currywurstbude. Im Hintergund der Dom und der Rhein.
Tatort in Köln (Foto: Superbass / CC-BY-SA-3.0, 2011).

Was haben die Benediktinerabtei Brauweiler, das Bundesgästehaus auf dem Petersberg, der Hochofen 4 in Bruckhausen und die Deutzer Brücke in Köln gemeinsam? Neben ihrer Eigenschaft, unsere Kulturlandschaft hinsichtlich ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit maßgeblich zu prägen und zu bereichern, wurden sie als Drehorte oder Kulissen der beliebten Sonntagabend-Krimireihe „Tatort“ ausgewählt.

Entdecken sie unter folgendem Link historische Kulturlandschaftselemente mit ihrer wahren und „kriminellen“ Geschichte: Tatorte im Rheinland.

Und so funktioniert es: Mit Klick auf den obenstehenden Link öffnet sich die Objektgruppe „Drehort oder Kulisse eines „Tatort“-Kriminalfilms“ mit einem kurzen einführenden Text. An der rechten Bildschirmseite sind die entsprechenden zugehörigen Objekte aufgeführt. Mit Klick auf den Objektnamen öffnet sich die Objektansicht mit ausführlicheren Informationen.

Terminankündigung: 10. Forum für Naturschutz und Kulturlandschaft am 15.03.2017
Ein Vortragender neben einer Leinwand auf der eine Präsentation gezeigt wird. Mehrere Zuhörende sind von hinten zu sehen.
Grußwort von Dr. Kühn beim neunten Forum Naturschutz und Kulturlandschaft (Foto: Pia Winter, 2016).

Im November 2016 fand bereits zum neunten Mal das Forum Naturschutz und Kulturlandschaft des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege statt. Wieder einmal wurden den Teilnehmenden des Forums informative Vorträge zu aktuellen Themen des Naturschutzes und der Kulturlandschaftspflege geboten.

Drei Vertreter der Biologischen Stationen im Rheinland berichteten von laufenden Projekten und ihren Erfahrungen in der praktischen Naturschutzarbeit. Darüber hinaus stellte Dr. Klaus-Dieter Kleefeld vom LVR den aktuellen Fachbeitrag zum Regionalplan Köln vor. Dr. Ulrich Werneke vom Naturschutzzentrum im Kreis Kleve befasste sich mit der spannenden Frage „Ein See ohne Fische – geht das?“. Danach präsentierte Christian Chmela von der Biologischen Station Bonn / Rhein-Erft den Zuhörenden die Erfolge der Biologischen Station bei der Wiesenentwicklung durch regionales Saatgut „Regiosaatgut“. Jan Spiegelberg von der Biologischen Station Rhein-Berg berichtete anschließend über die Möglichkeiten zur Vermittlung von Kulturlandschaft mit Hilfe von Geocaching im Projekt „KuLaCaching“.

Das zehnte Forum für Naturschutz und Kulturlandschaft findet am 15. März 2017 um 17.30 Uhr im LVR-Horion-Haus in Köln-Deutz statt. Weitere Informationen und ein Ausblick auf die kommenden Vorträge finden sich demnächst auf der Homepage der Biologischen Stationen im Rheinland.

Noch mehr Infos zur Kulturlandschaft und den Projekten im Rheinland finden Sie auf der LVR-Homepage.

Der nächste Newsletter erscheint am 01. April 2017.

Über den LVR:

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 18.000 Beschäftigten für die 9,4 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 19 Museen und Kultureinrichtungen, drei Heilpädagogischen Netzen, vier Jugendhilfeeinrichtungen und dem Landesjugendamt erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten Politikerinnen und Politiker aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

Impressum
Landschaftsverband Rheinland
Abteilung Kulturlandschaftspflege
Leitung: Dr. Martina Gelhar
50663 Köln
martina.gelhar@lvr.de
www.lvr.de
Ihr Profil / Abmeldung
Wir senden Ihnen E-Mails nur mit Ihrem Einverständnis zu. Hier können Sie Ihr Abonnement verwalten:
Profil bearbeiten
Abonnement beenden
© 2021 Landschaftsverband Rheinland (LVR)