Als fester Bestandteil der Veranstaltungen im Frühling hat sich der Girls'Day bei LVR-InfoKom etabliert. Jedes Jahr entwickeln die dualen Studierenden des neuen Einstellungsjahrgangs einen vielseitigen Einblick in die IT für junge Schülerinnen zwischen 12 und 16 Jahren.
So gab es auch diesmal wieder ein buntes Programm. Gemeinsam mit unseren IT-Nachwuchskräften lernten die Teilnehmerinnen unter anderem das Innenleben eines Computers kennen. Aufgeteilt in Gruppen konnten sie auf spielerische Weise Rechner selbst auseinanderbauen und so verstehen, wie ein Computer arbeitet. Besonders gut funktioniert das Girls‘Day-Programm, weil es bewusst praxisnah gestaltet ist. Ohne Leistungsdruck, ohne Vorwissen und in einer geschützten Atmosphäre können Mädchen selbst ausprobieren, Fragen stellen und eigene Erfolgserlebnisse sammeln. IT wird so nicht als abstraktes Schulfach wahrgenommen, sondern als etwas Greifbares, Kreatives und Verständliches.
Der schönste Moment ist für uns jedes Jahr, wenn aus anfänglicher Zurückhaltung sichtbare Begeisterung wird. Etwa dann, wenn eine Teilnehmerin am Ende stolz erklärt, wie sie ihren Computer aufgebaut hat. Diese Aha-Momente bestärken uns darin, langfristig mehr Mädchen für die IT zu begeistern.
Impressionen des Tags
Ende der Auflistung.
Ich hätte nicht gedacht, dass Technik und Informatik so viel Spaß machen können. Besonders toll fand ich es, gemeinsam mit anderen Mädchen Computer auseinanderzubauen.
Zum Hintergrund
Der Girls'Day – Mädchenzukunftstag – ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. An diesem Tag können Schülerinnen Einblick in Berufsfelder erhalten, die Mädchen im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen. Dies betrifft vor allem den naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Im Jahr 2001 fand der erste Girls‘Day statt, initiiert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der Initiative D21. Seit 2003 beteiligt sich daran auch der LVR.
Eine Erfolgsstory
Im Jahr 2010 wurde der Boys‘Day ins Leben gerufen, an dem analog Jungs Berufe kennenlernen, in denen bislang nur wenige Männer arbeiten. Das sind vor allem Berufe aus dem sozialen, erzieherischen und pflegerischen Bereich. Über all die Jahre haben bereits über 2,6 Millionen Mädchen und rund 500.000 Jungen teilgenommen. Damit zählen Girls'Day und Boys'Day zu den größten Berufsorientierungsprojekten in Deutschland. Gleichzeitig profitieren auch Unternehmen und Institutionen von ihrem Engagement: 81 Prozent steigern ihre Bekanntheit bei jungen Menschen, 57 Prozent gewinnen potenzielle Praktikant*innen und 48 Prozent finden sogar mögliche Auszubildende.