Ausbildung

Fachpraktiker-Ausbildung

Viele Menschen mit Behinderung möchten eine Ausbildung machen.
Ein Mensch mit Behinderung möchte zum Beispiel Verkäufer werden.
Oder in einem Lager arbeiten.
Oder als Gärtner arbeiten.

Das Problem ist:
Diese Ausbildungen können zu schwer sein.

Dafür gibt es eine gute Lösung.
Es gibt diese Ausbildungen auch einfach.
Man lernt nur das, was man kann.
Man muss in der Ausbildung zum Beispiel weniger lesen.
Die wichtigen Sachen lernt man trotzdem.

Zum Beispiel lernt man:

  • den Käse am Käsestand richtig zu schneiden.

  • den Gabelstapler zu fahren.

  • die Blumen gut zu gießen.

Diese einfache Ausbildung hat einen Namen.
Sie heißt: Fachpraktiker-Ausbildung.

Sie können Fachpraktiker-Ausbildungen in vielen Berufen machen.

Mit einer Fachpraktiker-Ausbildung können Sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten.

Eine Lehrkraft oder Referentin spricht vor einer Gruppe von Teilnehmenden in einem Unterrichts- oder Seminarraum. Die Gruppe ist vielfältig zusammengesetzt und umfasst auch eine Person im Rollstuhl.

Das sind die Schritte:

1.
Sagen Sie der Agentur für Arbeit:
Ich will eine Fachpraktiker-Ausbildung machen.
Sie brauchen die Erlaubnis der Agentur für Arbeit.

Wichtig ist:
Eine andere Ausbildung ist zu schwer für Sie.

Dann sagt die Agentur für Arbeit:
Ja, eine Fachpraktiker-Ausbildung ist gut.

2.
Sie suchen einen Ausbildungsplatz.
Vielleicht möchten Sie Gärtner werden.
Fragen Sie Freunde, Bekannte und Betreuer.
Auch die Agentur für Arbeit hilft.

Sie haben einen Ausbildungsplatz gefunden?
Das ist toll!

3.
Dann machen Sie 2 bis 3 Jahre die Ausbildung.
Sie gehen in Ihrem Betrieb arbeiten.
Und Sie lernen vieles.

4.
Am Ende machen Sie eine Prüfung.
Für die Prüfung bekommen Sie besondere Hilfen.

Zum Beispiel:

  • mehr Zeit für die Aufgaben.

  • Texte in einfacher Sprache.

  • einen Computer, der Texte vorliest.

  • einen Computer zum Schreiben.

Person zeigt auf vier Bilder mit verschiedenen Tätigkeiten: Kinderbetreuung, Singen auf der Bühne, Computerarbeit und Geschirrspülen.

Eine Sache ist noch wichtig:
Bei der Fachpraktiker-Ausbildung muss man verschiedene Anträge stellen.
Man muss die Anträge zu bestimmten Zeitpunkten stellen.
Zum Beispiel für die Hilfen in der Prüfung.

Deshalb ist es wichtig:
Man braucht einen Menschen, der sagt:
Ja, ich kenne mich mit Anträgen aus.
Ich mache das für Dich.
Oder, wir machen das zusammen.
Das kann ein Betreuer sein oder jemand anderes.

Es gibt ein Heft mit weiteren Informationen.
Das Heft ist von einem Amt.
Das Amt heißt Bundesinstitut für Berufsbildung.
Hier können Sie das Heft herunterladen.

Eine Person füllt an einem Tisch ein Formular aus. Eine zweite Person sitzt ihr gegenüber und führt ein Gespräch oder berät sie.