Betriebliches Eingliederungs-Management

Gesunde Arbeit: Diese Hilfen gibt es bei Krankheit

Sie sind bei der Arbeit häufig krank?
Und fühlen Sie sich in der Arbeit nicht gut?

Dann sollten Sie überlegen:

  • Wie könnte die Arbeit besser werden?

  • Was kann man bei der Arbeit ändern?

Vielleicht waren Sie auch lange zuhause krank.
Und jetzt geht es Ihnen besser.
Sie freuen sich wieder auf Ihre Arbeit.

Aber Sie denken:

  • Wie soll das alles klappen?

  • Ich fühle mich noch nicht wieder ganz fit.

Drei Personen sitzen zusammen. Die Person in der Mitte wirkt nachdenklich, während die beiden anderen ein Gespräch mit ihr führen und eine Hand als Zeichen der Unterstützung auf ihre Schulter legen.

Ihr Arbeitgeber hilft

Ihr Arbeitgeber kann Ihnen helfen.
Es ist normal, dass der Arbeitgeber hilft.
Der Arbeitgeber muss Ihnen sogar helfen.

Die Hilfe hat einen besonderen Namen.
Sie heißt mit schwerem Namen:
Betriebliches Eingliederungs-Management.
Der kurze Name ist: BEM.

Es gibt eine Bedingung für die Hilfe:
Sie müssen mehr als 6 Wochen krank gewesen sein in einem Jahr.
Nur dann waren Sie wirklich viel krank.
Nur dann muss der Arbeitgeber Ihnen die Hilfe anbieten.

Das Ziel der Hilfe ist
nach einer langen Krankheit:
Sie starten wieder gut in Ihrer Arbeit.
Sie starten so, wie Sie gut können.

Sie waren oft krank?
Dann ist das Ziel der Hilfe:
Sie ändern die Arbeit.
Die Arbeit muss gut für Ihre Gesundheit sein.

Drei Personen sitzen an einem Tisch und besprechen gemeinsam ein Dokument. Eine Person macht sich Notizen, während die anderen aufmerksam mitarbeiten.

Sie finden gemeinsam Lösungen

Das passiert bei einem BEM.
Das also passiert bei der Hilfe:

Sie sprechen mit Ihrem Arbeitgeber.
Sie finden gemeinsam heraus:
Was macht die Arbeit schwer?
Was würde helfen?

Dann überlegen Sie Lösungen.

Das können Lösungen sein:

  • Sie arbeiten weniger Stunden.

  • Sie bekommen einen anderen Arbeitsplatz.

  • Sie bekommen besondere Geräte, die Ihnen bei der Arbeit helfen.

  • Sie lernen bestimmte Dinge noch einmal genauer.

  • Sie bekommen medizinische Hilfen, damit sie besser arbeiten können.

Sie probieren die Dinge aus.
Danach entscheiden Sie und der Arbeitgeber:
Haben Sie eine gute Lösung gefunden?
Oder müssen Sie weiter ausprobieren?

Bei einem BEM können auch andere Leute helfen.
Zum Beispiel können diese Leute helfen:

Sind Sie schwerbehindert?
Dann hilft die Schwerbehindertenvertretung.

Gibt es in Ihrem Betrieb eine Betriebs-Vertretung?
Oder eine Personal-Vertretung?
Sie helfen auch.

Auch das Inklusions-Amt hilft.

Und der Integrations-Fachdienst hilft.

Eine Person im Rollstuhl fährt über eine Rampe zwischen zwei Treppen. Die Illustration zeit eine barrierefreie Zugangsmöglichkeit als Unterstützung.

Sie entscheiden selbst

Ein BEM ist eine tolle Sache.
Sie überlegen gemeinsam:
Wie kann die Arbeit für Sie besser werden?
Oder was brauchen Sie nach einer langen Krankheit?

Aber wichtig ist:
Sie müssen kein BEM machen.
Ein BEM ist keine Pflicht.
Ein BEM ist freiwillig.
Sie können sagen:
Ich will kein BEM machen.

Ein BEM ist anstrengend.
Sie müssen vielleicht mit vielen Leuten reden.
Sie müssen wahrscheinlich Neues ausprobieren.

Aber denken Sie daran:

  • Es kann sein, dass die Arbeit danach viel besser ist!

  • Oder dass Sie nach einer Krankheit richtig gut starten können!

Eine Person blickt nachdenklich zur Seite und hält eine Hand an das Kinn. Die Haltung vermittelt Überlegen oder Nachdenken.