Das FÖJ Rheinland auf einen Blick
Inklusion, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Partizipation und demokratische Bildung sind wichtige Grundpfeiler im FÖJ.
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Ein Jahr für mich – ein Jahr für die Umwelt.
Im Freiwilligen Ökologischen Jahr engagieren sich rheinlandweit über 200 Freiwillige in über 80 Einsatzstellen für den Natur- und Umweltschutz. Die Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld von 415 Euro und sind sozialversichert. Während des FÖJ nehmen die Freiwilligen an fünf einwöchigen Seminaren zu verschiedenen ökologischen Themen teil und gestalten diese mit. Die FÖJ-Zentralstelle des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) im Landesjugendamtes begleitet die jungen Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf und führt die Bildungsseminare durch. Das Ziel ist Verantwortung für sich und die Umwelt zu übernehmen.
Wer bin ich? Was will ich werden? Nach der Schule stehen viele Fragen an, die im FÖJ beantwortet werden. Durch die Arbeit in den Einsatzstellen schnuppern die jungen Menschen ins Berufsleben und können sich ausprobieren. Die FÖJ-Einsatzstellen stärken die Freiwilligen für Ihren weiteren Weg und fördern die Selbständigkeit. Die FÖJ-Zentralstelle berät und unterstützt in der persönlichen und beruflichen Orientierung. Dies erfolgt über Programmeinheiten im Seminar, der Beratung vor Ort oder am Telefon. Die Auswertung über den Verbleib der Freiwilligen zeigt, dass das FÖJ Orientierung und Motivation gibt.
Das FÖJ Rheinland ist ein FÖJ für alle. Wir heißen alle jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren unabhängig vom Schulabschluss, Geschlecht, Behinderung, Sozialsiation und Religion willkommen. Chancengleichheit in Bezug auf die Bildungsabschlüsse wird durch die vom Land vorgegebene Quote ermöglicht nach der 50 Prozent der Freiwilligen keinen Schulabschluss oder einen Sekundarstufe 1-Abschluss haben. Der Anteil der Freiwilligen mit besonderem Förderbedarf liegt bei circa 15-20 Prozent. Der Förderbedarf kann sich durch emotionale und psychische Beeinträchtigungen, Behinderungen, schlechte Bildungsvoraussetzungen und starke familiäre Probleme ergeben. Die FÖJ-Zentralstelle bietet zusätzliche Seminare zur Unterstützung an und berät Freiwillige sowie Einsatzstellen.
Was hat mein Handy mit Umweltverschmutzung und Bürgerkrieg zu tun? Welchen Beitrag kann ich hier in meinem Ort für eine gute Zukunft leisten? Wichtige Kompetenzen im Sinne der Bildung für nachhaltigen Entwicklung erhalten die Teilnehmenden nicht nur während der praktischen Arbeit in den FÖJ-Einsatzstellen, sondern auch in den begleitenden Bildungsseminaren. Die Freiwilligen wählen aus mit welchen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Themen sie sich in den Seminaren beschäftigen wollen. Dabei betrachten die lokale und globale Ebene gleichermaßen und gestalten die Semiare mit. Das Erleben von Inklusion und Vielfalt, Partizipation, demokratischer Bildung und Selbstwirksamkeit stärkt die Freiwilligen sowie ihr Umfeld bei der Gestaltung einer nachhaltigen und friedlichen Zukunft
Partizipation wird im FÖJ gelernt und gelebt. Sie bietet die Grundlage für Beteiligung und ein demokratisches Grundverständnis. Durch die Auseinandersetzung mit Themen der Nachhaltigkeit, Impulsen zum eigenen Handeln und Engagement sowie der praktischen Arbeit in den Einsatzstellen erleben die Freiwilligen Empowerment. Demokratische Prozesse werden in den Seminaren geübt und reflektiert. Populismus, Fake-News, politische Entwicklungen und Extremismus werden nach dem Beutelsbacher Konsens thematisiert, damit die Freiwilligen in ihrer eigenen Meinungsbildung gestärkt werden. Die demokratische Selbstvertretung der Freiwilligen erfolgt über die jugendlichen Sprecher*innen, die von der Seminargruppe bis zur Bundesebene die Belange der Freiwilligen vertreten.
„Das FÖJ war für mich eine bedeutende und bereichernde Erfahrung. Sowohl in meiner Einsatzstelle als auch während der Seminare konnte ich über mich hinauswachsen und habe mich zu einer Person entwickelt, die ich mit Stolz betrachte.“
Leo, 17 Jahre