Psychiatrie und Gesellschaft
Vortragsreihe anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der modernen Psychiatrie im Rheinland 2025
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Mit den Leitfragen „Wie formte Gesellschaft Psychiatrie?“ und „Wie formte Psychiatrie Gesellschaft?“ werden seit 2025 Themen behandelt, die eine enge Verzahnung von allgemeiner Psychiatriegeschichte mit den Entwicklungen im Rheinland ermöglichen.
Stets hat die Wechselwirkung von Psychiatrie und Gesellschaft die psychiatrischen Einrichtungen und ihre öffentliche Wahrnehmung geprägt. Das betraf und betrifft das Leben der Menschen in den Kliniken, deren Behandlung, Reformen psychiatrischer Therapien, aber auch das Thema der Anstaltsbauten. Die Veranstaltungsreihe geht auf diese Weise den Auswirkungen der politischen und gesellschaftlichen Brüche auf die Psychiatrie im Rheinland nach. Angeboten werden Vorträge, Ausstellungen und Führungen zu unterschiedlichen Themen: Sprechen über Psychiatrie, NS-Medizinverbrechen und das Gedenken, Oral-History, Forensik im Rheinland sowie Architektur und Umnutzungsmöglichkeiten.
Bei der vom LVR-ILR koordinierten Reihe handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der LVR-Dezernate „Kultur" sowie „Psychiatrie und Teilhabeverbund". Die Reihe läuft von 2025 bis 2027.
Die Ergebnisse werden in einer 2028 erscheinenden Publikation gesammelt veröffentlicht.
Vieles davon ist heute aktueller denn je. Die psychiatrische Praxis, die Politik und Verwaltung gleichermaßen sind in der Gegenwart vielfältig herausgefordert – sei es aufgrund wirtschaftlicher Zwänge, demographischer Umbrüche oder leider auch wahrnehmbaren Ängsten und Stigmatisierungen.
Programmbeginn 17.00 Uhr
Ort: LVR-Landeshaus, 50679 Köln, Rheinlandsaal
Begrüßung
Ulrike Lubek, Köln
Einführung
Dr. Helmut Rönz, Bonn
Impulsvortrag
Preußens Erben. Die Landschaftsverbände und ihre Psychiatriegeschichte
Prof. Dr. Ewald Frie, Tübingen
Podiumsdiskussion
Psychiatrie unter Druck? Chancen und Herausforderungen gegenwärtiger psychiatrischer Arbeit vor dem Hintergrund von 200 Jahren Psychiatrie im Rheinland
Moderation: PD Dr. Ralf Forsbach, Köln
Programmbeginn 18.00 Uhr
Ort: Stadtmuseum Siegburg, Markt 46, 53721 Siegburg
Programm
Begrüßung
Einführung
Dr. Helmut Rönz, Bonn
Vortrag
Die „Irren-Heilanstalt“ in Siegburg vor dem Hintergrund der Psychiatriegeschichte
Prof. Dr. Dr. Heinz Schott, Bonn
Vortrag
Einen Ratsch am Kappes? Eine sprachwissenschaftliche Spurensuche
Dr. Charlotte Rein, Bonn
Fragerunde
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Stadtmuseum Siegburg statt
Programmbeginn: 18.00 Uhr
Ort: LVR-Klinik Bonn, Kaiser-Karl-Ring 20, 53111 Bonn
Tagungsräume, Haus 3 (Haupthaus), 1. OG
Programm
Begrüßung
Dr. Keywan Klaus Münster, Bonn
Vortrag
NS-Medizinverbrechen an Psychiatriepatient/inn/en im Rheinland. Verantwortlichkeiten vor und nach 1945
PD Dr. Ralf Forsbach, Köln/Siegburg
Vortrag
Nicht länger namenlos! Die Todesopfer der NS-Medizinverbrechen im Rheinland und das Gedenken
Dr. Luisa Hulsroj, Bonn
Fragerunde
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der LVR-Klinik Bonn und dem Psychiatriemuseum „Ver-rückte Zeiten“
Programmbeginn: 16.30 Uhr
Ort: LVR-Bedburg-Hau
16.30 Uhr Begrüßung
Holger Höhmann, Bedburg-Hau
Dr. Keywan Klaus Münster, Bonn
16.45 Uhr Vortrag
Von Psychiatrie erzählen. Zum Krankheitsbegriff aus Sicht ehemaliger Patientinnen und Patienten
Karina Korecky M.A., München
17.15 Uhr Fragerunde
17.30 Uhr
Thematische Führung über das Gelände „Psychiatrie im Wandel der Zeit“
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der LVR-Klinik Bedburg-Hau statt
Programmbeginn: 18.00 Uhr
Ort: LVR-Klinik Düren, Haus 5
18.00 Uhr
Begrüßung
Frank Menzel, Düren
Dr. Keywan Klaus Münster, Bonn
18.15 Uhr
Heilen und Pflegen, Forschen und Lehren. Zum historischen Verhältnis von Psychiatrie und Anstaltsbau
Prof. Dr. Thomas Beddies, Berlin
18.45 Uhr
Fragerunde
19.00 Uhr
Führung durch Haus 5 mit Einblicken zu Nach- und Umnutzungskonzepten historischer Psychiatriearchitekturen
Olaf Mehl, Kurator Haus 5