Psychiatrie und Gesellschaft

Vortragsreihe anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der modernen Psychiatrie im Rheinland 2025

Friedhof der Tötungsanstalt Hadamar, die Einzelgräber tarnen dabei kleine Massengräber, vom amerikanischen Militär aufgenommen, Foto: Peters A. Troy, 15.4.1945

Projektbeschreibung

Mit den Leitfragen „Wie formte Gesellschaft Psychiatrie?“ und „Wie formte Psychiatrie Gesellschaft?“ werden seit 2025 Themen behandelt, die eine enge Verzahnung von allgemeiner Psychiatriegeschichte mit den Entwicklungen im Rheinland ermöglichen.

Stets hat die Wechselwirkung von Psychiatrie und Gesellschaft die psychiatrischen Einrichtungen und ihre öffentliche Wahrnehmung geprägt. Das betraf und betrifft das Leben der Menschen in den Kliniken, deren Behandlung, Reformen psychiatrischer Therapien, aber auch das Thema der Anstaltsbauten. Die Veranstaltungsreihe geht auf diese Weise den Auswirkungen der politischen und gesellschaftlichen Brüche auf die Psychiatrie im Rheinland nach. Angeboten werden Vorträge, Ausstellungen und Führungen zu unterschiedlichen Themen: Sprechen über Psychiatrie, NS-Medizinverbrechen und das Gedenken, Oral-History, Forensik im Rheinland sowie Architektur und Umnutzungsmöglichkeiten.

Bei der vom LVR-ILR koordinierten Reihe handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der LVR-Dezernate „Kultur" sowie „Psychiatrie und Teilhabeverbund". Die Reihe läuft von 2025 bis 2027.

Die Ergebnisse werden in einer 2028 erscheinenden Publikation gesammelt veröffentlicht.

Blick in ein Inderkrankenzimmer
Vieles davon ist heute aktueller denn je. Die psychiatrische Praxis, die Politik und Verwaltung gleichermaßen sind in der Gegenwart vielfältig herausgefordert – sei es aufgrund wirtschaftlicher Zwänge, demographischer Umbrüche oder leider auch wahrnehmbaren Ängsten und Stigmatisierungen.

Ulrike Lubek

LVR-Direktorin

Vergangene Veranstaltungen im Überblick