Zwischen 1934 und 1945 sind im Deutschen Reich circa 400.000 Menschen zwangssterilisiert worden. Im Zeitraum von 1939 bis 1945 starben fast 300.000 Menschen mit psychischer oder körperlicher Behinderung durch die NS-Krankenmorde.
Zusammen mit dem Rhein-Sieg-Kreis legte das LVR-ILR ein bundesweit einzigartiges Forschungsprojekt auf, das diese im Namen der NS-Rassenhygiene verübten Verbrechen erstmals auf Landkreisebene untersucht hat.
Die Forschungen mündeten in eine Buchpublikation und eine 18 Roll-Ups umfassende Wanderausstellung, kuratiert von Dr. Ansgar Sebastian Klein und René Schulz. Diese klärt allgemein über die NS-Medizinverbrechen auf und beleuchtet die konkrete Situation vor Ort. Anhand einzelner Schicksale zeigt sie, wie es zu den Medizinverbrechen kam. Zudem stellt sie auch die Rolle der Ärzte bei den Sterilisierungen und Krankenmorden im Rhein-Sieg-Kreis dar.