Rheinischer Familiennamenatlas

Welche sprachlichen Strukturen sind typisch für rheinische Familiennamen? Ein Kooperationsprojekt zur Namenlandschaft der alten Rheinprovinz.

Projektbeschreibung

Familiennamen gehören zur Identität eines Menschen. Ihre Ursprünge liegen im Mittelalter und ihre Entwicklung war Jahrhunderte überspannender Prozess. Sie ermöglichen einerseits einen Einblick in frühere Sprachstufen und Dialekte. Vor allem der Niederrhein ist in der Namenforschung bereits bekannt für die Bewahrung sehr alter sprachlicher Muster in den Familiennamen. Andererseits erlauben Familiennamen auch, mittelalterliche Kultur wie Berufe und mentale Einstellungen genauer zu untersuchen. Zudem lassen sich an ihrer Verbreitung Wanderbewegungen nachvollziehen. Es gibt daher ein großes Interesse an den Hintergründen von Familiennamen in der breiten Öffentlichkeit und verschiedenen Wissenschaften.

Der Rheinische Familiennamenatlas (RhFA) untersucht sprachliche Strukturen in Familiennamen mit dem Fokus auf das Rheinland im Sinne der alten Rheinprovinz und der Pfalz. Ziel ist es, die grammatischen, lautlichen und lexikalischen Muster der Familiennamennamenlandschaft in diesem Gebiet darzustellen und zu erläutern.

Das Projekt RhFA ist ein Nachfolgerprojekt des Deutschen Familiennamenatlasses (DFA), der Familiennamen aus ganz Deutschland sprachwissenschaftlich untersucht und in zahlreichen Karten präsentiert. Durch die regionale Beschränkung kann der RhFA das bereits erarbeitete Bild der rheinischen Familiennamenlandschaft ausbauen.

Verteilung von Familiennamen mit einem Genitiv auf -x im Rheinland auf einer Landkarte.

Forschungsprofil