Über die Gedenkstätte

Die Gedenkstätte Brauweiler des LVR wurde 2008 erstmals eröffnet. Seitdem dokumentiert sie die Geschehnisse der Jahre 1933 bis 1945 in der ehemaligen Arbeitsanstalt Brauweiler.

Auf dem Bild steht eine Frau, die die Inhalte der Ausstellungstafeln der Gedenkstätte erklärt.

Die Gedenkstätte Brauweiler ist eine Einrichtung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und informiert über die Geschichte der Abtei Brauweiler im Nationalsozialismus. Sie befindet sich im Kellergeschoss des LVR-Kultur- und Dienstleistungszentrums Abtei Brauweiler.

In den Gebäuden der ehemaligen Benediktinerabtei Brauweiler entstand 1802 zunächst ein „Bettlerdepot“, das sich unter preußischer Herrschaft zu einer der größten Arbeitsanstalten des Deutschen Reiches entwickelte. Zwischen 1933 und 1945 nutzten die NS-Verfolgungsbehörden die Arbeitsanstalt Brauweiler zusätzlich als frühes Konzentrationslager von 1933 bis 1934, als Durchgangslager 1938 für inhaftierte Jüdinnen und Juden und als Gestapo-Gefängnis. Die Gedenkstätte informiert seit 2008 über diese Geschehnisse.

Von 2022 bis 2024 wurde die Ausstellung der Gedenkstätte inhaltlich und baulich erweitert und im Juni 2024 wiedereröffnet. Auf etwa 340 Quadratmetern werden die verschiedenen Nutzungsphasen und die Gruppen von Inhaftierten und die Akteur*innen thematisiert. Ein Gedenkraum lädt ein zum Innehalten und Erinnern.

Die Gedenkstätte ist barrierefrei zugänglich. Über den Media-Guide, der mit Leih-Tablets und dem eigenen Smartphone abrufbar ist, stehen alle deutschen Texte auch als deutsche Vorleseversion zur Verfügung. Audio- und Video-Interviews sind zudem in Deutscher Gebärdensprache verfügbar. Die Ausstellungstexte sind durchgehend auf Deutsch und Englisch verfasst; über den Media-Guide können sie zusätzlich auf Polnisch und Französisch abgerufen werden.

Führungen in Deutscher Gebärdensprache sowie in Leichter Sprache können gebucht werden.