Digitales Gedenkbuch

für die Todesopfer der NS-Medizinverbrechen der ehemaligen Rheinprovinz

Friedhof der Tötungsanstalt Hadamar, die Einzelgräber tarnen dabei kleine Massengräber, vom amerikanischen Militär aufgenommen, Foto: Peters A. Troy, 15.4.1945

Projektbeschreibung

Das im Aufbau befindliche Gedenkbuch soll den lange anonym gebliebenen Menschen, die im Rahmen der NS-„Euthanasie“ oder der Medizinverbrechen in Konzentrationslagern ermordet wurden, ihre Namen und ihre Geschichten zurückgeben. Durch die Erschließung und Veröffentlichung personenbezogener Daten im Portal Rheinische Geschichte werden individualisiertes Gedenken, wissenschaftliche Forschung und öffentliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen erleichtert. Das Projekt versteht sich zugleich als Forschungs- und Erinnerungsprojekt. Es leistet einen Beitrag zur Aufarbeitung nationalsozialistischer Medizinverbrechen in der ehemaligen Rheinprovinz und stärkt die Sichtbarkeit der Opfer in der regionalen und überregionalen Erinnerungskultur.

Josef Fuhr mit Familie
Familie Fuhr im Jahre 1914. Von links nach rechts: Tochter Maria Fuhr, Josef Fuhr senior, Josef Fuhr junior, Ehefrau Anna Fuhr. Der Familienvater wurde am 25.Juli 1941 ermordet. (Foto aus Privatbesitz)
Dieses Projekt gilt den Todesopfern der NS-Medizinverbrechen aus der ehemaligen Rheinprovinz. Häufig ist es das erste Mal, dass wir ihre Namen nennen, ihre Namen und Geschichten einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen. Aus Zahlen werden Schicksale.

Dr. Helmut Rönz

Leiter des LVR-ILR

Projektgrundlagen