Mahlzeit!?
Ernährung im Rheinland
Ende des Seitenheaders.
Das mehrjährige Projekt untersucht wie sich Ernährungsalltage zu Hause und unterwegs gestalten. Es fragt danach, welche Akteur*innen an der Zubereitung von Nahrung beteiligt sind und wie diese aussieht. Welche Hilfsmittel werden benutzt, gibt es bestimmte Regeln, denen bei der Zubereitung und dem Verzehr gefolgt wird? Und wird das Essen zu bestimmten Zeiten zubereitet und verzehrt? Welche Ernährungspraktiken werden angewandt? Ernährung als soziales Totalphänomen betrifft jede*n – einhergehend mit veränderten Alltagen stellt sich die Frage, wie und warum sich das klassische Mahlzeitensystem gewandelt hat und wie Nahrungspraktiken heute aussehen.
Das Projekt nimmt die Mahlzeit und ihre vielfältigen Kontexte und Komponenten in den Blick. Welche Hilfsmittel werden benutzt, gibt es bestimmte Regeln, denen bei der Zubereitung und dem Verzehr gefolgt wird? Und wird das Essen zu bestimmten Zeiten zubereitet und verzehrt? Mit wem wird wann gegessen – welche Ernährungspraktiken werden im Rheinland angewandt?
Das Projekt „Mahlzeit!?“ ist dabei in drei Projekteinheiten aufgegliedert:
Mahlzeit!? Ernährungsalltage und Gemeinschaftsverpflegung
Gemeinschaftsverpflegung prägt verschiedene Lebensstationen und ist stets ein Anlass für Aushandlungsprozesse um gesunde Ernährung und Mitbestimmung. Deutschlandweit nutzen täglich rund 16 Millionen Menschen verschiedene Formen und Konzepte. Das Projekt besucht verschiedene Einrichtungen, die den alimentären Alltag vieler Rheinländer*innen sicherstellen und dokumentiert ihre Form, Funktion und Bedeutung.
Mahlzeit!? Ernährungsalltage daheim
Veränderte Küchenarchitektur und -technik sowie sich wandelnde Arbeitsalltage, Rollenbilder und Familienstrukturen formen wechselseitig alimentäre Strukturen. Das Projekt untersucht wie Ernährung zu Hause vor- und zubereitet wird, welche Aushandlungsprozesse Nahrungspraktiken betreffen und in welcher Form sich diese auf das gängige Mahlzeitensystem auswirken.
Mahlzeit!? Bewegte Ernährungsalltage
Gegessen wird jedoch nicht nur zu Haus oder in der Kantine, sondern auch außer Haus und „to go“. Welche Rolle die Außerhausverpflegung und deren Entwicklung im alimentären Alltag der Rheinländer*innen einnimmt und wie diese ausgehandelt wird, wird im Projekt untersucht und mit Gemeinschaftsverpflegung und Ernährungsalltagen daheim in den Kontext gesetzt.
Wir nähern uns den Ernährungsalltagen der Rheinländer*innen mittels teilnehmender Beobachtung sowie qualitativer Interviews und dokumentieren diese in ethnographischen Filmeinheiten. Zudem wird im Rahmen des Projektes der heterogene Bestand zu Nahrungskulturen im Archiv des Alltags im Rheinland in Wert gesetzt und bildet gleichermaßen mit aktuellen Diskursen zum Thema den hermeneutischen Rahmen.
Ergebnisse folgen in Kürze.