Förderunterricht
Im Förderunterricht werden Schüler*innen mit den Förderschwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung unterrichtet und gefördert.
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Der Förderbereich der LVR-Hanns-Dieter-Hüsch-Schule unterstützt Schüler*innen mit den Förderschwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung. Neben der inklusiven Beschulung unterrichten wir auch in separaten Klassen mit den Förderschwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung.
Unser Förderbereich möchte Schüler*innen dabei unterstützen, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln, Selbstständigkeit zu gewinnen und Aufgaben und Situationen des schulischen und alltäglichen Lebens zunehmend eigenständig zu bewältigen.
Dabei verstehen wir Schule als einen Ort, an dem Lernen und persönliche Entwicklung gleichermaßen Raum erhalten. Die Schüler*innen sollen Erfahrungen sammeln, Lernfreude entwickeln und ihre Möglichkeiten zur Teilhabe an der Gemeinschaft erweitern.
Im Förderbereich werden Schüler*innen im Alter von sechs bis 18 Jahren in ein bis zwei Lerngruppen mit dem Förderschwerpunkt Lernen und zwei Lerngruppen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung unterrichtet.
Die Lerngruppen sind durchlässig und können sich je nach Entwicklung der Schüler*innen verändern. Gerade während der Therapie können sich Lernvoraussetzungen und Unterstützungsbedarfe verändern. Deshalb überprüfen wir regelmäßig, welche Lern- und Förderangebote für die Schüler*innen geeignet sind.
Dabei berücksichtigen wir die persönlichen Lernvoraussetzungen und Lernschwierigkeiten ebenso wie die Lebensbedingungen und Belastungsfaktoren.
Die sonderpädagogische Förderung ermöglicht es, grundlegende Lernziele auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus, in unterschiedlicher Zeit und auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen.
Dafür arbeiten wir mit:
Zum Einsatz kommen sowohl Frontalunterricht als auch Gruppenarbeit, individueller Unterricht, offene Angebote und selbstständige Arbeitsphasen. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten. Die Schüler*innen sollen auch lernen, sich zunehmend selbstständig Wissen anzueignen und Aufgaben zu bewältigen.
Gerade in einer schwierigen Lebens- und Krankheitsphase benötigen Schüler*innen unterschiedliche Formen der Unterstützung. Wiederkehrende Abläufe und Rituale sowie verlässliche Beziehungen schaffen Stabilität. Klare Regeln und Strukturen unterstützen die Schüler*innen dabei, sich im schulischen Alltag zu orientieren und zunehmend Verhaltenssicherheit zu entwickeln.
Wir achten auf die emotionalen und sozialen Auswirkungen der jeweiligen Erkrankung und vermeiden Überforderung und Leistungsdruck. Durch Lob und Anerkennung stärken wir Lernbereitschaft, Lernvertrauen, Lernfreude und Durchhaltevermögen.
Ein Schwerpunkt der Förderung liegt auf der Entwicklung grundlegender sprachlicher und mathematischer Fähigkeiten. Dazu gehören beispielsweise Sprach-, Lese- und Rechtschreibfähigkeiten sowie mathematische Kenntnisse und Rechenfertigkeiten.
Darüber hinaus fördern wir unter anderem:
Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung erhalten besondere Unterstützung bei der Entwicklung von Wahrnehmung, Sprache, Denken und Handeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermittlung lebenspraktischer Fähigkeiten mit dem Ziel einer möglichst weitgehenden Selbstständigkeit.
Für Schüler*innen mit intensivem Förderbedarf stehen zudem basale Lernangebote zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem die bewusste und aktive Wahrnehmung von Sinneseindrücken, die Förderung individueller Kommunikations- und Ausdrucksmöglichkeiten, Förderpflege und freies Spiel.
In der Regel haben die Schüler*innen täglich vier bis fünf Stunden Unterricht. Wenn es die individuelle Situation erfordert, kann die Zahl der Klassenstunden reduziert werden. Die dadurch entstehende Zeit kann für Intensivierungsstunden genutzt werden.
In diesen Stunden werden einzelne Schüler*innen oder Kleingruppen gezielt gefördert. Die Unterrichtsangebote können so an die aktuelle Belastbarkeit und den jeweiligen Förderbedarf angepasst werden.
Die enge Zusammenarbeit mit den Stationen der LVR-Klinik Viersen und deren therapeutischen Teams ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. In regelmäßigen Stationsbesprechungen werden die psychiatrischen Befunde und schulischen Fördermaßnahmen miteinander abgeglichen und gemeinsame Beobachtungs-, Förder- oder Therapiekonzepte entwickelt.
Auch mit der Stammschule halten wir Kontakt. Bei Bedarf beraten wir die Lehrkräfte der Stammschule und informieren über krankheitsbedingte schulische Leistungseinschränkungen, Förderschwerpunkte sowie erfolgreiche Fördermaßnahmen.
Wir erstellen unter anderem Zeugnisse, sonderpädagogische Gutachten, Schulberichte und Förderprotokolle. Darüber hinaus begleiten wir Schulwechsel und die Rückkehr in die allgemeine Schule.