Über den Oelchenshammer

Der letzte Hammer

Ein laufendes Mühlrad an einem Gebäude vor Bäumen

Der Oelchenshammer ist einer der letzten wasserbetriebenen Schmiedehämmer aus vorindustrieller Zeit im Oberbergischen Land. Gut 160 Jahre wurde hier ab 1787 im Takt des Wassers gearbeitet – weit über die Zeit hinaus, als Stahl längst industriell produziert wurde.

Laut und heiß

Besonders schön ist der Blick über den großen Stauteich, der einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen Heimat bietet. Unter anderem Wasservögel, Libellen und Fledermäuse sind heute hier zu Hause. Auf der angrenzenden Weide grasen Kühe und Wanderwege führen direkt in den Wald.

Weit weniger romantisch ging es in der Vergangenheit zu. Denn laut und heiß wurde es, wenn sich die Schmiedehämmer in Bewegung setzten. Das geschah immer dann, wenn der Stauteich ausreichend voll war, um die große Welle anzutreiben. War nicht genug Wasser da, ruhte die Arbeit. Und der riesige Blasebalg zur Befeuerung der Schmiede-Essen blieb ebenfalls stumm.

Außenansicht eines Gebäudes vor einem Teich, auf einem Steg steht eine Personengruppe

Besonders scharf

Im Jahr 1787 von den Gebrüdern Zapp gegründet und 1860 an die Firma Dörrenberg verkauft, wurde am Oelchenshammer 160 Jahre lang im Takt des Wassers gearbeitet.

Bekannt war die kleine Schmiede vor allem für die Fertigung des besonders harten Janus-Stahls. Dieser wurde unter anderem zur Herstellung von sehr scharfen Schneidwerkzeugen weiterverarbeitet.

Ein Mann in Arbeitskleidung schmiedet an einem Amboss vor einem Feuer und eine Personengruppe schaut zu

Nach der Schließung im Jahr 1947 und der anschließenden Restaurierung übernahm Mitte der 1990er Jahre der Landschaftsverband Rheinland die historische Anlage und öffnete sie als Museum.

Darüber hinaus bilden die historischen Fachwerk-Schmiedehäuser zusammen mit dem angrenzenden Wohnhaus die Kulisse für private Feiern und Trauungen.

Eine Gästeführerin zeigt einer Personengruppe alte Geräte