Ausstellungen und Themenpavillons
Neben dem Museum gibt es im Park viele kleinere Gebäude und Räume, welche die römische Welt zum Leben bringen.
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Nicht nur im Römermuseum wird Ihnen die Welt der Römer nähergebracht. Im ganzen Park gibt es kleinere Ausstellungen und Pavillons, die sich besonderen Themen widmen.
(1) in der Nähe von Römermuseum und Holzwerkstatt
Der Limes-Pavillon bietet eine spannende Übersicht der regionalen Geschichte des Niedergermanischen Limes. Im modernen Ausstellungsgebäude wird der Limes anhand eines begehbaren Rheins, interaktiver Medientische, kurzweiliger Filme und einem fesselndem Spiel fürs Tablet erfahrbar.
(2) Nähe Spielplatz
Das Römische Reich war riesig – entsprechend häufig waren Soldaten, Händler und Reisende unterwegs. Sie gingen zu Fuß, reisten zu Pferd oder mit dem Wagen. Wo es möglich war, nutzte man die Wasserwege. Bequem oder ungefährlich war das Reisen trotzdem nicht: schlechte Wege, Unwetter und Straßenräuber gehörten zu den Risiken. Der Pavillon „Reisen und Verkehr“ zeigt drei fahrtüchtige Nachbauten römischer Wagen – vom wendigen Reisewagen über eine gefederte Reisekutsche bis zum Lastwagen für Waren. Eine fast sieben Meter lange Nachbildung einer römischen Straßenkarte zeigt das römische Verkehrsnetz. Wer genau hinschaut, entdeckt darauf sogar die Colonia Ulpia Traiana.
(3) Nähe Spielplatz
Der Pavillon „Bauen und Technik“ zeigt, mit welchen Materialien und Techniken die Römer die Colonia Ulpia Traiana am Niederrhein errichteten. Zu sehen sind originale Reste von Säulen und Grabsteinen und Marmor aus Ägypten und Griechenland. Da Naturstein in der Region kaum vorkam und über weite Strecken transportiert werden musste, wurde er vor allem für große öffentliche Bauten verwendet. Die meisten Wohnhäuser entstanden aus Stampflehm, Lehmziegeln oder Fachwerk. Auf rund 800 Quadratmetern sieht man, wie Wände, Dächer und Böden gebaut wurden. Im Steingarten lassen sich verschiedene Gesteine ertasten und ihr Weg vom Abbau über den Transport bis zur Verarbeitung nachvollziehen. Ein drei Meter hoher Baukran zeigt, wie schwere Lasten bewegt wurden.
(4) Eingang Rückseite Hafentempel
Die Ausstellung unter dem Hafentempel zeigt, wie das monumentale Bauwerk vor fast 2.000 Jahren errichtet wurde. Im Mittelpunkt stehen die sichtbaren Fundamente und die besonderen Herausforderungen des Bauplatzes nahe an einem damaligen Rheinarm. Vor Ort kann man die mehr als zwei Meter hohe Fundamentplatte sehen und die Abdrücke von Eichenpfählen und Flechtwerk entdecken, mit denen die Baugrube gesichert wurde. Spuren großer Steinquader zeigen zudem, wie stark belastete Bereiche verstärkt wurden. So lässt sich römische Bautechnik direkt an den originalen Fundamenten nachvollziehen.
(5) Eingang im Durchgang zum Restaurant-Innenhof
Wie gelang es den Römern, über Jahrhunderte ein riesiges Reich zusammenzuhalten – ganz ohne moderne Kommunikationsmittel? Wer hatte das Sagen, welche Rechte und Pflichten hatte die Bevölkerung, und wie wurde die Colonia Ulpia Traiana regiert?
In der Ausstellung in der römischen Herberge kommen historische Personen selbst zu Wort: Kaiser Vespasian erzählt, wie er mit einer ungewöhnlichen Steuer die Staatskasse füllte. Agrippina, eine der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit, berichtet von Macht, Ehrgeiz und der Missgunst der Männerwelt. Und ein freigelassener Sklave erzählt stolz von seinem Weg zum erfolgreichen Arzt.
(6) Eingang am Tor zur Arena in der Nähe des Baukrans
Wie lief ein Tag im Amphitheater wirklich ab? Die Ausstellung „Brot und Spiele“ in den Gewölben der Arena berichtet über den Ablauf der Spiele. Am Vormittag standen Tierhetzen auf dem Programm, bei denen ausgebildete Tierkämpfer gegen Bären, Hirsche oder Eber aus der Region antraten. Am Nachmittag folgten die Gladiatorenkämpfe. Lebensgroße Figuren zeigen verschiedene Gladiatorentypen mit originalgetreu nachgebildeter Ausrüstung. Beleuchtete Texttafeln und Monitore geben weitere Einblicke in die antiken Spektakel. Die Ausstellung zeigt, wie grausam, aber auch wie inszeniert die Spiele waren – und wie sehr Hollywoodfilme unsere Vorstellungen bis heute prägen.
Wilde Tiere wurden in Käfigen in den Gewölben der Arena gehalten, ausgehungert und vor ihrem Einsatz gezielt gereizt. Vor dem laut brüllenden Bären sollte man also besser auf der Hut sein.