Ausstellungen und Themenpavillons

Neben dem Museum gibt es im Park viele kleinere Gebäude und Räume, welche die römische Welt zum Leben bringen.

Innenansicht des Pavillons "Bauen und Technik", im Vordergrund eine gemauerte Brunneneinfassung

Ausstellungen und Themenpavillons im Park

Nicht nur im Römermuseum wird Ihnen die Welt der Römer nähergebracht. Im ganzen Park gibt es kleinere Ausstellungen und Pavillons, die sich besonderen Themen widmen.

Karte der Ausstellungen und Themenpavillons
(1) Limespavillon, (2) Straßen und Verkehr, (3) Bauen und Technik, (4) Ausstellung unter dem Hafentempel, (5) Kaiser, Senat und Volk, (6) Gladiatoren

Der Limespavillon

Der Limes-Pavillon bietet eine spannende Übersicht der regionalen Geschichte des Niedergermanischen Limes. Im modernen Ausstellungsgebäude wird der Limes anhand eines begehbaren Rheins, interaktiver Medientische, kurzweiliger Filme und einem fesselndem Spiel fürs Tablet erfahrbar.

Der Limespavillon, im Hintergrund das Römermuseum
Der Limespavillon wurde 2021 anlässlich der Erhebung zum UNESCO-Welterbe eingeweiht.

Pavillon Straßen und Verkehr

Das Römische Reich war riesig – entsprechend häufig waren Soldaten, Händler und Reisende unterwegs. Sie gingen zu Fuß, reisten zu Pferd oder mit dem Wagen. Wo es möglich war, nutzte man die Wasserwege. Bequem oder ungefährlich war das Reisen trotzdem nicht: schlechte Wege, Unwetter und Straßenräuber gehörten zu den Risiken. Der Pavillon „Reisen und Verkehr“ zeigt drei fahrtüchtige Nachbauten römischer Wagen – vom wendigen Reisewagen über eine gefederte Reisekutsche bis zum Lastwagen für Waren. Eine fast sieben Meter lange Nachbildung einer römischen Straßenkarte zeigt das römische Verkehrsnetz. Wer genau hinschaut, entdeckt darauf sogar die Colonia Ulpia Traiana.

Der Limespavillon, im Hintergrund das Römermuseum
Mobilität gehörte zum Erfolgsrezept der römischen Welt.

Pavillon Bauen und Technik

Der Pavillon „Bauen und Technik“ zeigt, mit welchen Materialien und Techniken die Römer die Colonia Ulpia Traiana am Niederrhein errichteten. Zu sehen sind originale Reste von Säulen und Grabsteinen und Marmor aus Ägypten und Griechenland. Da Naturstein in der Region kaum vorkam und über weite Strecken transportiert werden musste, wurde er vor allem für große öffentliche Bauten verwendet. Die meisten Wohnhäuser entstanden aus Stampflehm, Lehmziegeln oder Fachwerk. Auf rund 800 Quadratmetern sieht man, wie Wände, Dächer und Böden gebaut wurden. Im Steingarten lassen sich verschiedene Gesteine ertasten und ihr Weg vom Abbau über den Transport bis zur Verarbeitung nachvollziehen. Ein drei Meter hoher Baukran zeigt, wie schwere Lasten bewegt wurden.

Der Limespavillon, im Hintergrund das Römermuseum
Der Pavillon hat einen großen Außenbereich mit Baumustern und Steingarten.

Die Ausstellung unter dem Hafentempel

Die Ausstellung unter dem Hafentempel zeigt, wie das monumentale Bauwerk vor fast 2.000 Jahren errichtet wurde. Im Mittelpunkt stehen die sichtbaren Fundamente und die besonderen Herausforderungen des Bauplatzes nahe an einem damaligen Rheinarm. Vor Ort kann man die mehr als zwei Meter hohe Fundamentplatte sehen und die Abdrücke von Eichenpfählen und Flechtwerk entdecken, mit denen die Baugrube gesichert wurde. Spuren großer Steinquader zeigen zudem, wie stark belastete Bereiche verstärkt wurden. So lässt sich römische Bautechnik direkt an den originalen Fundamenten nachvollziehen.

Der Limespavillon, im Hintergrund das Römermuseum
Unter dem Hafentempel verbirgt sich eine interessante Ausstellung.

Kaiser, Senat und Volk

Wie gelang es den Römern, über Jahrhunderte ein riesiges Reich zusammenzuhalten – ganz ohne moderne Kommunikationsmittel? Wer hatte das Sagen, welche Rechte und Pflichten hatte die Bevölkerung, und wie wurde die Colonia Ulpia Traiana regiert?
In der Ausstellung in der römischen Herberge kommen historische Personen selbst zu Wort: Kaiser Vespasian erzählt, wie er mit einer ungewöhnlichen Steuer die Staatskasse füllte. Agrippina, eine der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit, berichtet von Macht, Ehrgeiz und der Missgunst der Männerwelt. Und ein freigelassener Sklave erzählt stolz von seinem Weg zum erfolgreichen Arzt.

Der Limespavillon, im Hintergrund das Römermuseum
Senat und Volk von Rom: in der Herberge lernen wir die römische Zivilgesellschaft kennen.

Gladiatoren, Brot und Spiele

Wie lief ein Tag im Amphitheater wirklich ab? Die Ausstellung „Brot und Spiele“ in den Gewölben der Arena berichtet über den Ablauf der Spiele. Am Vormittag standen Tierhetzen auf dem Programm, bei denen ausgebildete Tierkämpfer gegen Bären, Hirsche oder Eber aus der Region antraten. Am Nachmittag folgten die Gladiatorenkämpfe. Lebensgroße Figuren zeigen verschiedene Gladiatorentypen mit originalgetreu nachgebildeter Ausrüstung. Beleuchtete Texttafeln und Monitore geben weitere Einblicke in die antiken Spektakel. Die Ausstellung zeigt, wie grausam, aber auch wie inszeniert die Spiele waren – und wie sehr Hollywoodfilme unsere Vorstellungen bis heute prägen.

Der Limespavillon, im Hintergrund das Römermuseum
In den Gewölben des Amphitheaters dreht sich alles um Brot und Spiele.

Achtung Bär!

Wilde Tiere wurden in Käfigen in den Gewölben der Arena gehalten, ausgehungert und vor ihrem Einsatz gezielt gereizt. Vor dem laut brüllenden Bären sollte man also besser auf der Hut sein.

Der Limespavillon, im Hintergrund das Römermuseum
Vorsicht vor dem Bären!