Stadtmauer und Straßen

Was macht die Stadt zur Stadt? Mauern, Türme, Tore, Straßen und das Be- und Entwässerungssystem sorgen in einer Colonia für Ordnung und Schutz.

Zwei Rekonstruktionsformen der Stadtmauer mit Turm in der Mitte

Stolz und Schutz der Stadt

Wie es einer römischen Stadt gebührt, wurde die Colonia Ulpia Traiana von einer monumentalen Mauer eingerahmt. Die Mauer diente nicht nur dem Schutz der Stadt, sondern war auch ein Symbol der Macht und Kultur und diente auch als Rechtsgrenze. Sie war über 5 m hoch und 3,4 Kilometer lang. Von den ursprünglich 22 Türmen sind heute zehn Türme mehrere Mauerabschnitte sowie das Nordtor nachgebaut.

In einem Schutzbau über einem weiteren Turmfundament im Nordwesten der CUT sind die originalen Reste des Turmfundaments zu entdecken.

Zwei Rekonstruktionsformen der Stadtmauer mit Turm in der Mitte
Im APX wird grundsätzlich der aktuelle Forschungsstand berücksichtigt; so kommt es zu unterschiedlich hohen Stadtmauerteilen.

Quadratisch, praktisch, gut

Die Colonia verfügte über ein gut ausgebautes Straßennetz von 12 Kilometern Länge. Die Straßen waren rechtwinklig zueinander angeordnet, 10 bis 12 Meter breit und mit Kies gedeckt. Zu beiden Seiten des Fahrwegs verliefen überdachte Gehwege, so genannte Portiken. In der Mitte der Fahrwege nahmen Straßenkanäle das Regenwasser und die Abwässer der Wohnhäuser auf. Die meisten Kanäle bestanden am Boden und an den Seiten aus Holzbrettern. Nur wenige Kanäle wie beispielsweise neben den großen Thermen waren aus Stein und Mörtel gebaut. Die Kanäle leiteten die Abwässer unter den Stadtmauertürmen aus der Stadt heraus. Ein großer Teil der Abwässer gelangte so in den Rhein.

Zwei Rekonstruktionsformen der Stadtmauer mit Turm in der Mitte
Das strenge Quadratraster der Straßen ist typisch für eine antike Planstadt.