Geschichte der Schule

Die Geschichte der LVR-Heinrich-Welsch-Schule ist geprägt von stetigem Wachstum und der Vision, Kindern mit Sprachbeeinträchtigungen die bestmögliche Unterstützung zu bieten. Von der Gründung der ersten Sprachheilschule Kölns im Jahr 1957 bis zum heutigen modernen Standort in Köln-Flittard blicken wir auf eine bewegte Entwicklung voller Veränderungen zurück.

Wo alles begann: Die spannende Entwicklung unserer Schule

Die Texte zur Geschichte der LVR-Heinrich-Welsch-Schule wurden von unseren Schüler*innen im Rahmen der Projektwoche 2017 verfasst und aktualisiert. Kommen Sie mit auf eine Zeitreise durch unsere Schule – von 1957 bis heute!

1957: Erste Sprachheilschule in Köln

Als unsere Großeltern zur Schule gingen, gab es für Kinder mit Sprachbeeinträchtigungen wenig Förderung. Wer große Probleme mit Lesen und Schreiben hatte, bekam eben viele schlechte Noten, aber keine Hilfen.

Dewswegen war dies eine große Besonderheit: Die erste Sprachheilschule wird in Köln am 25. April 1957 in der Georgstraße 9–13 (Georgs-Viertel) gegründet. Der Schulleiter ist Herr Kremer.

1960

Die Schule wird um sechs Klassen erweitert. Das Kollegium besteht aus Herrn Kremer (Schulleiter), Herrn Hauffen (stellvertretender Schulleiter), Frau Heinrich, Frau Kurat, Frau Rummler, Herrn Kreck und Herrn Meier.

Das ehemalige Schulgebäude mit dem Haupteingang in der Georgstraße heute
Das Schulgebäude in der Georgstraße heute

1964

Die Schule hat nun 118 Schüler*innen. Sie werden in den Klassen 1 bis 8 unterrichtet. Nach acht Volksschuljahren endete die Schulpflicht.

1966/67: Umzug zum Marienplatz

Die Schule bekommt ein eigenes Schulgebäude. Es ist das erste Gebäude in Nordrhein-Westfalen, das extra zur Beschulung von sprachgestörten Kindern gebaut wurde.

Das Schulgebäude am Marienplatz (immer noch im Georgs-Viertel) hat zwölf Klassenräume, sieben Gruppenräume, einen Mehrzweckraum und ein Elternsprechzimmer. Mit Einführung des 9. Pflichtschuljahres bekommt die wachsende Schule zwei Außenstellen in Köln-Bocklemünd und Köln-Mülheim.

Außenansicht des Schulgebäudes am Marienplatz, ein mehrstöckiger Backsteinbau mit großen Fensterfronten und einem Eingangsbereich mit kleiner Treppe.
Das Gebäude am Marienplatz heute

1976/77: Geburtsstunde der Hauptschule

Der Hauptschulbereich trennt sich von der Grundschule und wird eine selbstständige Schule. Sie erhält den Namen "Rheinische Schule für Sprachbehinderte Köln Sekundarstufe 1". Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) übernimmt die Trägerschaft. Es ist die erste Schule dieser Art in Nordrhein-Westfalen.

Die Schule zieht in das Gebäude in der Johann-Bensberg-Straße (Köln-Holweide). Das Gebäude besteht aus sieben Klassenräumen, einem Lehrer*innen-Zimmer, einem Physikraum, einem Lehrmittelzimmer und einem Werkraum.

Außenansicht des historischen Backsteingebäudes der ehemaligen Hauptschule in Köln-Holweide mit großen Fenstern und einem hohen Giebel, eingerahmt von grünen Bäumen.

1982

Umzug nach Köln-Mülheim in den Luzerner Weg. In diesem Schulgebäude gibt es Platz für zehn Klassen (ca. 180 Schüler*innen), einen Werkraum, ein Lehrer*innen-Zimmer und ein Sekretariat. Die Turnhalle ist nur klein, aber der Sportplatz ist gleich nebenan.

1989/90

Die Schule zieht in das Schulgebäude Am Feldrain 10 in Köln-Flittard. Hier gibt es zwölf Klassenräume, viele Fachräume und endlich auch eine Lehrküche und kleine Räume für Therapie und Gruppenarbeit. Die Turnhalle ist viel größer und die Nähe zum Rhein lädt zu Ausflügen ein.

Ansicht des ehemaligen Schulgebäudes der Heinrich-Welsch-Schule im Stadtteil Flittard, ein funktionaler Bau mit flachem Dach und einem großen Tannenbaum im Vordergrund.

2002

Nun ist die Schule so groß geworden, dass die Klassenräume nicht mehr ausreichen. Es werden vier Klassen in Container-Klassenräumen auf dem Schulhof untergebracht.

2005–2008

Zum neuen Schuljahr werden fast 50 neue Schüler*innen angemeldet, aber es ist nicht genügend Platz da. So beziehen wir mit den Klassen der Jahrgangsstufe 5 wieder Räume in unserem ehemaligen Schulgebäude am Luzerner Weg in Köln-Mülheim.

2006

Die Schule erhält den Namen "LVR-Heinrich-Welsch-Schule".

2009

Inzwischen besuchen fast 250 Schüler*innen die Schule. Viele davon haben täglich einen sehr weiten Weg zur Schule. Der Schulträger LVR beschließt in Bornheim eine Außenstelle (heute: die LVR-Ernst-Jandl-Schule ) zu eröffnen. Ein Teil der Schülerschaft und des Kollegiums arbeiten anfangs in einem Containerbau und ab 2013 in einem neugebauten modernen Schulgebäude.

Nach der Teilung der Schule passen wieder alle Klassen in das Gebäude in Köln-Flittard, aber an vielen Stellen muss etwas repariert und erneuert werden. Wir teilen uns den Schulhof mit Baufahrzeugen, das Haus bekommt ein Gerüst und verschiedene Bauarbeiten werden – auch während der Unterrichtszeiten – durchgeführt.

2012

Damit die Umbauarbeiten schneller gemacht werden können, müssen wir ausziehen. In Köln-Kalk steht eine alte Schule in der Albermannstraße leer.

Mit elf Klassen und 149 Schüler*innen sind wir in das große, alte Gebäude mit vier Etagen und sehr vielen Räumen eingezogen. Es gab auch einen Computerraum, eine Lehrküche, einen Physikraum, einen Mehrzweckraum, eine Schulbibliothek sowie einen Werk- und einen Kunstraum. Die zwei Turnhallen und den großen Schulhof mussten wir uns mit der Hauptschule teilen. Der Hausmeister hatte dort einen Pausenkiosk, den viele Schüler*innen gern genutzt haben.

Außenansicht des historischen, hellen Schulgebäudes der LVR-Heinrich-Welsch-Schule in der Albermannstraße in Köln-Kalk unter blauem Himmel mit Wolken.

2016

Endlich ist unser Schulgebäude fertig! Wir konnten wieder einziehen. Es gibt nun elf Klassen, 140 Schüler*innen und 23 Lehrkräfte.

Insgesamt haben wir zwölf Klassenzimmer. Die Räume sind nun viel kleiner, als wir es von Köln-Kalk gewohnt waren, dafür sind alle Wände sauber und frisch gestrichen. Alles ist moderner und man muss nicht mehr so viele Treppen laufen. Der Schulhof hier ist viel schöner und grüner. Am beliebtesten sind das große Klettergerüst und die Nestschaukel. Seit dem Umzug haben wir auch eine Übermittagsbetreuung.

Der modernisierte Eingangsbereich der LVR-Heinrich-Welsch-Schule mit einer hellen Fassade, roten Akzenten an der Decke des Vorbaus und bunt gestalteten Buchstaben im Fenster, die den Schulnamen bilden.