Im Jahre 1848 bringt die Bauersfrau Josefine Welsch ihr erstes Kind Heinrich am 29. Mai zur Welt. Die Familie lebt in dem kleinen Ort Arzdorf (Gemeinde Wachtberg). Heinrich Welsch schreibt später über seine Eltern: "Meine Eltern waren fromme rechtschaffene und sehr fleißige Leute ...". Von den insgesamt sechs Kindern stirbt ein kleiner Bruder an einer Kinderkrankheit, was um 1850 völlig normal war. Die anderen Kinder helfen eifrig ihren Eltern auf dem Hof und auf dem Feld. Welsch: "Schon im schulpflichtigen Alter mussten wir aus Leibeskräften beim Ackerbau helfen und hatten wenig Spielzeit."
Viel Zeit hatten die Eltern auch nicht für ihre Kinder, um so wichtiger war für den kleinen Heinrich und seine Geschwister der Großvater. Er erzählt ihnen Geschichten aus der Bibel, betet mit ihnen und gleichzeitig besucht er aber auch mit ihnen die Dorfkirmes.
Heinrich Welsch hat Glück – er besucht die Dorfschule und lernt Lesen und Schreiben. Später wird er selber zum Lehrer ausgebildet und findet verschiedene Anstellungen in privaten Häusern und an Schulen.
Am 18. August 1886 heiratet Heinrich Welsch die Lehrerin Katharina Zehnter. Er schreibt über sie: "Sie hatte Kopf, Herz und Hände auf dem rechten Fleck, sie ist mir ein wahres Gottesgeschenk!"