Über Heinrich Welsch

Erfahren Sie alles über unseren Namensgeber Heinrich Welsch, der als mutiger Sozialpionier im Jahr 1905 die erste Hilfsschule in Köln-Kalk gründete. Begleiten Sie ihn auf seinem beeindruckenden Weg vom Arbeiterkind zum engagierten Lehrer, dessen Einsatz für benachteiligte Menschen unsere Schule bis heute prägt.

Heinrich Welsch – unser Schulpatron

Erfahren Sie hier mehr über das bewegte Leben von unserem Schulpatron Heinrich Welsch, für den die Unterstützung benachteiligter Menschen stets eine Herzensangelegenheit war.

Kindheit und Ausbildung

Im Jahre 1848 bringt die Bauersfrau Josefine Welsch ihr erstes Kind Heinrich am 29. Mai zur Welt. Die Familie lebt in dem kleinen Ort Arzdorf (Gemeinde Wachtberg). Heinrich Welsch schreibt später über seine Eltern: "Meine Eltern waren fromme rechtschaffene und sehr fleißige Leute ...". Von den insgesamt sechs Kindern stirbt ein kleiner Bruder an einer Kinderkrankheit, was um 1850 völlig normal war. Die anderen Kinder helfen eifrig ihren Eltern auf dem Hof und auf dem Feld. Welsch: "Schon im schulpflichtigen Alter mussten wir aus Leibeskräften beim Ackerbau helfen und hatten wenig Spielzeit."

Viel Zeit hatten die Eltern auch nicht für ihre Kinder, um so wichtiger war für den kleinen Heinrich und seine Geschwister der Großvater. Er erzählt ihnen Geschichten aus der Bibel, betet mit ihnen und gleichzeitig besucht er aber auch mit ihnen die Dorfkirmes.

Heinrich Welsch hat Glück – er besucht die Dorfschule und lernt Lesen und Schreiben. Später wird er selber zum Lehrer ausgebildet und findet verschiedene Anstellungen in privaten Häusern und an Schulen.

Am 18. August 1886 heiratet Heinrich Welsch die Lehrerin Katharina Zehnter. Er schreibt über sie: "Sie hatte Kopf, Herz und Hände auf dem rechten Fleck, sie ist mir ein wahres Gottesgeschenk!"

Ein altes Porträtfoto von Heinrich Welsch
Bild: Privatbesitz

Gründer der ersten Hilfsschule

1905 gründet Heinrich Welsch im Kölner Stadtteil Kalk eine Hilfsschule. Hilfsschulen sind Vorgänger von Förderschulen. Früher hatten Schüler*innen mit Lernschwierigkeiten häufig keine Möglichkeit etwas zu lernen, weil sie oft aus den Schulen verwiesen wurden. Jetzt hatten sie wieder die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Heute weiß man, dass man jedes einzelne Kind besser fördern kann, wenn man genau beachtet, welche Schwierigkeiten vorliegen.

Aber für die Kids früher waren solche Hilfsschulen mit engagierten Lehrkräften wie Heinrich Welsch eine vernünftige Sache. Er achtete auf ihre Bildung, Erziehung und kümmerte sich auch um ihre Probleme zu Hause. So lagen ihm die unverheirateten Mütter besonders am Herzen. Sie waren früher Menschen, die verachtet wurden und gerade ihnen half er.

Im Jahr 1935 starb Heinrich Welsch.

Das historische Grabmal von Heinrich Welsch (1848–1935) auf einem Friedhof in Köln-Kalk. Die Grabplatte trägt seinen Namen und seine Lebensdaten und ist von einer gepflegten Bepflanzung umgeben.
Grabstein von Heinrich Welsch auf dem Kalker Friedhof

Für die ganz Neugierigen

Eine ausführliche Biografie und weitere Bilder von Heinrich Welsch finden Sie auf der Webseite des Portals Rheinische Geschichte unseres Schulträgers LVR.