FabrikKino

Film ab mit der Zinkfabrik

Der Vorführraum des Kinos im Walzenlager. Mehrere Reihen roter Kinosessel vor einer Leinwand in schummrigem Licht.

Ob Western, Kultfilme oder zeitgenössische Filme – regelmäßig bieten wir Filmvorführungen an. Gemeinsam mit dem Kino im Walzenlager zeigen wir auf dem Gelände der Zinkfabrik Altenberg regelmäßig Spiel- oder Dokumentarfilme, die ein Thema der neuen Dauerausstellung aufgreifen.

BiergartenKino

Gemeinsam mit Sovat e. V. laden wir vor der Zinkfabrik Altenberg zum BiergartenKino 2026 ein.

Termine: 05.08.2026, 19.08.2026, 02.09.2026

Eintritt frei

Biergarten geöffnet ab 19.30 Uhr
Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit

Bei schlechtem Wetter pünktlicher Beginn um 20 Uhr in der Schlosserei

Biergarten mit Verkaufsstand

Nouvelle Vague

Am 5. August startet das BiergartenKino mit einem Film über die Filmkunst: „Nouvelle Vague“. Im Zentrum stehen Regisseur Jean-Luc Godard, die US-amerikanische Schauspielerin Jean Seberg und der französische Darsteller Jean-Paul Belmondo. Gemeinsam schuf das trio infernale einen der meistgefeierten Filme aller Zeiten. „À bout de souffle“ – zu Deutsch „Außer Atem“ – verhalf 1960 der französischen „Nouvelle Vague“, der „neuen Welle“ des Kinos, zum Durchbruch. Ein rasanter, experimenteller Stil inspirierte weltweit eine neue Generation junger Filmemacher und -macherinnen. Die drei Jeans, die Filmfans im Schlaf nennen können, werden in „Nouvelle Vague“ von Guillaume Marbeck, Zoey Deutch und Aubry Dullin zum Leben erweckt. US-Regisseur Richard Linklater inszeniert die Entstehung von „Außer Atem“ nicht als Dokumentation, sondern als urkomischen Spielfilm im Stil des Originals: schwarz-weiß, im grobkörnigen Schmalformat und genauso spritzig. „Nouvelle Vague“: Ein Muss für alle, denen ein „Making Of“ nicht genug ist!

Schwarz-weiße Fotografie einer Filmdrehszene in Paris. Eine junge Frau und ein junger Mann lächeln sich gegenseitig an. In der Mitte des Bildes filmt ein Kameramann. Dahinter steht ein Mann mit dunklen Haaren und Sonnenbrille und blickt auf die Szene. Unten steht der Filmtitel „Nouvelle Vague“.

Köln 75

Am 19. August geht es mit „Köln 75“ musikalisch weiter. Der Film erzählt die wahre Geschichte der Kölnerin Vera Brandes. Bereits mit 15 Jahren arbeitet die Jazzliebhaberin als Konzert-Promoterin. Das ist nicht im Sinne ihrer strengen und konservativen Eltern. Doch Veras Leidenschaft ist stärker. 1975 will die nun 18-Jährige den US-amerikanischen Pianisten Keith Jarrett für ein Konzert ins Kölner Opernhaus locken und setzt dafür alle Hebel in Bewegung. Doch das ist gar nicht so leicht. Eine Vorauszahlung von 10.000 DM, logistische Schwierigkeiten, ein kaputter Flügel und die Zurückhaltung Jarretts drohen, das Vorhaben zum Platzen zu bringen. Am Ende der turbulenten Planungen steht ein legendäres Konzert und das bis heute erfolgreichste Solo-Jazzalbum der Musikgeschichte: „The Köln Concert“. Kurz nach dem 50. Jahrestag des „Kölner Konzerts“ kam der Film von Regisseur Ido Fluk mit Hauptdarstellerin Mala Emde in die Kinos. Jetzt bringt er die Musik ins Kino im Walzenlager!

Eine junge, bunt gekleidete Frau mit Tasche läuft lachend auf die Kamera zu. Links und rechts wird sie von Klaviertasten auf orangenem Grund eingerahmt. Oben stehen der Filmtitel „Köln 75“ und darunter der Text: „Eine Frau. Ein Traum. Ein legendäres Konzert.“

Wilma will mehr

Den Abschluss macht am 2. September „Wilma will mehr“. Im neuen Film der Regisseurin Maren-Kea Freese kollidieren zwei Lebenswelten, die unterschiedlicher nicht sein könnten – sächsische Beschaulichkeit trifft auf österreichischen Großstadttrubel. Hauptfigur ist die technikversierte Wilma aus der Lausitz, die mit Mitte 40 vor einem Neuanfang steht. Wilmas Mann betrügt sie und im Job steht sie vor der Kündigung. Impulsartig ergreift die ehemalige Kraftwerksmitarbeiterin die Flucht und zieht aus ihrer Heimat nach Wien. Anfangs fremd, wird sie schnell als Handwerkerin an die unterschiedlichsten Orte herumgereicht und lernt die Vielfalt des Wiener Kosmos kennen. Nach und nach verflüchtigen sich Unsicherheit und Ausweglosigkeit und machen Aufregung und Hoffnung Platz. Schlussendlich findet Wilma den Weg, von dem sie vielleicht nie vorher wusste, dass sie ihn gehen wollte. Ein Film mit Charme und Witz, getragen von Hauptdarstellerin Fritzi Haberlandt – zum Lachen, Weinen und Träumen!

Eine Frau mit blonden Haaren schaut vor verschwommenem Hintergrund lächelnd nach oben. Sie streckt beide Hände nach oben. In der oberen Bildhälfte steht in rosafarbener Schrift der Name „Fritzi Haberlandt“, darunter groß der Filmtitel „Wilma will mehr“.

WalzenlagerKino

Im Kino im Walzenlager auf dem Gelände des Zinkfabrik Altenberg zeigen wir gemeinsam regelmäßig Spiel- oder Dokumentarfilme.

Vom Traum, unsinkbar zu sein

Dokumentation | Deutschland 2025

03.09., 04.09., 05.09., 07.09., 08.09. – 18:00 Uhr
06.09.2026 – 16:00 Uhr

Dauer: ca. 87 Minuten

FSK 6

Die DDR besaß einst eine Hochseefischereiflotte mit über 100 Dampfern – die größte deutsche Flotte der Geschichte. Über 35 Jahre nach der Wende gibt es nur noch wenige Schiffe, die unter der Flagge von Hammer, Zirkel und Ährenkranz fuhren. Regisseur und Drehbuchautor Tom Fröhlich, kurz nach dem Mauerfall 1989 in Rostock geboren, begibt sich auf eine historisch-maritime Spurensuche. Vier ehemalige Fischkähne aus Ostzeiten spürt er auf: um die Ecke in Hamburg, aber auch in Spanien, Dänemark und sogar auf Grönland. Obwohl – oder gerade weil? – sie ihren Zenit hinter sich haben, strahlen sie eine Vergangenheit aus, die für die einen längst vergessen, für andere aber sehr lebendig geblieben ist. Und so erfüllt sie auch heute noch ein Sinn – Leben, Arbeit und Erinnerung finden an Deck dieser besonderen Orte zusammen.

Schauspieler Charly Hübner, ebenfalls ein Kind der DDR, erzählt die Geschichte(n) rund um die alten Stahlkolosse, begleitet vom Shanty-Chor „Luv und Lee“, der sich aus ehemaligen Mitgliedern des VEB (Volkseigener Betrieb) Fischfang Rostock zusammensetzt. „Vom Traum, unsinkbar zu sein“ erzählt von Menschen, Arbeit und Identität auf dem Meer zur Zeit des geteilten Deutschlands – ohne falschen Kitsch, aber doch empathisch gegenüber einer verlorenen gegangenen Lebenswelt.

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Filmplakat mit dem Titel "Vom Traum, unsinkbar zu sein", im Hintergrund ein Schiff auf dem Meer