Schulregeln & Verhaltenskodex

An der LVR-Schule Linnicher Benden legen wir höchsten Wert auf ein sicheres, gewaltfreies und von gegenseitigem Respekt geprägtes Schulleben. Unsere Schulregeln sowie Verhaltenskodexe geben allen Beteiligten Orientierung und sichern das Wohl aller Beteiligten.

Unsere Schulregeln

Gemeinsam lernen, lehren und lachen gelingt nur in einer Atmosphäre der Sicherheit. Das verbindliche Regelwerk unserer Schule wurde im dialogischen Austausch mit den Schüler*innen erarbeitet.

Unsere zentralen Schulregeln:

  • Gewaltfreiheit: Wir sind eine gewaltfreie Schule. Alle Menschen an unserer Schule haben das Recht, sicher zu sein.
  • Respektvolles Miteinander: Ich gehe freundlich, vorsichtig und fair mit anderen um.
  • Sorgsamer Umgang: Ich gehe sorgfältig mit Gegenständen, Möbeln und Unterrichtsmaterialien um.
  • Grenzen achten: Ich achte die Grenzen anderer Personen: "STOPP heißt STOPP" und "NEIN heißt NEIN".
  • Nutzung elektronischer Medien: Ich nutze Mobiltelefone und elektronische Spielmedien nur nach ausdrücklicher Erlaubnis durch die Lehrkräfte.

Verhaltenskodex für Mitarbeitende

Unser Verhaltenskodex gibt allen Beschäftigten der LVR-Schule Linnicher Benden einen verbindlichen Orientierungsrahmen für das tägliche Handeln. Er gilt gleichermaßen für das Lehrpersonal, Therapiepersonal, Pflegekräfte, Hausmeister, Küchen- und Bürokräfte, Busfahrer*innen der Schülerbeförderung sowie für Praktikant*innen , Freiwillige im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst und für Schulbegleitungen.

Der Kodex dient der Prävention, um Kindeswohlgefährdung und Grenzüberschreitungen an unserer Schule konsequent zu verhindern. Zudem schützt er das Personal vor falschen Verdächtigungen. Die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nach dem Kinderschutzgesetz ist für alle Mitarbeitenden verpflichtend. Verstöße gegen den Verhaltenskodex führen zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen und müssen der Schulleitung gemeldet werden.

Die verbindlichen Verhaltensregeln

  • Wertschätzung und Würde: Alle Menschen haben das Recht, respektvoll und freundlich behandelt zu werden. Niemand wird gedemütigt, beschimpft oder bloßgestellt.
  • Angemessene Distanz: Die Mitarbeitenden achten auf eine der pädagogischen Tätigkeit angemessene Distanz und wahren persönliche Grenzen (insbesondere in Pausensituationen bei Tobe- oder Fangspielen).
  • Namentliche Ansprache: Alle Personen werden mit ihrem Namen angesprochen. Spitz- oder Kosenamen sind untersagt (übliche Abkürzungen des Namens sind erlaubt).
  • Angemessene Kleidung: Es wird auf angemessene Kleidung geachtet (geschlossene Dekolletés, keine Hotpants, keine bauchfreie Kleidung, größtenteils bedeckte Oberschenkel). Im Schwimmunterricht tragen weibliche Personen einen Badeanzug, im Sportunterricht wird Kleidung getragen, die Brust, Bauch und Po bedeckt.
  • Umkleidesituationen: Mitarbeitende ziehen sich nicht im Beisein von Schüler*innen um.
  • Nutzung privater Mobiltelefone: Pflegende Mitarbeitende nehmen ihr privates Mobiltelefon nicht mit in die Pflegesituationen der Schüler*innen.
  • Eingreifen bei Grenzverletzungen: Werden persönliche Grenzen von Schüler*innen verletzt, greifen die Mitarbeitenden zum Schutz der Betroffenen unverzüglich ein.
  • Verbot von Angstritualen: Mutproben oder Rituale, die Schüler*innen Angst machen oder bloßstellen, sind grundsätzlich untersagt.
  • Fotografieren und Filmen: Das Fotografieren und Filmen ist auf dem Schulgelände grundsätzlich untersagt. Ausnahmen sind ausschließlich für unterrichtliche Zwecke gestattet.
  • Keine privaten Kontaktaufnahmen: Mitarbeitende nehmen keinen Kontakt über ihre privaten Accounts (zum Beispiel bei Facebook, Instagram oder WhatsApp) mit Schüler*innen auf. Ein dienstlicher Kontakt ist zum Beispiel auf Klassenfahrten über schuleigene Mobiltelefone möglich.
  • Schutz vor ungeeigneten Medien: Medien mit Gewalt, jugendgefährdenden oder rassistischen Inhalten werden an unserer Schule nicht geduldet. Themen dieser Art werden ausschließlich im Unterricht behandelt.
  • Regelung von Geschenken: Private Geschenke von Mitarbeitenden an Schüler*innen sind nicht zulässig. Geschenke aus pädagogisch sinnvollen Anlässen (zum Beispiel bei Siegerehrungen oder Geburtstagen) werden im Klassenteam abgesprochen.
  • Wahrung persönlicher Grenzen: Mitarbeitende führen mit Schüler*innen keine Gespräche über das eigene Intimleben oder persönliche Belastungen.

Vorgehen bei Grenzverletzungen und Schutz der Intimsphäre

Grundsätze für eine pflegerische Versorgung, welche die Intimsphäre schützt, sind in unserem eigenständigen Pflegekonzept verankert. Für besondere Situationen gelten folgende klare Leitlinien:

  • Grenzverletzungen unter Schüler*innen: Bei vermuteten oder tatsächlichen einmaligen Grenzverletzungen erfolgt die Absprache im Team und mit der Schulleitung. Es wird niemals ein gemeinsames Gespräch zwischen betroffenen und übergriffigen Schüler*innen geführt und keine Entschuldigung erzwungen.
  • Grenzverletzungen durch Personal: Bei vermuteten sexuellen Grenzverletzungen oder Übergriffen durch Mitarbeitende wird unverzüglich die Schulleitung hinzugezogen.
  • Externe Beratung: Die LVR-Schule Linnicher Benden verpflichtet sich, bei Vermutungssituationen eine trägerunabhängige externe Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt einzubinden. Mitarbeitende können sich bei Vermutungen auch direkt beraten lassen.

Verhaltenskodex für Schüler*innen

Unser Verhaltenskodex gibt allen Schüler*innen Orientierung und Sicherheit im täglichen Schulleben. Er beschreibt klare, gemeinsame Regeln für einen respektvollen und wertschätzenden Umgang – sowohl untereinander als auch gegenüber allen Mitarbeitenden. Dieser verlässliche Rahmen sorgt dafür, dass die Grenzen jeder einzelnen Person geachtet werden und sich alle an unserer Schule sicher und wohlfühlen können.

Als fester Bestandteil unseres Schutzkonzeptes dient der Kodex der aktiven Prävention: Er stärkt das Gemeinschaftsgefühl und stellt sicher, dass grenzüberschreitendem Verhalten an der LVR-Schule Linnicher Benden konsequent vorgebeugt wird.

Verhaltensregeln für Schüler*innen

Folgender Kodex gibt den Schüler*innen Orientierung für ein respektvolles Miteinander:

  • Respekt und Würde: Alle Schüler*innen haben das Recht, respektvoll und freundlich behandelt zu werden. Niemand wird beleidigt, beschimpft, niedergemacht, ausgelacht oder gemobbt.
  • Respektvoller Sprachgebrauch: Wir sprechen freundlich miteinander. Anzügliche Witze, Sprüche oder sexuelle Anspielungen sind zu keiner Zeit erlaubt.
  • Namentliche Ansprache: In der Schule werden alle mit ihrem Namen angesprochen. Spitznamen oder Abkürzungen sind nur erlaubt, wenn die angesprochene Person dies ausdrücklich erlaubt.
  • Wahrung der Privatsphäre und Körperabstand: Alle Schüler*innen halten die persönlichen Grenzen der anderen ein. Sie achten im Umgang untereinander auf eine Armlänge Körperabstand und kommen niemandem zu nahe, wenn der- oder diejenige es nicht möchte (zum Beispiel in Pausensituationen bei Tobe- und Fangspielen).
  • Geltung der Grenzen in allen Bereichen: Allgemeine und persönliche Grenzen werden immer von allen Schüler*innen eingehalten und geachtet. Dies gilt neben den Pausen jederzeit auch während des Unterrichts , der Pflege und der Therapie .
  • Kompakter Grundsatz: Die wichtigste Regel lautet: "STOPP heißt STOPP" und "NEIN heißt NEIN".
  • Angemessene Kleidung: Alle Schüler*innen tragen eine angemessene Kleidung, bei der Bauch, Po und Brust bedeckt sind. Im Schwimmunterricht tragen alle Schüler*innen einen Badeanzug. Im Sportunterricht tragen alle sportliche Kleidung, bei der ebenfalls Brust, Bauch und Po bedeckt sind.
  • Umkleidesituationen: Schüler*innen ziehen sich nicht im Beisein von Mitarbeitenden um. Ausnahmen bilden ausschließlich Situationen, den denen Mitarbeitende Schüler*innen beim Umziehen helfen.
  • Schutz vor Angst und Mutproben: Mutproben und Situationen, die Schüler*innen Angst machen oder bei denen sie sich unwohl fühlen, sind an unserer Schule nicht erwünscht. Kinder und Jugendliche dürfen niemals in Angst und Schrecken versetzt werden.
  • Verhalten im öffentlichen Raum Schule: Die Schule ist ein öffentlicher Ort für alle. Angemessene Kontaktaufnahmen sind zum Beispiel Händeschütteln oder kurze Umarmungen zur Begrüßung. Paare dürfen Händchen halten sowie sich zur Begrüßung und Verabschiedung ein Küsschen geben.
  • Abgrenzung zum privaten Raum: Enger Körperkontakt wie intensives Kuscheln gehört in den privaten Bereich (zum Beispiel nach Hause) und findet nicht im öffentlichen Schulleben statt.
  • Fotografieren und Filmen: Das Fotografieren und Filmen ist in der Schule grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahmen können im Unterricht vorkommen oder bei besonderen Anlässen wie Klassenfahrten (zum Beispiel für Klassenfotos).
  • Umgang mit Medien und Inhalten: Bilder, Videos und Computerspiele mit gewalttätigen, jugendgefährdenden oder rassistischen Inhalten werden an unserer Schule nicht geduldet.
  • Digitale Kontaktaufnahme: Schüler*innen nehmen nicht über private Accounts (zum Beispiel Facebook, Instagram oder WhatsApp) Kontakt mit Mitarbeitenden der Schule auf. Ausnahmen können aus organisatorischen Gründen vorkommen (zum Beispiel auf Klassenfahrten).

Eingreifen der Mitarbeitenden

Werden die persönlichen Grenzen von Schüler*innen durch andere verletzt, greifen unsere Mitarbeitenden zum Schutz der Betroffenen unverzüglich ein.

Die Verletzung des Verhaltenskodex zieht entsprechende Schritte wie erzieherische Gespräche oder Ordnungsmaßnahmen nach sich. Weiter enthält der Verhaltenskodex die Verpflichtung, Verstöße von Schüler*innen der Schulleitung mitzuteilen.