Sekundarstufe I

Selbstständigkeit erweitern, Wissen vertiefen und eigene Zukunftswege gestalten: Die Sekundarstufe I führt unsere Schüler*innen von der Orientierung in den weiterführenden Klassen bis hin zum passgenauen Schulabschluss.

Blick von hinten auf eine Schülerin im Klassenraum

Struktur der Sekundarstufe I

Die Sekundarstufe I baut nahtlos auf der Primarstufe auf und führt den zehnjährigen Bildungsgang unserer Schule fort. Sie gliedert sich in zwei Stufenbereiche:

  • Mittelstufe: Klassen 5 bis 7
  • Abschlussstufe: Klassen 8 bis 10

Der Unterricht erfolgt in Klassenverbänden und fachleistungsdifferenzierten Kursen. Das ländliche Umfeld und die Infrastruktur der Stadt Linnich werden dabei aktiv in den Unterricht und in Vorhaben zur Selbstständigkeitserziehung einbezogen.

Orientierung und Fachwissen

In der Mittelstufe (Klassen 5 bis 7) knüpfen die Schüler*innen an die Lernerfahrungen der Grundschulzeit an. Neben der fachlichen Vertiefung steht die Persönlichkeitsentwicklung in einer Phase wichtiger körperlicher und sozialer Veränderungen im Mittelpunkt.

Schwerpunkte der Mittelstufe

  • Erweiterter Fachunterricht: Neben den Hauptfächern gewinnen naturwissenschaftliche, gesellschaftswissenschaftliche und musisch-künstlerische Fächer an Bedeutung.
  • Differenziertes Kurssystem: In den Kernfächern arbeiten die Jugendlichen in leistungsorientierten Lerngruppen und Kurssystemen, um den unterschiedlichen Bildungsgängen gerecht zu werden.
  • Medienkompetenz und digitale Bildung: reflektierter Umgang mit digitalen Medien, Lernsoftware und Arbeitsmitteln im Unterrichtsalltag
  • Stärkung der Selbstständigkeit: Ausbau von Eigenverantwortung, Arbeitsorganisation und sozialer Kompetenz im Klassenverband
  • Erweiterte Mobilität: Orientierung im Nahraum der Stadt Linnich und Nutzung der lokalen Infrastruktur für Unterrichtsgänge und Projekte

Berufsorientierung und Lebenspraxis

Die Abschlussstufe (AST) der Klassen 8 bis 10 bildet die Brücke zwischen Schule und Erwachsenenleben. Der Unterricht richtet sich hier verstärkt an der praktischen Lebenswirklichkeit und der Vorbereitung auf die Arbeitswelt aus.

Zentrale Bausteine der Abschlussstufe

  • Praxistag (Schüler*innenfirma): In den Fächern Arbeitslehre, Technik, Hauswirtschaft und Wirtschaft lernen die Jugendlichen in wöchentlichen Blockzeiten handlungsorientiert und realitätsnah nach dem Prinzip von Schüler*innenfirmen (Module: Technik, Wirtschaft, Büro, Hauswirtschaft und Mobilität).
  • Angebunden an die Berufsorientierung: Die Berufsvorbereitung beruht auf einem Drei-Säulen-Modell aus Schule, dem Integrationsfachdienst (IFD / KAoA-STAR ) und der Reha-Beratung der Agentur für Arbeit.
  • Dreistufiges Praktikakonzept: Systematischer Aufbau beruflicher Erfahrungen durch Praktika in den Klassen 8, 9 und 10:
    • Klasse 8: Orientierungspraktikum zum ersten Kennenlernen der Arbeitswelt
    • Klasse 9: Erkundungspraktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit IFD-Begleitung
    • Klasse 10: Schwerpunktpraktikum in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), Inklusionsbetrieben oder Ausbildungsbetrieben
  • Lebenspraktische Bildung: intensive Projekte zu den Themenfeldern eigenständiges Wohnen, Haushaltsführung, Mobilitätstraining (Bus und Bahn) sowie Rechte und Pflichten im Alltag
  • Abschlussstufen-Woche: jährliche Projektwoche mit externen Partner*innen zu Bewerbungstraining, Zukunftsorientierung und Lebensplanung

Rhythmisierter Ganztag: Bildung, Therapie und Pflege

Auch in der Sekundarstufe I greifen Unterricht , therapeutische Behandlungen (Ergo-, Physio- und Sprachtherapie) und gesundheitliche Pflege nahtlos ineinander:

  • Tagesstruktur: ausgewogener Wechsel aus Fachleistungsunterricht, individueller Förderung, Pausen und gemeinsamen Aktivitäten
  • Ernährung: ausgewogenes, DGE-zertifiziertes Mittagessen für alle Schüler*innen
  • Fahrdienst: sichere Beförderung durch den LVR-Schülerspezialverkehr oder individuelle Förderung zur selbstständigen Nutzung des ÖPNV