Förderschwerpunkt Sprache
Erfahren Sie hier, was unseren Förderschwerpunkt Sprache ausmacht: Wir erklären Ihnen unsere Konzepte und zeigen, wie wir Kinder und Jugendliche individuell fördern und im Schulalltag begleiten.
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Das Ziel der LVR-Wilhelm-Körber-Schule ist es, all unseren Schüler*innen die bestmögliche Schullaufbahn zu ermöglichen. Als Kompetenzzentrum für den Förderschwerpunkt Sprache verknüpfen wir qualitativ hochwertigen Unterricht mit spezialisierter Diagnostik und individuellen Fördermaßnahmen.
Bei uns ist Sprache das verbindende Element in allen Unterrichtsfächern , um Barrieren abzubauen und Bildungschancen nachhaltig zu sichern.
Sprache ist so individuell wie der Fingerabdruck eines Menschen. Deshalb gibt es bei uns kein Standardprogramm, sondern Konzepte, die sich an der persönlichen Geschichte jedes Kindes orientieren. Wir begleiten unsere Schüler*innen dort, wo sie Unterstützung benötigen – sei es beim flüssigen Sprechen, beim Verstehen von Texten oder beim Überwinden von Kommunikationsbarrieren.
Entdecken Sie hier unsere Schwerpunkte im Detail:
Für Schüler*innen, die stottern, bieten wir an unserer Schule bei Bedarf eine gezielte Unterstützung an. Diese findet als kompakte Gruppentherapie statt und orientiert sich an dem bewährten Konzept von Holger Prüß (Bonner stationäre Therapie).
Der Weg zu einem flüssigeren Sprechen führt paradoxerweise oft über das Stottern selbst. Unsere wichtigsten Prinzipien sind:
Wir arbeiten nicht nur an der Aussprache, sondern blicken auf das Kind mit all seinen Facetten:
Eine Therapie ist nur dann erfolgreich, wenn sie dort funktioniert, wo das Leben stattfindet. Deshalb üben wir ganz praktisch:
Erfolg braucht Motivation. Deshalb arbeiten wir nach zwei wichtigen Regeln:
An der LVR-Wilhelm-Körber-Schule liegt bei etwa 5 % unserer Schüler*innen eine Diagnose aus dem Spektrum Mutismus oder Autismus vor. Unser Ziel ist es, diesen Kindern und Jugendlichen einen sicheren Raum für ihre individuelle sprachliche Entwicklung zu bieten.
Am häufigsten begleiten wir Lernende mit folgenden Schwerpunkten:
Gelegentlich werden auch Schüler*innen mit atypischem oder frühkindlichem Autismus bei uns unterrichtet.
Damit ein Kind mit diesen Diagnosen an der LVR-Wilhelm-Körber-Schule aufgenommen werden kann, gibt es gesetzliche Vorgaben (nach der Ausbildungsordnung Sonderpädagogische Förderung, kurz AO-SF).
Eine Aufnahme ist möglich, wenn
Obwohl diese Schüler*innen kognitiv oft sehr leistungsstark sind, stehen sie an Regelschulen vor besonderen Herausforderungen:
Kinder und Jugendliche mit selektivem Mutismus verfügen meist über eine altersgerechte Sprachentwicklung. Dennoch verstummen sie in bestimmten Situationen oder gegenüber fremden Personen komplett.
Wir sehen unsere Aufgabe darin, diese Barriere gemeinsam mit den Betroffenen behutsam abzubauen.
Ein Wechsel an die LVR-Wilhelm-Körber-Schule ist eine große Chance. In einem neuen Umfeld können sich die Schüler*innen als "sprechende Personen" neu erfinden.
Um den enormen Druck von den Kindern und Jugendlichen zu nehmen, gibt es an unserer Schule eine klare Regelung zur Leistungsbewertung:
Dies ermöglicht es den Lernenden, sich ohne den Stress der Benotung auf ihre individuellen Kommunikationsschritte zu konzentrieren.
Unser Lese-Tipp für Interessierte:
Reiner Bahr: "Wenn Kinder schweigen. Redehemmungen verstehen und behandeln" (Patmos Verlag)
Das Asperger-Syndrom ist eine Entwicklungsstörung, die sich bereits in der frühen Kindheit zeigt. Es beeinflusst vor allem, wie Kinder und Jugendliche mit ihrer Umwelt in Kontakt treten und Informationen verarbeiten.
Jedes Kind ist individuell, doch häufig zeigen sich folgende Besonderheiten:
An der LVR-Wilhelm-Körber-Schule schaffen wir eine Umgebung, die diesen Besonderheiten Rechnung trägt. Durch klare Strukturen und ein verständnisvolles Miteinander helfen wir unseren Schüler*innen, soziale Regeln besser zu verstehen und ihren Schulalltag erfolgreich zu meistern.
Unser Lese-Tipp für Interessierte:
Reiner Bahr: "Igel-Kinder. Kinder und Jugendliche mit Asperger-Syndrom verstehen" (Patmos Verlag)
An der LVR-Wilhelm-Körber-Schule haben etwa 60 % unserer Schüler*innen besondere Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Schreibens.
Wenn die Leistungen deutlich von dem abweichen, was man aufgrund des Alters und der Intelligenz erwarten würde, sprechen wir von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS). Da dies den Alltag (zum Beispiel Fahrpläne lesen, Bewerbungen schreiben) stark beeinflussen kann, setzen wir auf ein spezialisiertes Förderkonzept.
Um jedes Kind dort abzuholen, wo es steht, nutzen wir wissenschaftlich fundierte Tests:
Wir arbeiten mit der "Lautgetreuen Lese-Rechtschreibförderung". Ziel ist es, Frustration abzubauen und Erfolgserlebnisse zu schaffen.
Wir möchten verhindern, dass LRS zu einer Abwärtsspirale bei den Noten führt. Daher gelten bei uns besondere Regeln:
Wussten Sie schon? Unser LRS-Konzept ist so erfolgreich, dass es sogar im Rahmen der Lehrkräfte-Ausbildung an der Leibnitz Universität Hannover als Best-Practice-Beispiel vorgestellt wurde.
Unser ehemaliger Schulleiter Dr. Reiner Bahr (2007 – 2021) ist noch Lehrbeauftragter an der Leibnitz Universität Hannover.
Lesen ist weit mehr als das bloße Aneinanderreihen von Buchstaben. Es ist ein komplexer Prozess, bei dem das Gehirn Laute in Schrift übersetzt und daraus Sinn entnimmt. Da viele unserer Schüler*innen eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) haben, unterstützen wir sie intensiv dabei, die Hürden der Schriftsprache zu meistern.
Viele Kinder mit Förderbedarf im Bereich Sprache stehen vor der Herausforderung, dass die Verknüpfung von Lauten und Zeichen nicht automatisch funktioniert.
Um diese Hürden zu überwinden, wird der Lesevorgang bei uns Schritt für Schritt aufgebaut:
Zur Unterstützung der einzelnen Schritte nutzen wir Lautzeichen, die Wörterkartei, Hörkarteien und die Anlauttabelle.
Unser Ziel: Wörter nicht mühsam Buchstabe für Buchstabe zu erschließen, sondern sie als Ganzes zu erfassen ("Wortbildmuster"). Je öfter ein Wort gelesen wird, desto schneller erkennt das Gehirn es wieder.
An der LVR-Wilhelm-Körber-Schule ist das Lesen fest in den Alltag integriert:
Obwohl alle unsere Klassenräume mit PCs ausgestattet sind, bleibt das Schreiben von Hand ein zentraler Bestandteil unseres Unterrichts. Unser Ziel ist es, dass unsere Schüler*innen lernen, Texte nicht nur inhaltlich richtig, sondern auch lesbar und strukturiert zu verfassen.
Besonders in den Klassen 5 und 6 legen wir das Fundament für eine sichere Rechtschreibung und eine saubere Handschrift:
"Jetzt muss ich eine ganze Seite schreiben!" – Dieser Gedanke löst bei vielen Schüler*innen Stress aus. Wir begleiten sie Schritt für Schritt von festen Strukturen hin zum freien Schreiben:
Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf im Bereich Sprache haben oft Schwierigkeiten, ihre Gedanken in eine logische und für andere verständliche Struktur zu bringen. Hier setzen wir spezifische Hilfen ein:
Ein positiver Nebeneffekt: Wer schreibt, liest automatisch mit – und ganz nebenbei entwickeln unsere Schüler*innen eine solide Medienkompetenz.
Suchen Sie nach weiteren Informationen oder Beratungsmöglichkeiten? Die folgenden Institutionen und Fachverbände bieten wertvolle Unterstützung und fundiertes Wissen rund um den Förderschwerpunkt Sprache.