Unterrichtsfächer

Entdecken Sie unsere Vielfalt unseres Unterrichts: von klassischen Kernfächern bis hin zu praktischen Wahlpflichtangeboten wie der Fahrradwerkstatt oder dem Schulgarten. Wir fördern unsere Schüler*innen individuell und bereiten sie praxisnah auf das weitere Leben vor.

Illustration von drei Personen, die Kästchen auf einem überdimensionalen Browserfenster verschieben.

Unsere Schulfächer auf einen Blick

An der LVR-Wilhelm-Körber-Schule bieten wir ein breites Spektrum an Unterrichtsfächern, die Kopf, Herz und Hand gleichermaßen ansprechen. Entdecken Sie hier, welche das sind:

Wahlpflicht-Unterricht (WPU)

Das Wort "Wahlpflicht" setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

  • Wahl: Unsere Schüler*innen dürfen sich ein Fach aus einem Angebot selbst aussuchen – je nachdem, was sie gut können oder was sie interessiert (zum Beispiel Technik, Hauswirtschaft, Informatik und vieles mehr).

  • Pflicht: Sobald sie sich für ein Fach entschieden haben, ist die Teilnahme daran für den festgelegten Zeitraum (meist ein Halbjahr oder ein Schuljahr) verpflichtend. Es ist also ein reguläres Unterrichtsfach mit Noten.

Was passiert im Wahlpflicht-Unterricht?

An der Förderschule dient dieser Bereich vor allem dazu, die Jugendlichen auf das Leben nach der Schule vorzubereiten:

  • Eigene Stärken entdecken: Ab Klasse 7 können die Schüler*innen ausprobieren, wo ihre Talente liegen. Wer gerne handwerkt, wählt vielleicht Technik; wer gerne plant und organisiert, eher Hauswirtschaft.

  • Lernschwerpunkte setzen: Unsere Schüler*innen lernen, Verantwortung für die eigene Schullaufbahn zu übernehmen. Sie entscheiden selbst, worin sie "Expert*innen" werden wollen.

  • Vorbereitung auf den Beruf: Da der WPU oft sehr praktisch ist, hilft er dabei, herauszufinden, welcher Beruf später passen könnte. Es ist also eine erste wichtige Brücke zwischen Schule und Arbeitswelt.

Zusammengefasst: Der WPU ist die Chance, die Schule ein Stück weit nach den eigenen Interessen mitzugestalten!

Unsere Wahlpflicht-Gruppen

Zur Wahl stehen vielfältige Angebote aus dem musischen, sportlichen, technischen und naturwissenschaftlichen Bereich. Hier stellen unsere Schüler*innen einige der Gruppen der letzten Jahre vor.

Das sagen unsere Schüler*innen dazu:

Unser Schulgarten ist in mehrere Beete aufgeteilt. Die Beete werden von jeweils einer Klasse oder einer Gruppe gepflegt. Die Schüler*innen säen, hacken, harken und graben.

Wenn im Biologie-Unterricht Frühblüher behandelt werden, können wir uns die Pflanzen im Garten anschauen. Gemüse wie zum Beispiel Radieschen oder Möhren ernten wir und essen sie. Über Schnittlauch und Petersilie freuen sich die Schüler*innen, wenn sie im Hauswirtschafts-Unterricht kochen lernen.

Im Spätherbst und Winter fällt auf den Beeten weniger Arbeit an. Wir sind dann regelmäßig auf dem Schulgelände und drumherum im Einsatz und reinigen die Wege und Eingänge rund um das Schulgelände. Dabei finden wir zahllose Glasflaschen, Kaffeebecher und anderen Müll.

Interview mit dem Kiosk-Team

  • Wie viele Personen betreiben den Kiosk?
    In der Stufe 7 und 8 sind wir sieben Schüler*innen und eine Lehrkraft. Es gibt aber auch noch eine Gruppe der Stufe 9 und 10. Unser Schulkiosk ist an zwei Tagen in der Woche geöffnet.

  • Welche Aufgaben gibt es bei euch?
    Wir haben die folgenden Positionen: Kioskleitung, Einkäufer*in, Sprecher*in, Kassenwart*in, Kassierer*in, Küchendienst, Spüler*in, Brötchenbeleger*in und Türsteher*in.

  • Wie viel nehmt ihr pro Pause ein?
    Das ist verschieden, meist so zehn bis 20 Euro Gewinn.

  • Welches Essen und Getränke gibt es?
    Wir verkaufen Getränke wie Kakao, Wasser, ACE-Saft. Aber auch Essen wie belegte Brötchen, Müsliriegel und meist ein warmes Tagesgericht.

  • Warum macht es Spaß, im Kiosk zu sein?
    Es macht Spaß, einkaufen zu gehen, Sachen zu verkaufen und Geld zu verdienen. Außerdem gibt es immer etwas anderes zu tun, zum Beispiel wir lernen neue Rezepte kennen und allgemein mit den Dingen in der Küche umzugehen.

  • Was lernt man hier noch?
    Wir haben zum Beispiel gelernt, wie man Brötchen professionell schmiert und wie man Gemüse hygienisch wäscht und schneidet.

Interview mit der Karten- und Brettspiele-Gruppe

  • Wie viele Personen seid ihr?
    Wir sind acht Schüler*innen.

  • Welche Spiele habt ihr bereits ausprobiert?
    Schach, Kuhhandel und ein Wolfsspiel gespielt.
    Das Wolfspiel geht so: Es gibt zwei Werwölfe und zwei Seherinnen und die anderen Spieler*innen sind Bewohner*innen. Jede Nacht können die Werwölfe eine*n Bewohner*in töten. Wenn es Morgen ist, können alle Spielenden sich beraten und abstimmen, wer getötet werden soll. Sie wissen aber nicht, wer ein Werwolf ist. Wenn es die Mehrheit will, wird er getötet. Wenn es keine Bewohner*innen mehr gibt, dann haben die Werwölfe gewonnen, und wenn es keine Werwölfe mehr gibt, haben die Bewohner*innen gewonnen. Die Seherin kann einmal heilen oder eine Person töten.

  • Was macht euch besonderen Spaß?
    Uns macht Spaß, auf den Ausgang der Spiele zu wetten. Außerdem ist es schön zu sehen, dass wir besser in Schach werden.

  • Welche Spiele wollt ihr noch neu kennen lernen?
    Wir wollen gern das Spiel Sphinx kennen lernen. Das ist ein Spiel in der Art von "verrücktes Labyrinth".

Interview mit der Werstattleitung

  • Warum machen Sie die Fahrradwerkstatt?
    Ich biete die WKS-Fahrradwerkstatt an, weil die Schüler*innen hier viele Dinge, die für ihr späteres Berufsleben wichtig sind, lernen können: technisches Verständnis, Teamarbeit, Problemlösen und vieles mehr.
    Außerdem habe ich sehr viel Spaß am Fahrradfahren und möchte die Schüler*innen auch dafür begeistern, selber (mehr) Fahrrad zu fahren. Das bedeutet, sich gleichzeitig sportlich zu betätigen und etwas für die Umwelt zu tun.

  • Was lernen die Schüler*innen hier?
    Sie lernen Fahrradteile und Werkzeuge kennen und beschäftigen sich auch theoretisch mit Aufbau, Funktion und Unterscheidung von Rahmen, Gabel, Bereifung, Bremsen, Schaltungen und Beleuchtung. Sie lernen handwerkliche Tätigkeiten (Reparieren, Montieren, Reinigen), soziale Umgangsformen (Zusammenarbeit, Umgang mit Mitarbeitenden und Kund*innen), technisches und kaufmännisches Wissen (Festlegen der Preise, Einnahmen, Ausgaben, Umsatz, Gewinn), welche ihnen im späteren Berufsleben helfen können.
    Die Schüler*nnen bearbeiten Reparaturaufträge möglichst selbständig: Sie überprüfen, notieren, ersetzen, reparieren, dokumentieren Defekte, besorgen Ersatzteile, schreiben Rechnungen, kalkulieren Preise, usw. Dabei arbeiten sie in Teams zu zweit oder zu dritt an einem Fahrrad.
    Die Schüler*innen lernen, welche Bedingungen ein verkehrssicheres Fahrrad zu erfüllen hat und wie sie ihr eigenes Fahrrad wieder verkehrssicher machen können.

  • Was macht besonderen Spaß bei der Arbeit?
    Mir macht es am meisten Spaß zu sehen, wie die Schüler*innen wirklich etwas dazugelernt haben und wie sie selber so lange an dem Fahrrad arbeiten, bis sie das Problem gefunden und behoben haben. Die Arbeit im Team mit den Jugendlichen macht mir auch sehr viel Spaß.

  • Können Sie noch etwas zur Fahrradwerkstatt erzählen?
    Ja. Wenn jemand – egal, ob Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern, Nachbar*innen, Bekannte – ein kaputtes Fahrrad hat, kann er bzw. sie es gerne zu uns bringen. Wir versuchen unser Bestes. Man muss aber schon mit einigen Wochen Wartezeit rechnen, weil wir ja nur einmal die Woche zwei Stunden WPU haben.

Interview mit unseren Schüler*innen an der Holzwerkstatt

  • Was macht ihr grade und was plant ihr noch?
    Wir machen: Holzvögel, Tischuntersätze und später etwas für Weihnachten.

  • Warum habt ihr die Holztechnik gewählt?
    Weil es cool ist!

  • Was macht euch bei Holztechnik besonders Spaß?
    Wir wollen unsere Geschicklichkeit weiterentwickeln.

  • Wie viele Leute seid ihr?
    Wir sind fünf Schüler*innen und eine Lehrkraft.

  • Mit welchen Werkzeugen arbeitet ihr?
    Dekupiersäge, Feile, Schleifpapier, Beize, Pinsel und Feinsäge.