Intensivgruppen
Leben und Lernen unter einem Dach – in zwei intensivpädagogischen Wohngruppen der LVR-Jugendhilfe Rheinland Halfeshof arbeiten Schule und Wohngruppe Hand in Hand für stabile Entwicklung und individuelle Förderung.
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In den Intensivgruppen 5a und 5b der LVR-Jugendhilfe Rheinland Halfeshof leben und lernen Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf in einem verlässlichen, eng begleiteten Umfeld. Schule und Wohngruppe arbeiten dabei als pädagogische Einheit zusammen, um Entwicklung zu stabilisieren und individuelle Perspektiven zu eröffnen.
Die LVR-Jugendhilfe Rheinland Halfeshof verfügt über zwei Intensivgruppen mit jeweils acht Wohnplätzen für schulpflichtige Kinder und Jugendliche der Sekundarstufe I im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung – oft in Verbindung mit dem Förderschwerpunkt Lernen.
Der Unterricht findet direkt in den Klassenräumen der Wohngruppen statt und wird von Förderschullehrkräften unserer Schule durchgeführt. Gemeinsam mit den Erzieher*innen entsteht ein eng verzahntes pädagogisches Setting, das auf Stabilisierung, Verlässlichkeit und individuelle Förderung ausgelegt ist.
Während des Unterrichts ist stets mindestens ein Mitglied des Erzieherteams anwesend. So können persönliche Krisen zeitnah aufgefangen, Rückzüge ermöglicht und Schüler*innen Schritt für Schritt in den Unterrichtsalltag zurückgeführt werden.
Wenn Schule und Wohngruppe Hand in Hand arbeiten, kann Entwicklung gelingen.
Regelmäßige Übergabegespräche bilden die Grundlage für ein einheitliches, abgestimmtes pädagogisches Vorgehen. Schule und Wohngruppe tauschen Informationen kontinuierlich aus und arbeiten in wöchentlichen Teamrunden eng zusammen.
Gemeinsam werden schulische, soziale und gruppenspezifische Ziele entwickelt und miteinander verzahnt. Lehrkräfte nehmen zudem an Hilfeplangesprächen teil, wodurch schulische Zielsetzungen direkt in die Gesamtplanung eines jeden jungen Menschen einfließen können.
Die enge Verzahnung zeigt sich auch in gemeinsamen Aktivitäten, die das Miteinander stärken und wertvolle Lernerfahrungen ermöglichen.
Dazu gehören unter anderem:
jährliche erlebnispädagogische Klassenfahrten
gemeinsame Unterrichtsgänge und Exkursionen
Feste, Projekte und Aktionen, die von beiden Teams gemeinsam geplant und durchgeführt werden
Solche Erlebnisse stärken das Vertrauen, fördern persönliche Kompetenzen und wirken nachhaltig positiv auf den Alltag.
Die räumlichen, zeitlichen und personellen Ressourcen werden flexibel an die Bedarfe der Schüler*innen angepasst.
Räume der Wohngruppe wie Küche, Werkraum oder Garten werden ebenso genutzt wie die Klassenräume der Schule. Die Anwesenheit der Erzieher*innen bietet zusätzliche Sicherheit und individuelle Begleitung, insbesondere in emotional herausfordernden Situationen.
Zu Beginn steht das Ankommen und die Entwicklung einer stabilen Lernbasis im Mittelpunkt. Schritt für Schritt erwerben die Schüler*innen grundlegende Unterrichtskompetenzen, entwickeln Selbstständigkeit und übernehmen mehr Verantwortung für ihr Lernen.
Wesentliche Ziele sind:
Aufbau von Lernbereitschaft
Aufarbeitung schulischer Defizite
Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen
Stärkung der Selbstständigkeit
Vorbereitung auf weitere schulische oder berufliche Wege
Je nach Entwicklung kann der Übergang in die Stammschule der LVR-Förderschule Halfeshof, in Inklusionsklassen, ein Berufskolleg oder eine andere passende Schulform erfolgen.
Sofern eine Rückkehr in die Herkunftsfamilie möglich ist, begleitet die Schule diesen Prozess in enger Zusammenarbeit mit Jugendamt und Familie.