Dauerausstellung
Deutschlands größtes Papiermuseum
Ende des Seitenheaders.
Fast 100 Jahre nach der Schließung der Papiermühle Alte Dombach um 1900 wurde das alte Handwerk der Papierherstellung hier neu zum Leben erweckt. In den historischen Fabrik- und Wohngebäuden entstand das größte deutsche Papiermuseum. Es widmet sich der Technik- und Kulturgeschichte des Papiers, greift aber auch aktuelle Themen wie Ressourcenverbrauch, Recycling und Nachhaltigkeit auf. Wer mag, kann sich auch selbst ausprobieren und eigenes Papier schöpfen.
In Bergisch Gladbach begann es vor mehr als 400 Jahren: Zahlreiche Mühlen siedelten sich damals am Ufer der Strunde an und machten die Stadt zum bedeutenden Zentrum der Papierherstellung. Erhalten blieben aus dieser Zeit die alten Fachwerkgebäude der 1614 gegründeten Papiermühle Alte Dombach, mitsamt den Arbeiterhäusern und Ställen sowie den dazugehörigen Kleingärten.
Geschlossen wurde die Anlage um 1900. Doch seit Eröffnung des LVR-Industriemuseums dreht sich das große Mühlrad wieder und treibt das historische Lumpenstampfwerk an.
Vom Lumpensammeln über die Papierbreiherstellung bis zum Schöpfen, Trocknen, Streichen, Glätten und Leimen: Sämtliche Schritte der manuellen Papierherstellung können Sie beim Rundgang durch die Dauerausstellung in den ehemaligen Produktionsräumen anschaulich nachvollziehen. Live in Betrieb erleben Sie unter anderem eine Laborpapiermaschine aus dem Jahr 1957, die zum Testen von durchgefärbten Papieren diente.
Garantiert ein Unikat ist das Blatt Papier, das Sie selbst – auch ohne Voranmeldung – mit dem großen Rahmen aus dem Faserbrei schöpfen können.
Ein Feuerlöscher und Sargbeschläge aus Papier? Für manche Überraschung sorgt die umfangreiche Sammlung des größten deutschen Papiermuseums, die ebenfalls in der Papiermühle Alte Dombach präsentiert wird. Denn ganze Generationen kennen noch die alte Maggi-Flasche, die Pfanni-Schachtel und die ATA-Dose, die in der Ausstellung das Thema Markenentwicklung illustrieren. Und viele erinnern sich an die grüne Kaugummi-Packung oder das erste Comicheft. Alles aus Papier!
Drei- oder vierlagig. Super soft oder aus Recycling-Papier. Mit oder ohne Duft. Persönliche Vorlieben bestimmen die Auswahl des Toilettenpapiers. Doch kaum jemand kennt die Geschichte des Hygienepapiers, das neben Verpackungspapieren einen Sammlungsschwerpunkt des Papiermuseums bildet. Unter anderem laden im weiß gekachelten Etablissement „sprechende“ Kloschüsseln zum Verweilen und Schmunzeln ein.
Nicht mehr in Betrieb, aber dennoch ein Highlight, ist die imposante PM4. Der gut vierzig Meter lange und fünf Meter hohe Koloss zieht mit seinem großen Sieb, den gewaltigen Presswalzen und Trockenzylindern die staunenden Blicke auf sich. In Spitzenzeiten stellte die Langsiebpapiermaschine zwanzig bis siebzig Meter Papier pro Minute her. Das Original stammt aus dem Jahr 1889 und wurde immer wieder mit neuen Bauteilen modernisiert. Sie war mehr als 100 Jahre lang in Betrieb.
Als einziges Papiermuseum zeigt das LVR-Industriemuseum eine solche Maschine in der großen Papierfabrikhalle. Der Weg dorthin führt über das Außengelände mit Maschinenpark und Pflanzenpfad, der die Pflanzen zeigt, aus denen Papier hergestellt werden kann.
Die idyllische Lage im grünen Strundetal macht die Papiermühle Alte Dombach zum beliebten Naherholungsgebiet.
Rad- und Wanderwege führen direkt an dem Fachwerkensemble vorbei und ein großer Spielplatz lockt mit einer Wasserspielanlage.
Zum Verweilen laden zahlreiche Sitzbänke und das gemütliche Museumscafé ein.
Bis heute bewirtschaftet werden auch die früheren Nutzgärten der damaligen Belegschaft.
Entdecken Sie unsere Papiermühle Alte Dombach von oben.
Rundgang durch das Museum und das Außengelände
Ende der Auflistung.