Der jüdische Friedhof von Rödingen
Der Friedhof ist fußläufig etwa zehn Minuten von der Landsynagoge entfernt.
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Es gibt heute noch über 2000 jüdische Friedhöfe in Deutschland. Oft sind sie die einzigen Zeugnisse jüdischen Lebens vor Ort. Jüdische Friedhöfe bieten je nach Größe der zugehörigen Gemeinde ein sehr unterschiedliches Bild. Sie können sehr groß mit monumentalen Grabstätten und Denkmälern sein oder wie in Rödingen klein und unauffällig.
In Rödingen sind nur noch 15 Grabsteine erhalten. Sie wurden 1964 entlang der Friedhofsmauer aufgestellt, da ihr ursprünglicher Standort nicht mehr bekannt war. 1931 fand hier die letzte Beerdigung statt.
Obwohl der Friedhof nur sehr klein ist, kann man hier viel über jüdische Bestattungskultur und exemplarisch über die jüdische Bevölkerung Rödingens lernen.
Für ausführliche Informationen zum jüdischen Friedhof in Rödingen besuchen Sie bitte die epigraphische Datenbank des Steinheim Instituts (Link weiter unten).
Bei gebuchten zweistündigen Führungen statten wir auch dem jüdischen Friedhof einen Besuch ab. Hier erklären wir Ihnen die jüdischen Bestattungsriten und zeigen Ihnen die Besonderheiten jüdischer Grabsteine und wie man Teile der hebräischen Inschriften auch ohne Sprachkentnisse entziffern kann.
Der jüdische Friedhof in Rödingen ist Eigentum des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Nordrhein. Der Friedhof ist frei zugänglich. Bitte verhalten Sie sich gebührlich und beachten folgende Hinweise:
Damit Sie die hebräischen Grabinschriften selbst erschließen können, stellen wir Ihnen hier eine Kurzanleitung zur Verfügung. Auf der Vorderseite wird der Aufbau der Inschriften erläutert, auf der Rückseite finden Sie Angaben zu den Monatsnamen und das hebräische Alefbet mit den Zahlenwerten.