Hausgeschichte

Vom Wohnhaus zum LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen.

Über mehrere Tisch ist die sogenannte Megillat Esther ausgebreitet. Das ist ein lange Schriftrolle mit verzierenden Bildern. Menschen sitzen am Tisch und betrachten die Schriftrolle.

1789

Das Ehepaar Susmann (Familienname seit 1808 Ullmann) kauft das Grundstück und Haus. Schon bald treffen sich im Haus Susmann die Rödinger Juden zum Gebet.

1841

Isaak Ullmann baut das Wohnhaus um und errichtet im Hof seines Grundstücks eine Synagoge.

1926

Die Repräsentantenversammlung der Synagogengemeinde Jülich beschließt die Auflösung der Filialgemeinde Rödingen, da nur noch drei Juden im Ort leben.

1934

Richard Wallach, Enkel von Isaak Ullmann, verkauft das Wohnhaus und die Synagoge an eine Aachener Schaustellerfamilie. Seine Tante Sibilla Ullmann, die letzte jüdische Bewohnerin, zieht in ein jüdisches Altersheim in Rheydt.

1986

Eine Arbeitsgemeinschaft der Gemeinschaftshauptschule Titz entdeckt die Rödinger Synagoge wieder.

1999

Der Landschaftsverband Rheinland kauft die Gebäude und bemüht sich um deren Sicherung und Restaurierung.

2009

Nach behutsamer Restaurierung wird das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen eröffnet.