Berufsorientierung

Wir bereiten unsere Schüler*innen Schritt für Schritt auf das Leben nach der Schule vor. Ziel ist es, gemeinsam den passenden Weg für eine selbstbestimmte berufliche Zukunft zu finden.

Geräumiger Werkraum mit Werktischen, Maschinen, Materialregalen, Tafel und einer bunt verzierten Mosaikbank im Vordergrund.

Die berufliche Zukunft im Blick: von Anfang an

Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass unsere Schüler*innen gestärkt in das spätere Erwerbsleben starten können. Wir unterstützen sie dabei, eigene Stärken zu entdecken und bereiten sie auf die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes sowie die Tätigkeiten in einer geschützten Werkstätte vor.

Spielerische Beziehungs- und Arbeitswelt

Schon in den ersten Schuljahren lernen die Kinder im Sachunterricht verschiedene Berufsbilder kennen. Bei Unterrichtsgängen erkunden wir Orte außerhalb der Schule. In Fächern wie Werken, Kunst oder Hauswirtschaft trainieren wir die Feinmotorik und das praktische Arbeiten mit den Händen. Zudem üben wir von Beginn an Teamfähigkeit, Verlässlichkeit und Eigenverantwortung.

Potenziale entdecken und Talente entfalten

In der Sekundarstufe vertiefen wir das Erlernte. Ab der 8. Klasse nutzen wir das landesweite Programm "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA).

Schule trifft Arbeitswelt (STAR)

Ein wesentlicher Baustein von KAoA an Schulen mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung ist das Projekt STAR. In enger Kooperation mit dem Integrationsfachdienst (IFD) umfasst dies:

  • Potenzialanalyse: Ermittlung individueller Stärken und Interessen
  • Berufsfelderkundung: erste praktische Einblicke in unterschiedliche Berufssparten
  • Betriebspraktika: Erprobung des Arbeitsalltags direkt in Unternehmen oder Einrichtungen
  • Elternarbeit: Enge Einbindung der Erziehungsberechtigten für einen verlässlichen Übergang

Vorbereitung auf den Übergang

In der Abschlussstufe konkretisieren wir die Zukunftsplanung im Fach Arbeitslehre, am Praxistag sowie im Rahmen von Langzeitpraktika. Dabei arbeiten die Jugendlichen zwei bis drei Wochen in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) der Lebenshilfe sowie in den Troxlerhaus Werkstätten. Wenn es möglich ist, bemühen wir uns auch um Praktikumstellen auf dem 1. Arbeitsmarkt.

Gemeinsam ermitteln wir, welche weiterführende Schule, welcher Ausbildungsberuf, welche Qualifizierungsmaßnahme oder welche Werkstatt der richtige Förderort ist.

Berufswahlmessen und Netzwerke der Region

Regelmäßig besuchen unsere Schüler*innen der Abschlussstufe regionale Berufswahlmessen und Informationstage rund um Wuppertal und den Bergischen Raum. Dort präsentieren sich Inklusionsbetriebe, Werkstätten, die Agentur für Arbeit, der Integrationsfachdienst sowie regionale Initiativen. Das Highlight dieser Messen: Berufe und Tätigkeiten können direkt vor Ort ausprobiert werden.

Der Praxistag: Praktische Handlungsfelder ausprobieren

Einmal in der Woche tauschen die Schüler*innen der Abschlussstufe den Klassenraum gegen eine spezifische Praxisgruppe. Dort lernen sie, Projekte selbstständig zu planen, auszuführen und zu reflektieren.

Die Praxisgruppen an der LVR-Förderschule Wuppertal sind:

  • Kiosk: Einkauf, Werbung, Zubereitung von Snacks, Gästebetreuung, Kassenführung und Hygiene
  • Informatik: digitale Medienbearbeitung, Textverarbeitung und angewandtes Tastaturschreiben
  • Werken: handwerkliche Grundtechniken, Materialkunde und der sichere Umgang mit Werkzeugen
  • Mobi-Gruppe (Mobilitätstraining): selbstständiges Orientieren und Nutzen von Bus und Bahn im öffentlichen Nahverkehr
  • IPF-Gruppe (Intensivpädagogische Förderung): gezielte Hinführung und Vorbereitung für Schüler*innen, die perspektivisch in den heilpädagogischen Arbeitsbereich einer Werkstatt wechseln