Intensivpädagogische Förderung

Jeder Mensch entdeckt die Welt auf seine eigene Art und Weise. An der LVR-Förderschule Wuppertal fördern wir Schüler*innen mit Komplexen Behinderungen überwiegend im altersgleichen Klassenverband, in dem Kinder mit ganz unterschiedlichen Vorraussetzungen gemeinsam lernen.

Nahaufnahme im Snoezelenraum: Ein weißer Vorhang wird von einem Projektor mit einem großen, kreisförmigen Lichtspot angestrahlt, der kleine Lichtpunkte zeigt.

Persönliche Entfaltung und aktiver Kontakt zur Umwelt

Unsere intensivpädagogische Förderung richtet sich nach dem Prinzip der größtmöglichen persönlichen Entfaltung. Um Schüler*innen mit komplexen Behinderungen den aktiven Kontakt zu ihrer Umwelt zu erleichtern, bringen wir ihnen die Welt auf basale Weise nahe.

Wichtige Bausteine unseres pädagogischen Handelns sind:

  • Vertrauensvoller Beziehungsaufbau: Eine verlässliche Bindung zwischen Schüler*innen und Lehrkräften schafft Sicherheit.
  • Ritualisierte Abläufe: Feste Tagesstrukturen und Kontinuität motivieren und regen zur Aktivität an.
  • Lernen durch Erleben: Wir gestalten Unterrichtsinhalte so, dass ein Kompetenzerwerb auf der Ebene des direkten Erfahrens stattfindet.

Individuelle Entwicklungsplanung und Orientierung

  • Entwicklungspläne: Auf der Grundlage einer differenzierten Diagnostik halten wir für alle Schüler*innen konkrete Entwicklungsziele und Fördermaßnahmen in individuellen Entwicklungsplänen fest. Diese werden regelmäßig überprüft und fortgeschrieben.
  • Orientierungssystem im Schulgebäude: Damit sich alle Schüler*innen im Gebäude zurechtfinden, nutzen wir ein System mit Referenzobjekten. Symbolische Gegenstände wie zum Beispiel ein Ball für die Turnhalle oder eine Schwimmente für die Schwimmhalle bieten Vorausschaubarkeit, Wiedererkennung und Erinnerungshilfe.

Vielfältige Fach- und Förderräume

Für die Intensivförderung stehen an unserer Schule spezialisierte Räume zur Verfügung, die passgenaue Sinnes- und Bewegungserfahrungen ermöglichen:

  • Die "Bärenhöhle" bietet gezielte Wahrnehmungsanregungen, unter anderem durch ein "Dunkelhaus", ein "Spiegelkabinett" und ein Wasserbett.
  • Der Iglu-Raum vereint Elemente des Snoezelen-Konzepts für entspannte Wahrnehmungs- und Sinneserfahrungen.
  • Der UK-Raum (Unterstützte Kommunikation) bietet wechselnde thematische Gestaltungen, in denen die Kinder elektronische sowie nicht-elektronische Kommunikationshilfen nutzen und Zusammenhänge zwischen Reiz und Reaktion erproben können.
  • Der Musikraum ermöglicht das aktive und passive Erleben von Klängen durch eine Großtrommel, eine Klanginsel, eine Klangschaukel sowie vielfältige weitere Instrumente.
  • Der Motorikraum lädt mobile Schüler*innen zum Erkunden auf verschiedenen Ebenen ein, bietet Tunnelsysteme für Licht- und Dunkelerfahrungen sowie eine Positionierungsmöglichkeit auf einem Wasserbett.
  • Die Sporthalle bietet Ausstattung für aktive und passive Bewegungserfahrungen mit Geräten zum Schaukeln, Hüpfen und Drehen.
  • Die Schwimmhalle ist barrierefrei ausgestattet mit Hubboden, Duschstühlen, Duschliegen, Lifter und diversen Auftriebshilfen.
  • Der Pausenhof bietet Spielgeräten, die speziell auch von Schüler*innen mit Komplexen Behinderungen genutzt werden können.