Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen

Psychische Erkrankungen dürfen kein Grund für Ausgrenzung sein. Offenheit und Wissen schaffen Verständnis und erleichtern den Zugang zu Hilfe.

Eine Person sitzt, hat die Hände um die Beine geschlungen und sieht niedergeschlagen aus. Eine zweite kniet sich neben sie und reicht ihr die Hand.

Vorurteile erschweren den Weg zur Hilfe

Etwa 40 bis 50 Prozent aller Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an einer psychischen Störung. Dennoch sprechen Betroffene häufig aus Angst vor Vorurteilen oder Ablehnung nicht über ihre Erkrankung. Manche ziehen sich zurück oder suchen erst spät professionelle Unterstützung.

Vorurteile belasten den Alltag häufig ebenso wie die Erkrankung selbst. Sie erschweren Betroffenen den Zugang zu Behandlung und schränken ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ein.

Offenheit schafft Verständnis

Psychische Erkrankungen sind kein Ausdruck persönlicher Schwäche. Wissen und Begegnung helfen, Vorurteile abzubauen und Verständnis zu fördern.

Eine moderne Psychiatrie beschränkt sich deshalb nicht auf Diagnostik und Behandlung. Sie trägt auch dazu bei, über psychische Erkrankungen aufzuklären, Berührungsängste abzubauen und einen offenen Umgang mit seelischer Gesundheit zu fördern.

Teilhabe ermöglichen

Jeder Mensch hat das Recht auf Teilhabe und die Unterstützung, die er braucht. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können – im Alltag, in der Familie, in der Schule, im Beruf und in der Freizeit.

Entstigmatisierung bedeutet, psychische Erkrankungen als Teil unseres Lebens anzuerkennen. Sie ist eine wichtige Voraussetzung für Teilhabe und für einen offenen Umgang mit psychischer Gesundheit.