Sprach- und Integrationsmittler*innen (SIM)
Mit der Förderung von Sprach- und Integrationsmittler*innen trägt der LVR dazu bei, Verständigung zu ermöglichen und Zugangsbarrieren zur psychiatrischen Versorgung abzubauen.
Ende des Seitenheaders.
Eine gute psychiatrische Behandlung beginnt mit gegenseitigem Verstehen. Sprachbarrieren können dazu führen, dass Symptome einer Erkrankung nicht richtig verstanden, Diagnosen erschwert oder Hilfen nicht in Anspruch genommen werden. Sprach- und Integrationsmittler*innen (SIM) unterstützen Gespräche zwischen Behandelnden und Menschen mit Zuwanderungs- oder Fluchtgeschichte. Sie übersetzen nicht nur Sprache, sondern helfen auch dabei, kulturell geprägte Missverständnisse zu vermeiden und gegenseitiges Verständnis zu fördern.
Seit 2013 fördert der LVR den Einsatz von Sprach- und Integrationsmittler*innen in den Kliniken des LVR-Klinikverbunds. Seit 2017 wird die Förderung auch auf die Kontakt- und Beratungsstellen der Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) sowie auf Suchtberatungsstellen im Rheinland ausgeweitet. Ziel ist es, Menschen mit Zuwanderungs- oder Fluchtgeschichte den Zugang zu Beratung und Behandlung zu erleichtern.
Sprach- und Integrationsmittler*innen übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie arbeiten neutral, unterliegen der Schweigepflicht und ersetzen weder therapeutische Fachkräfte noch Angehörige. Ergänzend unterstützt der LVR Fachkräfte durch Informationen und Schulungen zum Einsatz von SIM. Auch die Sozialpsychiatrischen Kompetenzzentren Migration (SPKoM) begleiten Einrichtungen bei der Anwendung des Angebots.