Sozialpsychiatrische Zentren (SPZ)

Mit der Förderung von Sozialpsychiatrischen Zentren stärkt der LVR die gemeindenahe psychiatrische Versorgung und ermöglicht die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Wohnortnah unterstützen

Psychische Erkrankungen wirken sich auf viele Bereiche des Lebens aus. Neben einer medizinischen Behandlung benötigen viele Menschen Unterstützung im Alltag – beim Wohnen, Arbeiten, in sozialen Beziehungen oder bei der Gestaltung ihres Lebens. Sozialpsychiatrische Zentren (SPZ) bieten dafür wohnortnahe Beratung, Begleitung und Unterstützung. Sie helfen Menschen mit psychischen Erkrankungen dabei, möglichst selbstbestimmt in ihrem vertrauten Lebensumfeld zu leben und Krankenhausaufenthalte möglichst zu vermeiden oder zu verkürzen.

Was der LVR fördert

Seit 1987 fördert der LVR den Aufbau und die Weiterentwicklung der Sozialpsychiatrischen Zentren im Rheinland. Heute unterstützen 71 SPZ Menschen mit psychischen Erkrankungen in allen Städten und Kreisen des Rheinlands. Gefördert werden der Aufbau, der koordinierte Betrieb sowie die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Zentren. Zu den vier Kernaufgaben gehören Kontakt und Treff, Beratung und Begleitung, Netzwerk- und Sozialraumarbeit sowie Peer-Support. Darüber hinaus unterstützt der LVR Freizeitangebote, die Begegnungen ermöglichen und die gesellschaftliche Teilhabe fördern.

Versorgung weiterentwickeln

Sozialpsychiatrische Zentren arbeiten eng mit Kommunen, Kliniken und weiteren Einrichtungen der gemeindepsychiatrischen Versorgung zusammen. Sie koordinieren Hilfen im Sozialraum und entwickeln die Versorgung gemeinsam mit ihren Partner*innen kontinuierlich weiter. Dazu gehören auch Angebote wie Peer-Counseling sowie die Förderung von Ehrenamt und Selbsthilfe. Diese stärken die Beratung auf Augenhöhe, fördern die Selbstbestimmung und ergänzen die professionellen Unterstützungsangebote.