Geschichte der Schule

Die LVR-Christoph-Schlingensief-Schule blickt auf eine junge und dynamische Entwicklungsgeschichte zurück. Erfahren Sie hier mehr über unseren Weg von der Schulgründung im Jahr 2007 über unsere Namensgebung bis hin zur modernen baulichen Erweiterung.

Schwarz-weiß Porträt zeigt den Kopf Christoph Schlingensiefs des Kölner Künstlers SAXA, der mit seiner Wortmalerei einzelne Worte von Schüler*innen  der CSS zum Gemälde zusammengestellt hat.

Die Geschichte unserer Schule

Die LVR-Christoph-Schlingensief-Schule in Oberhausen hat zum Schuljahresbeginn 2007/2008 ihren Betrieb unter dem Namen "Rheinische Förderschule" aufgenommen. Damit gehört sie zu den jüngeren Förderschulen des Landschaftsverbands Rheinland (LVR). Als Förderschule mit dem Schwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung bieten wir Kindern und Jugendlichen ein optimales Lernumfeld. Seit dem Jahr 2012 trägt unsere Schule stolz ihren heutigen Namen.

Wachstum und bauliche Erweiterung

Da die Anmeldezahlen an unserer Schule stetig stiegen, waren die Bestandsgebäude bereits im Schuljahr 2018/2019 voll belegt. Der Landschaftsverband Rheinland hatte den Ursprungsbau in den 2000er-Jahren vorausschauend jedoch so geplant, dass eine Vergrößerung jederzeit möglich war.

Durch den Anbau von zwei neuen Klassentrakten an das bestehende zentrale Hauptgebäude wurde die Schule im Jahr 2024 um zehn neue Klassen- beziehungsweise Gruppenräume erweitert und führt nun eine volle Zweizügigkeit.

Unser Namensgeber Christoph Schlingensief

Der Name unserer Schule ist eng mit der Stadt Oberhausen und einem außergewöhnlichen Künstler dieser Stadt verbunden. Christoph Schlingensief wurde am 24. Oktober 1960 als Sohn einer Kinderkrankenschwester und eines Apothekers in Oberhausen geboren. Seine Kindheit und Jugend waren geprägt von seinem Einsatz in der Katholischen Jugend und als Ministrant.

Bereits mit zwölf Jahren begann er, mit Schmalfilmen zu experimentieren. Im Keller seiner Eltern veranstaltete er schon früh "Kulturabende", bei denen damals noch junge Künstler wie Helge Schneider auftraten.

Der Weg zum Regisseur und Künstler

Nach seinem Abitur am Heinrich-Heine-Gymnasium in Oberhausen studierte Christoph Schlingensief ab 1981 in München Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte. In dieser Zeit startete seine erfolgreiche Karriere als Filmregisseur.

Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine provozierenden Spielfilme der späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre, in denen er sich sehr kritisch mit der damaligen gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit auseinandersetzte. Mit seinen Werken regte er zum Nachdenken an, stellte gesellschaftliche Fragen und setzte sich für Offenheit, Vielfalt und die Teilhabe aller Menschen ein.

Christoph Schlingensief starb 2010 an den Folgen einer Krebserkrankung.

Warum wir unsere Schule nach Christoph Schlingensief benannt haben

Die Benennung unserer Schule nach Christoph Schlingensief würdigt nicht nur seine enge Verbundenheit mit seiner Heimatstadt, sondern auch seine Haltung, Menschen unabhängig von ihren Voraussetzungen wertzuschätzen und ihnen eine Stimme zu geben. Sein kreativer Mut, seine Menschlichkeit und sein Engagement machen ihn zu einem Vorbild und zu einem passenden Namensgeber für eine Schule, die junge Menschen individuell fördert und auf ihrem persönlichen Weg begleitet.