Geschichte der Schule

Seit 1972 begleitet die LVR-Christy-Brown-Schule Kinder und Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung unseres Schulstandorts in Duisburg und die bewegende Geschichte unseres Namensgebers Christy Brown.

Schulgeschichte und Namensgebung

Die Geschichte der LVR-Christy-Brown-Schule steht für moderne und individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Aus verschiedenen Standorten hat sich über Jahrzehnte eine lebendige Schulgemeinschaft in Duisburg entwickelt.

Die Entwicklung unserer Schule

  • 1972: Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) übernimmt die Trägerschaft der damaligen "Rheinischen Schule für Körperbehinderte in Duisburg" mit den Standorten Mülheim und Oberhausen.
  • 1980: Zusammenführung aller Standorte im neu errichteten Schulgebäude in Duisburg.
  • 1994: Nach aktiver Mitgestaltung von Schüler*innen, Eltern und Mitarbeitenden erhält die Schule ihren heutigen Namen: LVR-Christy-Brown-Schule.

"So wird der Name Christy Brown für uns alle in der Schulgemeinde zum Träger moralischer Identität […]. In der Liebe der Eltern zu ihren Kindern, im Glauben an ihre Fähigkeiten und in der Hoffnung des gesamten Teams auf die Entfaltung der Persönlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler."

– Wolfgang Henrichs, erster Schulleiter (zur Namensgebung am 25. Oktober 1994)

Unser Namensgeber: Christy Brown

Christy Brown wurde am 5. Juni 1932 im irischen Dublin geboren und wuchs als zehntes von 22 Kindern auf. Aufgrund einer schweren Athetose konnte er von Geburt an lediglich seinen linken Fuß willkürlich steuern. Auch seine Sprache war stark betroffen.

Gegen alle damaligen ärztlichen Prognosen und dank des enormen Einsatzes seiner Mutter, seiner Familie sowie zielgerichteter Therapien machte Christy Brown erstaunliche Fortschritte. Seine Gefühle drückte er zunächst in der Malerei aus, später als Schriftsteller. 1954 erschien seine Welt-Autobiografie "Mein linker Fuß" (1989 erfolgreich verfilmt), gefolgt vom Roman "Ein Fass voll Leben" und weiteren Werken. 1971 heiratete er die Krankenschwester Mary Carr. Er verstarb 1981.

Bedeutung für unseren Schulalltag

Das Schicksal von Christy Brown ist für uns Verpflichtung und Ansporn zugleich:

  • Mut machen: Seine Biografie zeigt allen Schüler*innen und Eltern, dass ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben auch mit einer schweren Behinderung möglich ist.
  • Individualität erkennen: Sie ermahnt uns täglich, die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen ganz genau wahrzunehmen, ihre verborgenen Talente zu entdecken und sie optimal zu fördern.