Personalia

Nico Vincent Völkel M.A. verstärkt die Abteilung Inventarisation

Als neuen Kollegen der Inventarisation möchten wir Nico Vincent Völkel M.A. vorstellen. Nach dem Ausscheiden von Elke Janßen-Schnabel und einer längeren Besetzungspause haben wir mit Nico Vincent Völkel nun wieder einen ausgewiesenen Fachmann für Denkmal­bereiche einstellen können. Aufbauend auf dem Bachelor-Studium der Archäologie in Köln spezialisierte er sich im Master­studien­gang Denkmalpflege/ Heritage Conservation in Bamberg auf die Themen­bereiche Städte­bauliche Denkmalpflege und Historische Kultur­landschaft und führte in seiner Masterarbeit Ortsanalysen und Kulturlandschafts­inventarisationen durch.

Bisherige Tätigkeiten

Schon bei seiner ersten Beschäftigung im Landesamt für Denkmalpflege in Baden-Württemberg befasste er sich mit der Erfassung und Prüfung der Denkmal­eigenschaften archäologischer Denkmäler, verfasste Texte für die Denkmal­topographie Enzkreis und beriet bei Planungs­vorhaben. Für das Kreisarchiv Karlsruhe koordinierte er anschließend die Erfassung von Klein­denkmalen. Mit seinem Schwerpunkt­thema für die rheinische Denkmalpflege, den Denkmal­bereichen, hat er sich bereits im westfälischen Schwesteramt, der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, beschäftigt. Von dort bringt Nico Vincent Völkel auch die nötigen Kenntnisse des nordrhein-westfälischen Denkmalschutz­gesetzes mit.

Aktuelle Aufgaben

Zentral bei der Begutachtung der Denkmal­bereiche ist die Erarbeitung der jeweiligen städtebau­lichen Entwicklungs­geschichte sowie die Identifikation der Schutz­gegenstände mit Fokus auf die stadträum­lichen Zusammen­hänge. Die Beratung der Kommunen bei der nachfolgenden Satzungs­aufstellung ist ein weiterer wesentlicher Teil seiner Aufgabe. In Nico Vincent Völkel haben wir einen hoch motivierten, analytisch-konzeptionell denkenden Kollegen gewonnen, der sich auch abteilungs­übergreifend in die Städtebau­liche Denkmalpflege des Rheinlands einbringt.

Autorin: Anna Skriver

Dr.-Ing. Carsten Liesenberg verstärkt das Sachgebiet Städtebauliche Denkmalpflege

Im April 2025 ist Dr.-Ing. Carsten Liesenberg zum Referent*innen-Team der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege gestoßen und vermehrt seither unser Fachwissen insbesondere im Zusammenhang mit denkmalpflegerischen Fragestellungen, die sich im städtebaulichen Kontext stellen. Das wissenschaftliche Erfahrungswissen des Kollegen ist aber weitaus breiter gefächert, so dass nicht nur das Sachgebiet Städtebauliche Denkmalpflege des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland von diesem wichtigen Stellenzuwachs profitiert.

Carsten Liesenberg hat sein Diplomstudium (Grundstudium Architektur, Hauptstudium Städtebau) an der Hochschule für Architektur und Bauwesen/Bauhaus-Universität Weimar im Jahr 1995 absolviert und im Anschluss daran erste Berufserfahrungen im Planungsamt der Stadt Erfurt sowie in freien Büros gesammelt.

An ein Ergänzungsstudium Denkmalpflege am Dresdener Weiterbildungs- und Beratungszentrum für Denkmalpflege und behutsame Altbauinstandsetzung e.V. schloss sich die Promotion an der Bauhaus-Universität an. Die Dissertationsschrift befasst sich mit den städtebaulichen Mustern der neu gegründeten Siedlungen des 18. Jahrhunderts („Kolonien“) im brandenburgischen Oderbruch.

Eine umfangreiche und vielfältige wissenschaftliche Tätigkeit als Freiberufler (unter anderem als Stadtplaner und Denkmalpfleger in Bayern und Thüringen) sowie für Lehre und Forschung an den Universitäten Rostock, Dresden, Wismar und Frankfurt/Oder widmete sich bauhistorischen Untersuchungen, Erfassungsprojekten und Dokumentationen, oftmals auch mit kulturlandschaftlichen Bezügen. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Analyse der Entwicklung von historischen Siedlungsstrukturen, planmäßige Siedlungsprozesse seit dem 17. Jahrhundert, Wiederaufbauplanungen nach 1945, Stadtsanierungen und bauliche Zeugnisse der jüdischen Kultur.

Carsten Liesenberg ist seit 2009 Vorstandsmitglied der Heinrich-Tessenow-Gesellschaft e.V. und war 2009 bis 2018 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat für die Bewerbung „Welterbe an Saale und Unstrut“ bei der UNESCO.

Seit rund fünfzehn Jahren ist Carsten Liesenberg als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Denkmalfachämtern mit dem Schwerpunkt der städtebaulichen Denkmalpflege tätig, so zuletzt im Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, welches er auch in der Arbeitsgruppe Städtebauliche Denkmalpflege der Vereinigung der Denkmalfachämter in den Ländern über einige Jahre vertreten hat. Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland möchte diesem bedeutenden Thema, das Basis und Voraussetzung für einen angemessenen städtebaulichen Entwicklungsrahmen unseres kulturellen Erbes schaffen soll, durch verstärkte Beratungs- und Vermittlungstätigkeit mehr Aufmerksamkeit widmen.

Autorin: Claudia Euskirchen