37. Kölner Gespräch zu Architektur und Denkmalpflege
Fachtagung in Kooperation mit der TH Köln/ Lehrgebiet Denkmalpflege,
am Montag, 16. November 2026
Ende des Seitenheaders.
Selbstverständlich ist Denkmalschutz Substanzschutz! Die mitunter gealterte und veränderte materielle Substanz eines historischen Objekts vermag als Fenster in die Vergangenheit zu dienen, sie kann stets aufs Neue befragt werden und liefert als authentische Quelle unmittelbare Antworten. Und trotzdem: Jenseits dieses allgemeinen Konsenses offenbart sich die Praxis der Denkmalpflege im Umgang mit der Substanz als weites Feld.
Denkmalpflege wertet Substanz und hierarchisiert Zeitschichten, auf die Gefahr hin, zukünftig Bedeutsames zu übersehen. Denkmalpflege verhandelt den Substanzschutz unter dem Druck, die Erhaltungsfähigkeit durch künftige Nutzungsperspektiven zu sichern. Und schließlich ist sie gefordert, auf neue gesellschaftliche Anforderungen sozial-, klima- oder identitätspolitischer Art zu reagieren, indem sie ihr Methodenspektrum zwischen Untersuchung, Substanzerhalt, Dokumentation und unterschiedlichen Formen des Materialaustauschs stets neu definiert.
9.00 Uhr Eröffnung Tagungsbüro
9.30 Uhr Begrüßung
9.35 Uhr Einführung
Dr. Timo Hagen, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR)
9.45 Uhr Das Verhältnis von Substanz und Erinnerung
Prof. Dr. Daniel Lohmann, Technische Hochschule (TH) Köln
10.15 Uhr Substanz unter Druck. Anspruch und Wirklichkeit in der denkmalpflegerischen Praxis
Monika Krücken, Untere Denkmalbehörde Stadt Aachen
10.45 Uhr Pause
11.30 Uhr Substanz als Primärquelle. Vom Wert baulicher Befunde an Fachwerkgebäuden
Dr. des. Anja Schmid-Engbrodt, LVR-ADR
12.00 Uhr Sichtbare Werte. Warum Edelputze, Fugen und Oberflächen eigene Aufmerksamkeit brauchen
Sigrun Heinen und Stefanie Römer, LVR-ADR
12.30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr Naturstein am Denkmal – von wichtigen und weniger wichtigen Steinen
Christoph Schaab, LVR-ADR
14.00 Uhr „Besser als neu“: Wie man eine Bürofassade emissionsarm und zirkulär saniert
David Vaner, Büro: DAVID VANER Architektur GmbH, Basel
14.30 Uhr Pause
15.00 Uhr Austausch versus Erhalt – die Sichtbetonfassade der Musikhochschule in Hannover
Thomas Hirt, Architekturbüro T. Hirt, Hannover
15.30 Uhr Minimalinvasiv – der Dachstuhl der Burg Muldenau
Dr. Regine Weber, Eigentümerin Burg Muldenau
16.00 Uhr Abschlussdiskussion
Bitte wenden Sie sich mit Fragen zur Veranstaltung direkt an unseren Kooperationspartner, die TH Köln, Lehrgebiet Denkmalpflege:
Telefon 0221 8275-2873 (Jost Broser)
Die Anerkennung der Tagung als Fortbildungsveranstaltung ist bei der Architektenkammer NRW und der Ingenieurkammer Bau beantragt.