Therapie

Therapie ist ein fester Bestandteil der individuellen Förderung an unserer Schule. Sie unterstützt Schüler*innen dabei, ihre Selbstständigkeit und eigenen Handlungsmöglichkeiten zu fördern und zu entwickeln.

Therapie an der LVR-Dietrich-Bonhoeffer-Schule

Unsere therapeutischen Angebote sind ein wichtiger Baustein der Förderung an der LVR-Dietrich-Bonhoeffer-Schule. An unserer Schule arbeiten aktuell fünf Physiotherapeut*innen, vier Ergotherapeut*innen und zwei Logopädinnen, die über den Schulträger, den Landschaftsverband Rheinland (LVR) , angestellt sind. Die therapeutische Versorgung ist eine freiwillige Leistung des LVR.

In der Regel sind die Therapeut*innen Klassenteams zugeordnet. Ein kontinuierlicher, interdisziplinärer Austausch zwischen Therapie, Pädagogik und Pflege ist dabei selbstverständlich.

Individuelle und alltagsnahe Förderung

Jeder Mensch bringt individuelle Voraussetzungen mit. Therapie versteht sich daher als ein gemeinsamer, sich kontinuierlich weiterentwickelnder Prozess zwischen Schüler*in und Therapeut*in.

Dabei steht die Persönlichkeit des Kindes immer im Mittelpunkt. Die Therapie orientiert sich an den Reaktionen und Bedürfnissen des Kindes – im Fokus steht immer eine individuelle und alltagsnahe Förderung.

Ziele der Therapie

  • Entwicklung und Förderung der Selbstständigkeit
  • Stärkung der Persönlichkeit
  • Unterstützung der motorischen und kommunikativen Fähigkeiten
  • Förderung von Wahrnehmung und Bewegung
  • Gestaltung aktiver Teilhabe am (Schul-)Alltag
  • Unterstützung beim Erkennen eigener Fähigkeiten und Grenzen
  • Erleben von Selbstwirksamkeit
  • Funktionelle Verbesserungen

Therapie im Schulalltag

Therapie ist fester Bestandteil des Schulalltags an der LVR-Dietrich-Bonhoeffer-Schule und eng mit dem individuellen Förderkonzept der Schüler*innen verknüpft. Sie findet sowohl in speziell ausgestatteten Therapieräumen als auch unterrichtsbegleitend im Schulalltag statt. Je nach Bedarf werden die Maßnahmen als Einzel- oder Gruppentherapie durchgeführt.

Die enge Verzahnung mit dem Unterricht ermöglicht es, therapeutische Inhalte direkt in alltägliche Situationen zu übertragen und nachhaltig zu festigen. In begründeten Einzelfällen begleiten Therapeut*innen die Schüler*innen auch bei schulischen Aktivitäten wie dem Sportunterricht, Schwimmen oder Ausflügen.

Auswahl und Organisation der Therapie

Die Auswahl der therapeutischen Maßnahmen orientiert sich an den jeweiligen Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten der Schüler*innen. Grundlage sind unter anderem ärztliche Verordnungen, therapeutische Befundungen sowie Beobachtungen im Schulalltag. Auch der Austausch innerhalb der interdisziplinären Teams spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung.

Aufgrund begrenzter Ressourcen kann nicht für alle Schüler*innen Therapie angeboten werden. Stattdessen wird multidisziplinär entschieden, welche Maßnahmen aktuell im Vordergrund stehen. Dadurch kann es vorkommen, dass Schüler*innen in verschiedenen Schuljahren unterschiedliche Therapieangebote erhalten oder zeitweise keine Therapie in Anspruch nehmen. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine gezielte und bedarfsorientierte Förderung.

Schwerpunkte und Konzepte

Wir arbeiten unter anderem nach folgenden Konzepten und Ansätzen:

  • Unterstützte Kommunikation und Assistive Technologien
  • Kinder-Bobath-Konzept
  • Sensorische Integration
  • Hilfsmittelberatung- und Erprobung
  • Psychomotorik
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrations-Training
  • Feinmotorik, Graphomotorik und Schreibtraining
  • Medizinische Lymphdrainage
  • Alltagsbezogenes Training
  • Visuelle Wahrnehmungsförderung
  • PNF
  • Affolter (geführte Interaktion)
  • Tiergestützte Therapie
  • Gallileo-Training
  • Therapeutisches Klettern

Unsere Therapieangebote im Detail

Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten

Die therapeutische Arbeit an der LVR-Dietrich-Bonhoeffer-Schule ist geprägt von einer engen Zusammenarbeit verschiedener Professionen. Therapeut*innen, Lehrkräfte, Personal der Pflege und weiteres pädagogisches Personal stehen in regelmäßigem Austausch, um die individuellen Förderziele der Schüler*innen gemeinsam abzustimmen und weiterzuentwickeln.

Durch diesen interdisziplinären Ansatz wird sichergestellt, dass alle Beteiligten auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten und die Förderung möglichst ganzheitlich erfolgt.

Für eine zielgerichtete Förderung ist uns die enge Zusammenarbeit mit Eltern und Sorgeberechtigten besonders wichtig. Regelmäßige Besprechungen, gemeinsame Planungen und gegenseitige Hospitationen unterstützen dabei, die Maßnahmen kontinuierlich zu reflektieren und anzupassen.

Wir beraten und unterstützen bei

  • Hilfsmittelantragstellung und -versorgung (zum Beispiel Rollstühle, Gehhilfen, Orthesen, UK-Hilfsmittel wie Talker),
  • Gestaltung des häuslichen Umfelds
  • Kontakt mit Krankenkassen, Ärzt*innen, Krankenhäusern, Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) und anderen medizinischen Einrichtungen wie dem Medizinischen Dienst

Vor-Ort-Termine in der Schule

Wir arbeiten eng mit den beauftragten Sanitätshäusern und Fachfirmen für Reha- und Orthopädietechnik und Unterstütze Kommunikation zusammen. Es finden regelmäßige Vor-Ort Termine (Erprobungen, Gipsen, Anpassung, Reparaturen) in der Schule statt.

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